Fieber am Morgen: Was müssen Eltern tun, wenn das Kind krank wird?

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Was müssen berufstätige Eltern beachten, wenn das Kind krank ist?

Osthessen - Am Abend schon deutet es sich an: Laufende Nase, Husten, leicht erhöhte Temperatur beim eigenen Kind – und am Morgen ist das Kind krank. Das Fieberthermometer zeigt 39,5 Grad Celsius an. Was tun, wenn die Eltern eigentlich zur Arbeit müssen?

Wenn ein Kind erkrankt, haben gesetzlich versicherte Eltern einen Anspruch auf zehn Arbeitstage pro Jahr, um den Nachwuchs zu versorgen und zu betreuen. Bei alleinerziehenden Elternteilen verdoppelt sich die Zahl auf 20 Tage. Diese Zahl ist auf 25 Tage pro Jahr (bei Alleinerziehenden auf 50 Tage) beschränkt.

Allerdings müssen dafür bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. „Das Kind ist unter zwölf Jahre alt und muss laut ärztlichem Attest gepflegt werden. Dabei muss die Pflege durch ein erwerbstätiges Elternteil erfolgen, welches seiner Arbeit nicht nachgehen kann“, heißt es beispielsweise bei der „BARMER“-Krankenkasse. Dies gilt nur, wenn keine andere im Haushalt lebende Person das Kind versorgen kann. Zu „im Haushalt lebenden Personen“ gehören beispielsweise Großeltern oder ein Au-Pair-Mädchen. Wenn das Kind behindert und auf Hilfe angewiesen ist, gilt die Altersbegrenzung von zwölf Jahren nicht.

Kinderkrankengeld

Wenn ein Elternteil wegen der Betreuung eines Kindes nicht arbeiten kann, besteht laut Paragraf 616 BGB die Pflicht des Arbeitgebers, das Entgelt weiter zu zahlen. Im Falle, dass im Arbeitsvertrag des Elternteils geregelt ist, dass die kurzfristige Verhinderung nicht vergütet wird, springt die Krankenkasse mit dem sogenannten Kinderkrankengeld ein. Für den betreffenden Zeitraum besteht dann Anspruch auf „Kinderkrankengeld“, das durch die Krankenkasse ausgezahlt wird. Welcher Prozentsatz (in der Regel zischen 70 und 90 Prozent des Arbeitsentgelts) gilt, sollen Betroffene bei ihrer Krankenkasse klären. Das Attest des Kinderarztes muss ausgefüllt werden. Eine Kopie davon bekommt der Arbeitgeber bereits ab dem ersten Tag der Krankmeldung, das Original muss an die jeweilige Krankenkasse geschickt werden. Die genannten Daten gelten nur für gesetzlich Versicherte Personen. Privat versicherte Kinder oder Eltern haben keinen Anspruch auf Kinderkrankengeld. Am Morgen der Erkrankung sollten Eltern eines kranken Kindes weiteres bedenken: Die Schule muss informiert werden, dass das Kind nicht am Unterricht teilnehmen kann. Meist haben die Klassenlehrer beim ersten Elternabend erläutert, wie eine Krankmeldung ablaufen sollte. Auch andere Aktivitäten sollten geregelt werden. Wenn das Kind in der Freizeit ein Instrument lernt oder Sport treibt, sollte n die Lehrer und Trainer informiert werden. Zudem sollte geregelt sein, wer dem Kind die Hausaufgaben bringt. In manchen Schulen wird innerhalb der Klasse festgelegt, welches andere Kind dafür zuständig ist

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