Fledermausquartier in ehemaligem Trinkwasserhochbehälter

Projekt der Naturschutzbehrde des Vogelsbergkreises und vom Naturschutzbund Vogelsberg (NABU) in GemndenEhringshausen. Was zuvor ein Trink

Projekt der Naturschutzbehrde des Vogelsbergkreises und vom Naturschutzbund Vogelsberg (NABU) in Gemnden

Ehringshausen. Was zuvor ein Trinkwasserhochbehlter war, wurde nun ein Fledermausquartier. ber den Abschluss der Umbaumanahme informierten sich der Dezernent der Unteren Naturschutzbehrde des Vogelsbergkreises, Heinz Geiel, sowie der Brgermeister der Gemeinde Gemnden, Lothar Bott, sowie der Ortsvorsteher von Ehringshausen, Gnther Rhl.

Eigentlich war zunchst beabsichtigt, das Objekt aus Grnden der Verkehrssicherungspflicht dem Erdboden gleich zu machen. Jetzt konnte es durch das Projekt von NABU (Naturschutzbund Vogelsberg) und Unterer Naturschutzbehrde restauriert und einer neuen Zweckbestimmung bergeben werden.

Fledermuse bentigen zur berwinterung geeignete Quartiere, beispielsweise Hhlen, Stollen oder auch Kammern. Diese sollen entsprechende klimatische Bedingungen aufweisen und strungsfrei sein. Mit dem Wunsch, den alten Hochbehlter in Ehringshausen vor der Zerstrung zu bewahren, war Thomas Steinke von der NABU-Arbeitsgruppe Fledermausschutz an die Gemeinde Gemnden und die Untere Naturschutzbehrde (UNB) des Vogelsbergkreises herangetreten, um Lsungsmglichkeiten zu finden. Nach einer gemeinsamen Begehung konnten finanzielle Mittel in Hhe von 1.500 Euro aus dem Topf der Naturschutzrechtlichen Ausgleichsabgabe des Vogelsbergkreises bereitgestellt werden.

Hochbehlter erhlt neue Aufgabe

Der Bereich wurde anschlieend von der Gemeinde Gemnden an den NABU mit einem 30-jhrigen Pachtvertrag kostenfrei und der Auflage der Verkehrssicherungspflicht bertragen. Die Arbeiten wurden durch den Landschaftspflegetrupp der UNB in Zusammenarbeit mit dem NABU Vogelsberg ausgefhrt. Tatkrftige Untersttzung leisteten ebenfalls die ortsansssigen Gerhard Graulich, Willi Sann, Gerd Scharmann und Helmut Spahn.

So galt es zunchst, das eingefallene Bruchsteinmauerwerk wieder fachgerecht zu restaurieren. In diesem Zusammenhang danken die Verantwortlichen dem Ortsvorsteher Gnther Rhl fr die geleisteten Untersttzungen, Herrn Adolf Becker von der Maschinengemeinschaft Ehringshausen, der notwendiges Gerstmaterial und eine Betonmischmaschine vor Ort bereitgestellt hat, Herrn Jrg-Eberhard Wicke und Frau Sigrid Buhlmann, die als Nachbarn die Versorgung mit Strom und Wasser leisten konnten, sowie Herrn Bernd Waschkewitz aus Strebendorf, der eine Bohrmaschine zur Verfgung stellte

Fr die fledermausgerechte Herrichtung der Kammern wurden an der glatten Betondecke reihenweise Hohlblocksteine angebracht, die besondere Einkriechmglichkeiten bieten. Die Bodenflchen wurden darber hinaus mit grobem Schotter aufgeschttet. Die Tr wurde mit einer Einflugschneise geffnet, sodass das Wohnungsangebot jetzt bereit steht. Nach Aussage des NABU knnen insbesondere heimische Fledermausarten wie Braunes Langohr, Fransenfledermaus oder auch die Wasserfledermaus zur Besiedlung erwartet werden. Heinz Geiel und Lothar Bott bedankten sich bei den Projektleitern Marco Schuster (UNB) und Thomas Steinke (NABU) fr die erfolgreiche Umsetzung und hoffen, dass schon bald die ersten Bewohner an dem aufgrund seiner Gehlzstrukturen grundstzlich geeigneten Ortsrand festgestellt werden knnen.

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