176 Flüchtlinge in Fulda, 11.908 in Hessen

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Seit Eröffnung des Zeltcamps in Fulda haben inzwischen 176 Flüchtlinge - größtenteils aus Syrien - dort Obdach gefunden.

Osthessen. Heute sind in der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (HEAE) in Gießen mit ihren Standorten in Gießen, Neustadt, Kassel, Rotenburg, Bad Arolsen, Kirchheim, Wetzlar, Marburg, Limburg, Bensheim, Darmstadt und Fulda insgesamt 11.908 Flüchtlinge untergebracht. In den letzten 24 Stunden wurden 370 Menschen aufgenommen.

Hauptherkunftsländer sind in diesem Monat bislang:

1. Syrien (2986)2. Afghanistan (1531)3. Albanien (1209)4. Pakistan (714)5. Eritrea (671)

Im Zeltcamp in Fulda sind gestern insgesamt 176 Flüchtlinge eingezogen. Heute werden weitere 74 folgen, so dass die Einrichtung am Abend mit 250 Personen belegt sein wird.

Knapp 100 allein reisende Frauen und Frauen mit Kindern fanden gestern eine feste Unterkunft in einem eigens für sie reservierten Gebäude in der Außenstelle in Darmstadt. In den nächsten Tagen werden dorthin weitere rund 100 Frauen und Kinder folgen.

Offen für Menschen in Not

Die akute Situation der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) in Gießen hat dazu geführt, dass auch in Fulda vorübergehend Flüchtlinge untergebracht worden sind. Auf dem Parkplatz vor dem Polizeipräsidium Osthessen ist dank einer logistischen Meisterleistung vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer der verschiedensten Hilfsorganisationen, von der Feuerwehr über das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Malteser sowie das Technische Hilfswerk ein Zeltcamp entstanden. Viele Fragen und Anregungen haben inzwischen diejenigen erreicht, die die Flüchtlinge betreuen und begleiten.

Aus diesem Grunde laden das Regierungspräsidium Gießen gemeinsam mit der Stadt Fulda zu einer Bürgerinformation am kommenden Donnerstag 27. August, um 17.30 Uhr, in die Festscheune des Antoniusheimes, an St. Kathrin 4,  ein. Als Gesprächspartner stehen der Gießener Regierungspräsident Dr. Lars Witteck, in dessen Verantwortung das Zeltcamp steht, sowie Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt sowie weitere Fachleute zur Verfügung.

"Uns ist der Austausch mit Anwohnern und Interessierten aus der Bürgerschaft sehr wichtig, vor allem aber die Information", betont Fuldas OB. Fulda sei offen für Menschen in Not. "Toleranz, Menschlichkeit, Nächstenliebe und Gastfreundschaft sind Teile einer Willkommenskultur, die wir leben wollen." Denn die Menschen, die nun nach Deutschland gekommen sind, haben oft eine lange Leidensgeschichte von Verfolgung und Flucht hinter sich, unterstreicht Wingenfeld in der Ankündigung der Bürgerinformation.

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