Unterm Regenbogen

Cornelia Thiessen-Westerhoff und Christine Fischer von „Fulda stellt sich quer“ überbrachten die Flagge, die am „Tag gegen Homophobie“ (17. Mai) vom Stadtschloss wehen soll.
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Cornelia Thiessen-Westerhoff und Christine Fischer von „Fulda stellt sich quer“ überbrachten die Flagge, die am „Tag gegen Homophobie“ (17. Mai) vom Stadtschloss wehen soll.

Flagge zum „Tag gegen Homophobie“ soll am 17. Mai vom Fuldaer Stadtschloss wehen.

Fulda. Die Benachteiligung homosexueller Menschen hat eine dunkle Vorgeschichte, über welche oftmals geschwiegen wird und die vielen Menschen auch heute noch unbekannt ist. Die Verfolgung dieser Minderheit zu Zeiten des Nationalsozialismus wurde bis heute noch nicht ganz aufgearbeitet.

In Konzentrationslagern endeten auch tausende Leben homosexueller Menschen. Auch nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 war für sie die Verfolgung nicht zu Ende. Statt Gerechtigkeit zu erfahren, wurde die Minderheit weiter diskriminiert und der § 175 galt in der von den Nazis verschärften Fassung weiter. Noch bis 1969 war Homosexualität in der Bundesrepublik strafbar.

Am 17. Mai 1990 beschloss die „WHO“, Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten zu streichen. Der 17. Mai wurde daraufhin zum internationalen „Tag gegen Homophobie“ ausgerufen.

„Wir haben als Verein ,Fulda stellt sich quer‘ die Stadt Fulda angefragt, am internationalen ,Tag gegen Homophobie‘ mit dem öffentlichen Zeigen der Regenbogenfahne am Stadtschloss ein Zeichen zu setzen“, so die stellvertretende Vorsitzende von „Fulda stellt sich quer“, Cornelia Thiessen-Westerhoff. Nach kurzer Zeit kam die Antwort der Stadt Fulda mit der Zusage. Gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten von „Fulda stellt sich quer“, Christine Fischer, überreichte Thiessen-Westerhoff der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Fulda Katharina Roßbach die Regenbogenfahne für den 17. Mai.

„Mit dem öffentlichen Zeigen der Regenbogenfahne zeigt die Stadt Fulda ein deutliches Signal für Vielfalt“, betont Fischer. „Trotz vieler Errungenschaften in den letzten zwanzig Jahren ist Diskriminierung leider noch alltäglich. Wie nötig der Schutz ist, zeigt sich am Beispiel Polens, wo durch kommunale Verwaltungen „LGBT*-ideologiefreie Zonen“ geschaffen wurden. Dass in der Stadt Fulda keine Menschen diskriminiert werden dürfen, sollten wir auch öffentlich zeigen und mit dieser Geste ein Gefühl von Schutz an die in Fulda lebenden Menschen vermitteln“, ergänzen Thiessen-Westerhoff und Fischer.

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