Ferienspiele: Mini-Bürgermeister trifft echten Bürgermeister

Mini-Fulda: Eine Abordnung der Fuldaer Ferienspiele bei OB Dr. Heiko Wingenfeld. Foto: Göbel
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Mini-Fulda: Eine Abordnung der Fuldaer Ferienspiele bei OB Dr. Heiko Wingenfeld. Foto: Göbel

Eine Abordnung von "Mini-Fulda" besuchte den Fuldaer Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld im Stadtschloss.

Fulda. Sein Wahlversprechen "Süßigkeiten für alle"  löste der "Mini-Bürgermeister" Elias Stankovic am Tag seines Amtsantritts sofort ein. Der "Mini-Bürgermeister" besuchte am Donnerstag Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld.

Elias ist nun schon zum dritten Mal beim Ferienprogramm des "Amtes für Jugend, Familie und Senioren" der Stadt Fulda  unter der Leitung von Heike Münker und Daniel Hunold dabei. Dieses Mal hat er es geschafft, den Platz als Chef von "Mini-Fulda" einzunehmen.  Es war ein spannender Wahlkampf zwischen den vier Kandidaten, doch Elias konnte sich gegen seine drei Konkurrentinnen durchsetzen. Die Wahlbeteiligung von 93 Prozent ließ den echten Oberbürgermeister  ins Schwärmen geraten.

Kinderstadt

Die Stadt "Mini-Fulda" bietet 70 Kindern die Möglichkeit, eine Woche zu erleben, wie es als Erwachsener ist. Die Kinder werden im Einwohnermeldeamt registriert, gehen zum Arbeitsamt und suchen sich einen Job.  Der Arbeitsmarkt in "Mini-Fulda" bietet viele Möglichkeiten. In der Spielestadt, die im Forum Kanzlerpalais stattfand, gibt es sowohl Angestellte als auch Selbstständige. Zum Beispiel kann man als Teil des Nachrichtenteams mit Hilfe von Zehra Berber, Praktikantin des "Offenen Kanals", über das Geschehen in und um die Stadt  berichten. Dabei können  sich die Kinder die Grundlage für ihr Leben in "Mini-Fulda" in Form von  Talern –fünf pro Stunde–  erwirtschaften.Aber auch in der Kinderstadt müssen Steuern gezahlt werden. Ein Taler pro Stunde kommt  beispielsweise den Arbeitslosen der Stadt zugute. Jedoch empfindet "Mini-Bürgermeister" Elias, die  ausgezahlten Taler für Arbeitslose zu gering und spendet von seinem eigenen Vermögen 1,5 Taler für jeden Arbeitslosen.

Am Donnerstag besuchte eine Abordnung aus "Mini- Fulda" mit ihrer eigenen Presse unter der Leitung von Lea Reisner Oberbürgermeister Wingenfeld im Stadtschloss. Elias interviewte seinen "Amtskollegen" mit viel Spaß und stellte einige Fragen. "Wieso wollten Sie Oberbürgermeister der Stadt Fulda werden? Die Antwort des Oberbürgermeisters: "Fulda ist die schönste Stadt der Welt."  Die Frage, ob das Oberbürgermeisteramt Spaß bereite, bejahte Wingenfeld und berichtete, dass er zwar früher andere Traumberufe gehabt habe, wie zum Beispiel Pilot oder Zoodirektor, aber das Amt des Oberbürgermeisters eine Ehre sei und es schön, sei diese Stadt zu repräsentieren.

Auch das Thema Flüchtlinge wurde angesprochen und Wingenfeld lobte den großartigen Einsatz der Helfer.  Er hoffe auch, dass die Zeltstadt bald abgebaut werden könne und die Flüchtlinge sich im umgebauten Baumarkt wohlfühlen könnten.  " Auch ernste Themen gehören zum Beruf des Oberbürgermeisters", so Wingenfeld.

Büro mit Ausblick

Im Laufe des Gespräches erfuhren die Kinder viel über den Oberbürgermeister von "Groß-Fulda" auch, dass seine Lieblingsspeise die Lasagne seiner Frau Lioba sei. Felix, der Eisverkäufer von "Mini-Fulda", lud Wingenfeld prompt, auf ein Eis in sein "Lokal" ein. Leider hat der selbstständige Eisverkäufer nicht das gewünschte Malaga-Eis im Angebot.

Der Amtsbesuch ging  im Büro des Oberbürgermeisters weiter, dort konnten viele Geschenke von Fuldas Partner- städten bestaunt werden. Auch der tolle Blick auf den Fuldaer Dom und die Statue des heiligen Bonifatius ließen Wingenfeld aus dem Nähkästchen plaudern. Zum Abschluss des Besuches durften noch leckere Schaumküsse vernascht werden, denn nicht nur der "Mini-Bürgermeister"  weiß, wie man seine Bürger glücklich macht.

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