Flüchtlingswelle: 20 Eritreaer aufgegriffen

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Fulda. Ohne Ausweispapiere im Fuldaer Bahnhof aus dem ICE - darunter ein Kleinkind und Jugendliche - geholt.

Fulda. Eine Gruppe von 20 Männern und Frauen überwiegend aus Eritrea, darunter auch Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren sowie ein Kleinkind, sind gestern Abend, gegen 22 Uhr, mit dem ICE aus Richtung München im Bahnhof Fulda gelandet.Alle Personen hatten keine Ausweispapiere und wollten größtenteils in Richtung Skandinavien weiterreisen.

"Wir können nicht einfach wegschauen!", sagte Einsatzleiter Rainer Paul von der Bundespolizeiinspektion Kassel. "Für Personen, die im Bundesgebiet ohne aufenthaltslegitimierende Dokumente festgestellt werden und Asyl beantragen wollen, endet die Reise zunächst am Aufgriffsort und es beginnt - neben dem Strafverfahren - das Asylverfahren in einer zuständigen Aufnahmeeinrichtung!", so Paul weiter.

Die Flüchtlinge wurden gestern provisorisch, bis zum Abschluss der polizeilichen Maßnahmen, im Bahnhof Fulda untergebracht. "Die Betreuung der Menschen hat reibungslos funktioniert, Dank der engagierten Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes Fulda sowie den Mitarbeitern der Deutschen Bahn AG!", betonte Rainer Paul am Ende des Einsatzes.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Asylsuchenden zur Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen weitergeleitet. Auch das Jugendamt der Stadt Fulda wurde beteiligt.

Unabhängig von den eingeleiteten Asylverfahren, besteht für die Bundespolizei der gesetzliche Auftrag der Strafverfolgung. Bei Personen, die ohne die erforderlichen Aufenthaltsdokumente (Pass und Aufenthaltstitel) in die Bundesrepublik einreisen, besteht in der Regel der Verdacht der unerlaubten Einreise bzw. des unerlaubten Aufenthaltes, Straftaten nach dem Aufenthaltsgesetz. Polizeibehörden sind zur Verfolgung der Straftat verpflichtet und haben keinen Ermessensspielraum.

Im Fokus der Ermittlungen der Bundespolizei stehen vordringlich die Schleuser, die aus dem Elend der Flüchtlinge Profit schlagen und mitunter die Gefahr des Todes für den Flüchtling in Kauf nehmen.

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