Feuer und Flamme für das Biosphärenreservat

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Bei der Besichtigung der "RhönSprudel" Fabrik. Fotos: Buch

Fulda. Unser Kinderreporter Samuel Buch schildert seine Erlebnisse im diesjährigen "Biosphären-Camp", veranstaltet von "RhönSprudel".

Fulda. 36 Plätze gab es für das Rhön-Camp und die konnte man nur gewinnen. So war es im Vorfeld schon sehr spannend, ob ich überhaupt teilnehmen kann. Zunächst bekam ich auch eine Absage und war sehr enttäuscht. Aber zum Glück wurde ich dann als Kinderreporter von "fulda aktuell” ausgewählt und durfte doch noch teilnehmen.

1. Tag – Dienstag, 19. August

Endlich war der große Tag erreicht und meine Familie brachte mich ins "Ludwig-Wolker-Haus” nach Kleinsassen. Hier wurden wir freundlich von den Betreuern begrüßt und haben uns anschließend von unseren Eltern verabschiedet. Danach gab es erstmal Mittagessen, bevor wir mit den Kennenlern-Spielen gestartet haben. Schnell habe ich hierbei neue Freunde gefunden. Auch die Betreuer fand ich cool. Nach den Spielen wurden wir auf die Zimmer aufgeteilt. Die Betten mussten wir selber beziehen – eine große Herausforderung. Danach hatten wir erstmal Freizeit. Besonders gut gefallen hat mir, dass wir Fußball spielen durften. Nach dem Abend essen gingen wir dann wandern. Auf dem Weg haben wir einen Fuchsbau entdeckt. Ein Junge und ein Mädchen sollten in den Fuchsbau und den Fuchs herausziehen, was leider nicht geklappt hat. Danach gab es eine große Mutprobe: wir mussten im dunklen Wald ganz alleine einen Weg entlanggehen – huuuuuiiiii.

2. Tag – Mittwoch, 20. August: Nach dem Frühstück kamen auch schon die Lamas und wir sind mit ihnen gemeinsam Richtung Milseburg losgelaufen. Immer vier Kinder hatten ein Lama und zwei Kinder durften es zeitgleich führen, dann wurde gewechselt. Mein Lama hieß Estero. Am "Keltenwall” angekommen, haben wir  eine kurze Pause eingelegt. Dort wurde uns erklärt wozu und wie der "Keltenwall” gebaut wurde. Anschließend sind wir zu den "Milseburgstuben” und haben Mittag gegessen, bevor wir weiter zu den Ausgrabungsstätten der Milseburg  gelaufen sind. Dort wurden uns Fundsachen der Kelten gezeigt. Und dann ging es mit den Lamas wieder zurück zum "Ludwig-Wolker-Haus”. Als wir angekommen sind, haben wir unsere Lamas gelobt und verabschiedet. Nach dem Abendessen ging es wieder in den Wald und wir haben aus Moos, Rinde und einem Baumstumpf eine Waldkugelbahn gebaut.

3. Tag – Donnerstag, 21. AugustHeute hat uns der Höhlenforscher Stefan Zaenker besucht und uns einen Vortrag über Quellen und ihre Bewohner gehalten. Danach sind wir mit ihm eine Quelle im Wald suchen gegangen. Auf dem Weg haben wir mit Keschern und Becherlupen versucht, kleine Tiere zu fangen. Als wir die Quelle gefunden hatten, durften wir noch wissenschaftliche Geräte ausprobieren. Danach ging es zurück zum Mittagessen und als die Teller leer waren, ging es mit dem Bus zu "Rhön-Sprudel” nach Weyhers. Dort ging es auch gleich los mit einer Werksbesichtigung. Aber vorher mussten wir noch Kittel und Kappen anziehen – wegen der Hygiene. Nach der Werksbesichtigung hat jeder von uns noch eine Geschenktüte überreicht bekommen, die wir aber erst zum Schluss des Camps öffnen durften. Außerdem durften wir alle Getränke probieren – sehr lecker. Zurück in Kleinsassen hat uns Stefan Zaenker dann alles über Fledermäuse erzählt. Danach sind wir dann im Dunkeln losgezogen, um selber nach Fledermäusen zu suchen. Mit speziellen Geräten haben wir die unhörbaren Schallwellen der Fledermäuse hörbar gemacht.

4. Tag – Freitag, 22. AugustMit dem Bus ging es heute auf die Wasserkuppe – zur  Verwaltung des "Biosphärenreservats Rhön”. Dort haben wir uns einen Film über die Tiere der Rhön angeschaut. Anschließend haben wir die Segelflieger der "Fliegerschule Wasserkuppe” besichtigt. Dann sind wir zur "Abstrodaer Kuppe” gelaufen, um uns einer Mutprobe zu stellen. Wir mussten uns mit dem Rücken auf die Wiese legen und ganz ruhig liegen bleiben, auch wenn Ameisen oder andere Insekten auf uns gekrabbelt sind. Kaum haben wir das überstanden, mussten wir uns auf den Bauch drehen und mit den Augen ins Gras schauen und nach Insekten Ausschau halten. Dann sind wir zum Fliegerdenkmal gelaufen und sind darauf geklettert. Nach dem Mittag essen gab es heute – ausnahmsweise – ein Eis – mmmmhhh. Und schon ging es wieder in den Bus und ab nach Poppenhausen zum "Biohof Gensler”. Heute haben wir unser Abendbrot selber hergestellt. Mit Unterstützung von unseren Betreuern haben wir erst Brötchen, Brezel und Fantasie-Backwaren geknetet und gebacken, bevor wir uns eine leckere Pizza selber belegt haben. Abends haben wir dann noch ein Baumspiel mit selbst gesammelten Tannenzapfen gespielt.

5. Tag – Samstag, 23. August

Noch vor dem Frühstück mussten wir unsere Taschen packen und unsere Betten abziehen. Hier habe ich meine Mama dann doch sehr vermisst. Zum Abschluss besuchte uns heute Falkner Michael Schanze mit Rotmilian Lucia und dem Uhu Pimpf. Hier haben wir viele Neuigkeiten über Greifvögel erfahren. Und zum Abschluss durften wir Pimpf sogar auf den Arm nehmen. Im Laufe des Vormittags kamen dann unsere Eltern, um uns wieder abzuholen. Beim gemeinsamen Grillen konnten wir unseren Eltern und Geschwistern zeigen und erzählen, was wir alles erlebt haben in dieser Woche. Zum Schluss bekam noch jeder von uns eine Urkunde überreicht, in dem wir zum "Biosphären-Scout" ernannt wurden. Zum Schluss möchte ich mich bei allen Rhön-Rangern und Betreuern für die tolle Woche bedanken. Wir haben wirklich viel über die Natur und die Rhön gelernt. Auch habe ich kurz überlegt, selber Rhön-Ranger zu werden. Aber die Prüfung hat mich davon abgehalten. Rhön-Ranger Arnold hat uns nämlich erklärt, wenn man die Tiere nicht an den Spuren im Waldboden erkennt, muss man ihre Häufchen probieren – iiiiiiihhhhhhhh. Vielleicht hat er aber auch nur einen Scherz gemacht ?!?Aber sicherheitshalber werde ich doch lieber Feuerwehrmann!

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