Feuersalamander jetzt auf dem Weg ins Winterquartier beobachten

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Die Kampagne „Wildes Hessen" lädt dazu ein, jetzt im Garten oder auf dem Spaziergang am Waldrand auf Feuersalamander zu achten.

Region/Gießen. Der Naturschutzexperte Christian Geske vom Servicezentrum für Forsteinrichtung und Naturschutz (FENA) in Gießen hat heute zur einer neuen Mission der Kampagne "Wildes Hessen?! – Mehr Vielfalt in Garten, Dorf und Stadt aufgerufen: Unter dem Titel "Mach mit: Schau hin – dem Feuersalamander auf der Spur" sind alle hessischen Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, die auffälligen Tiere auf ihrem Weg in ihr Winterquartier zu beobachten, Fotos zu machen und den Fundort in die interaktive Karte auf www.wildes-hessen.de einzutragen.

"Wilde, ungeordnete Ecken in Dörfern und Städten bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Hier ist Naturerfahrung für Kinder und Jugendliche in ihrem direkten Wohnumfeld möglich!" begründet der Biologe seine Unterstützung der Kampagne "Wildes Hessen?!". Außerdem fänden selbst anspruchsvolle Arten wie der Feuersalamander in "unordentlichen" Gärten, Friedhöfen oder Parkanlagen in Steinhaufen oder unter alten Wurzelstubben ein Versteck für den Winter.Mit den ersten Nachtfrösten machen sich jetzt die Feuersalamander wieder auf den Weg in ihre Winterquartiere. Dabei sind sie bei Regenwetter und insbesondere in der Dämmerung auch auf Waldwegen oder in waldnahen Gärten unterwegs. Mit ihrer feuchten, schwarzen Haut und der gelben Musterung sind Feuersalamander unverwechselbar und damit besonders geeignet für eine Erfassung durch Bürgerinnen und Bürger."Wir hoffen durch die Meldungen mehr über die Häufigkeit und Verbreitung des Feuersalamanders in Hessen zu erfahren" erläutert Geske und freut sich schon jetzt darauf, dass sich die Karte im Internet mit den Fundpunkten der hessischen Beobachtungen füllt.

Bei der Suche nach einem Winterquartier werden Lichtschächte für Feuersalamander zur tödlichen Falle."Besonders wichtig ist es jetzt, vor den ersten scharfen Nachtfrösten, Lichtschächte am Haus nach Feuersalamandern, Fröschen oder anderen Amphibien abzusuchen" betont der Naturschutzexperte von Hessen-Forst. Denn nur wenn die Tiere jetzt befreit werden, haben sie noch eine Chance, sich ein sicheres Winterquartier zu suchen.

Aber egal wo Sie dem Feuersalamander begegnen: Bitte fotografieren und den Fundort in die interaktive Karte auf www.wildes-hessen.de eintragen. Es lohnt sich! Denn unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die "ihre" Feuersalamander bis zum 15. November 2015 eintragen, werden knallgelbe Regenschirme mit dem Schriftzug "Salamander-Wanderwetter" verlost. Damit können die weiteren eigenen Beobachtungen auch bei schlimmstem Regenwetter bestens dokumentiert werden.

Hintergrund  "Hessen wird wild"Die Kampagne "Wildes Hessen?! – Mehr Vielfalt in Garten, Dorf und Stadt" zielt darauf, wilde Vielfalt zu beobachten, zu fördern und zu zeigen. Sie motiviert Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Schulen, Kindergärten und Kommunen dazu, mehr für den Schutz der Biologischen Vielfalt zu tun. Sie soll Engagement für den Schutz und die Erhaltung dieser Vielfalt anregen – und zwar durch kleinräumige Verwilderungsprozesse im eigenen Garten, im Dorf oder in der Stadt. Die Kampagne findet ihren Höhepunkt beim 4. Hessischen Tag der Nachhaltigkeit am 22. September 2016, der ebenfalls im Zeichen des Themas Biologische Vielfalt stehen wird.Eine Mitmach-Aktion ist das zentrale Element der Kampagne: Jede und jeder ist eingeladen, eine "wilde Ecke" im Garten, Balkon oder auf dem Grundstück entstehen zu lassen oder eine naturbelassene Ecke im Dorf oder in der Stadt zu entdecken. Die Beobachtungen werden durch Fotos, einen kurzen Film oder kleine Geschichten dokumentiert, die in eine interaktive Karte auf www.wildes-hessen.de eingestellt werden können.Darüber hinaus gibt es zwischenzeitliche "Missionen" – in diesem Fall unter dem Titel "Mach mit: Schau hin – dem Feuersalamander auf der Spur". Die Missionen sind besondere, zeitlich befristete Herausforderungen und Aufgaben. Sie werden von den verschiedenen Kampagnen-Botschafterinnen und -Botschaftern ausgerufen. Mitmachen lohnt sich hier doppelt – denn für die Missionen gibt es ebenfalls attraktive Preise zu gewinnen.

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