Folgemeldung: Drogenfund in einem Auto

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Am Donnerstag hat die Polizei eine größere Menge Drogen in einem Auto gefunden.

Hofbieber.   Bereits in der vergangenen Woche stellte das Fuldaer Rauschgiftkommissariat aufgrund von Erkenntnissen der Zollfahndung bei einer Hausdurchsuchung in Hofbieber eine Hanfplantage mit insgesamt 56 Pflanzen sicher. Die Ermittlungen gegen die Beschuldigten wurden bereits seit Ende des vergangenen Jahres geführt. Neben den Pflanzen wurden auch noch sechs Gramm konsumfertiges Marihuana, fünf Ecstasy-Pillen sowie mehrere Mobiltelefone und Desktop- und Tablet-PC sichergestellt. Hochgerechnet hätten die sichergestellten Pflanzen einen Ernteertrag von einem bis zwei Kilogramm erzielen können. Im Straßenhandel wären damit zehn- bis zwanzigtausend Euro zu verdienen gewesen.

Bei einer weiteren Kontrolle eines Fahrzeugs am 27.Januar 2016 in der Gemeinde Hofbieber führte schließlich intensiver Marihuana-Geruch aus dem Pkw der Marke Audi zu einer intensiveren Nachschau der Fahnder. Ein hinzugezogener Rauschgiftsuchhund zeigte schließlich ein Rauschgiftversteck im Bereich des vorderen linken Nebelscheinwerfers an. Der Audi wurde anschließend sichergestellt, um ihn in einer Werkstatt genauer untersuchen zu können. Auf der Suche nach weiteren Beweismitteln wurden anschließend insgesamt vier Gebäude in Hofbieber durch die Polizeikräfte durchsucht. Unterstützt wurden die Rauschgiftfahnder dabei durch die Schutzpolizei und auch Beamte der Bereitschaftspolizei, die in dieser Nacht ursprünglich für Einsatzmaßnahmen zur Bekämpfung des Ladungsdiebstahls aus Lkw vorgesehen waren. Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Beamten Waffen und scharfe Munition sowie in Deutschland nicht zugelassene sogenannte "Polenböller". Gegen die Beschuldigten werden daher auch Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz eingeleitet.

Am Folgetag stellte sich bei der genaueren Untersuchung des sichergestellten Pkw in einer Audi-Werkstatt schließlich heraus, dass im Bereich des Nebelscheinwerfers etwa 500 Gramm Marihuana in einer Plastiktüte versteckt waren. Die weitaus größere Menge Rauschgift war jedoch hinter der Lehne der Rücksitzbank versteckt. Vermutlich ausschließlich zu Zwecken des Rauschgiftschmuggels hatten die Beschuldigte hier fachmännisch eine zweite Rückwand zum Kofferraum einbauen lassen. Der hierdurch entstandene Hohlraum zwischen Lehne und Kofferraum war prall gefüllt mit Plastiktüten in denen sich Marihuana befand. Die Lehne der Rückbank ließ sich schließlich nur durch einen versteckten elektromechanischen Auslöseknopf entriegeln und öffnen.

Insgesamt wurden in dem Pkw 9,5 Kilogramm Marihuana von sehr guter Qualität sichergestellt. Der Verkaufswert der Drogen läge im Straßenhandel bei etwa 100.000  Euro.

Die Beschuldigten wurden vorläufig festgenommen, erkennungsdienstlich behandelt und aufgrund fehlender Haftgründe nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Die Ermittlungen zur Herkunft der Drogen dauern an.

Den Vorbericht lesen Sie hier: Großer Drogenfund in einem Auto

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