Fahrschule mit Maske

Unter bestimmten Auflagen dürfen Fahrschulen sowohl die theoretische als auch die praktische Ausbildung der Fahrschüler wieder aufnehmen.

Fulda - Die Fahrschulen in Hessen hatten sich mit umfangreichen Schutzmaßnahmen auf die Wiedereröffnung vorbereitet, so dass die Fahrausbildung vor Kurzem wieder starten konnte.

Sowohl die theoretische als auch die praktische Ausbildung der Fahrschüler kann unter bestimmten Auflagen wieder aufgenommen werden. Fahrschüler müssen allerdings einen Mundschutz tragen und einen Mindestabstand von eineinhalb Metern einhalten.

Laut Paragraf 23, Absatz 4 der Straßenverkehrsordnung (StVO), wird das Verhüllungsverbot geregelt. Demnach dürfen Fahrer ihr Gesicht nicht in dem Ausmaß bedecken, dass die Identität nicht mehr erkannt werden kann. Ist das Tragen eines Mundschutzes allerdings gesetzlich vorgeschrieben, wie im Falle der Fahrschulen, tritt das Verhüllungsverbot unter Umständen außer Kraft. Wenn man allein im Auto sitzt, sollte man allerdings auf den Mundschutz verzichten.

„Die Hygienemaßnahmen des ,Robert Koch-Instituts‘ sind einzuhalten“, schreibt der Fahrlehrerverband Hessen auf seiner Homepage. Thomas Wehner, Inhaber der Fahrschule Wehner in Petersberg, erzählt „Fulda aktuell“: „Mittlerweile heißt es auf der Homepage des Fahrlehrerverbandes schon, es sei dringend empfohlen, Masken während der Fahrstunden zu tragen. Der Theorie-Unterricht wurde anfangs auf fünf Personen beschränkt, mittlerweile dürfen schon 15 Schüler teilnehemen. Meine Kollegen haben mir berichtet, dass es für sie nicht so angenehm sei, die ganze Fahrt über eine Maske zu tragen. Trotzdem sollten wir uns alle daran halten.“

Auch Diana Arnd von „Dianas Fahrschule“ in Eichenzell ist der Meinung: „Die Gesundheit geht nun wirklich vor. Ich finde nichts schlimm daran, eine Maske zu tragen. Natürlich ist es ungewohnt, aber das Leben jedes Einzelnen ist wichtiger.“ Arnd trifft in ihrer Fahrschule verschiedene Maßnahmen, um die Sicherheit der Schüler und auch der Fahrlehrer zu gewährleisten: „Vor der Theoriestunde gehen alle Schüler ihre Hände waschen und können sie auch disinfizieren, dafür stellen wir alles bereit. Und auch nach den Fahrstunden mache ich zwischen jedem Schüler 15 Minuten Pause, um alles zu desinfizieren, wie beispielsweise das Lenkrad oder den Sicherheitsgurt.“ Auch bei Anmeldungen werden Schüler entweder nur alleine hinein gelassen oder in Begleitung der Eltern und auch nur mit Mundschutz. „Ohne dass wir Abstandsmakierungen anbringen mussten, halten sich die Schüler von selbst an die eineinhalb Meter Abstand. Ich glaube, fast jeder hat mittlerweile ein Gespür dafür bekommen und möchte sich und andere nicht in Gefahr bringen“, so Arnd.

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