Firmen-Hacker

Fulda. Waren es frher Grounternehmen, die sich die Hacker als Zielscheibe fr ihre kriminellen Aktionen ausdachten, sind es heutige

Fulda. Waren es frher Grounternehmen, die sich die Hacker als Zielscheibe fr ihre kriminellen Aktionen ausdachten, sind es heutige insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen. Teilweise werden die ergaunerten Daten den Unternehmen dreist zum Rckkauf" angeboten. Der wirtschaftliche Schaden erreichte im Jahr 2009 30 Milliarden Euro .

Darauf wies Christian Schreiner, Geschftsfhrer des IT-Unternehmens solitus, im Rahmen einer Veranstaltung in Groenlder hin. Die Mentalitt der Opfer ist immer die gleiche: Mein Unternehmen ist doch nicht interessant genug. Es ist noch immer gut gegangen." Das geht so lange gut, bis pltzlich ein Wettbewerber, vorzugsweise aus China, mit einem verblffend hnlichen Produkt auf den Markt kommt oder ein hiesiger Wettbewerber berraschend" gut ber die Preis- und Angebotsgestaltung informiert ist. Trojaner-Viren, oft durch Mails mit geflschten Absendern eingeschleust, knnen eine regelmige Online-Verbindung, z.B. zum chinesischen Nachrichtendienst, aufbauen.

Ursprung war in einem Fall eine pdf-Datei mit einer freundlichen Dankes-Mail fr ein Geschftsessen. Aber auch die Netzwerke Xing und Facebook sind fr Hacker eine willkommene Quelle fr ihre Aktivitten. Man sieht: Das Thema ist hochbrisant, und so war es fr Schreiner wenig berraschend, dass nicht weniger als 150 Gste der Einladung gefolgt waren.

Es zeigte sich, dass diese nicht nur die Hackergefahr bei Computern, sondern auch bei Handys unterschtzten. Strflich wrde ich sogar fast sagen, wenn dieser Begriff nicht fr die andere Seite besetzt wre", erklrte Schreiner. Datendiebstahl habe schon Unternehmen ruiniert oder in ihrer Wettbewerbsfhigkeit eklatant geschwcht. In Sachen IT-Sicherheit schwelgen immer noch einige in blindem Optimismus, nur weil sie eine Firewall oder ein Antivirusprogramm installiert haben" (Schreiner). Das demonstrierte der nach eigenem Bekunden lizenzierte Hacker" Gtz Schartner aus Ludwigshafen, Gast-Referent auf der Veranstaltung der solitus. Immerhin zeigte das groe Interesse an der Veranstaltung, dass ein Bewusstsein fr die Gefahren vorhanden ist und Aufklrung gewnscht wird. Die Gste zeigten sich verblfft bis geschockt, als Schartner die Aufzeichnung eines leisen Gesprchs zwischen zwei Teilnehmern abspielte, das er via Handy-Manipulation aufzeichnen konnte.

Am Anfang der Veranstaltung bat Referent Schartner um Handzeichen, wer die Sicherheit im Unternehmen als gut" einstufe. Es meldeten sich knapp 60 Personen. Nach den Demonstrationen und der Aufdeckung von Sicherheitslcken vor laufender Kamera whrend der Veranstaltung reduzierte sich diese Zahl auf nicht einmal eine Handvoll. Schreiners Fazit: Wir haben unser Ziel erreicht zu demonstrieren, welche Gefahren drohen und wie man sie ohne horrende Kosten beseitigen kann.

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