Fledermaushöhlen für Waldfledermäuse

Osthessen. In Hessen sind 21 Fledermausarten nachgewiesen, von denen zwei Arten bereits als ausgestorben gelten. Davon sind in der hessischen Rh

Osthessen. In Hessen sind 21 Fledermausarten nachgewiesen, von denen zwei Arten bereits als ausgestorben gelten. Davon sind in der hessischen Rhn bislang zwlf Arten als berwinterungsgste im Milseburgtunnel sowie in den umliegenden Bergwerksstollen und Felsenkellern bekannt. Alle Fledermausarten sind nach nationalem und internationalem Recht streng geschtzt.

Viele unserer Fledermuse sind im Sommer an naturnahe, strukturreiche Wlder mit ausreichendem Alt- und Totholz gebunden und dort auf das Vorhandensein von Baumhhlen angewiesen, in denen sie Ihren Tagesschlaf halten, die aber auch zur Aufzucht der Jungen bentigt werden.

Knstliche Lebensrume

Dort, wo solche Quartiere fehlen, knnen mit Hilfe von sogenannten Fledermaushhlen knstliche Lebensrume fr die nachtaktiven Insektenfresser geschaffen werden. Das Aufhngen von Fledermausksten kann ein Hilfsmittel sein, um die Bestnde zu sttzen und um Fledermuse zu kartieren. Flchendeckend und langfristig sinnvoll muss das Ziel aber die Frderung strukturreicher, altersgemischter Wlder sein, sagt Stefan Zaenker, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft fr Fledermausschutz Fulda e.V.

Er war es auch, der das Projekt Waldfledermuse in der Rhn ins Leben gerufen hat und mit Forstamtmann Claus Gillmann, dem Leiter der Revierfrsterei Sandberg (Elters), einen aufgeschlossenen Projektpartner bei Hessen-Forst Forstamt Hofbieber gewinnen konnte.

Um das natrliche Angebot an Baumhhlenquartieren zu ergnzen, wurde in einem etwa 2 Hektar groen Waldbestand eine Versuchsflche mit verschiedenen Fledermaus-Kastentypen bestckt, um so fr die regionale Fledermausfauna festzustellen, welche Fledermaushhlen an welchen Standorten bevorzugt von welchen Fledermausarten besiedelt werden.

Regelmige Kontrollen

Hierzu wurden auf einem extra hierfr entwickelten Quartier-Erfassungsbogen zunchst mglichst viele Informationen ber den Quartierstandort festgehalten. Die 28 neuen Fledermausquartiere wurden in einem 180 Jahre alten Buchenbestand der Revierfrsterei Sandberg in einer Hhe von 3 bis 7 Metern aufgehngt. Durch regelmige Kontrollen soll in den folgenden Jahren die Besiedlung der Fledermausksten und die jeweilige Artenzusammensetzung ermittelt werden.

Das Fledermausprojekt wurde durch die Arbeitsgemeinschaft fr Fledermausschutz Fulda e.V. und den Verein Rhn Natur e.V. finanziert und durch Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehrde des Landkreises Fulda, des Vereins fr Naturkunde in Osthessen und Hessen-Forst tatkrftig untersttzt. (pm)

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