Frederik Schmitt ist neuer Erster Kreisbeigeordneter in Fulda

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Der CDU-Kreispolitiker wurde heute mit 70,8 Prozent der Kreistagsabgeordneten zum neuen Stellvertreter von Landrat Bernd Woide gewählt.

Osthessen. Auf der heutigen Kreistagssitzung in der "TV-Turnhalle” in Flieden wurde der einzige Bewerber um das Amt des Ersten Kreisbeigeordneten, Frederik Schmitt (CDU), mit 46 der insgesamt 65 gültigen Stimmen der Kreistagsabgeordneten gewählt. Er erhielt 19 Nein-Stimmen. Außerdem waren 13 Enthaltungen dabei. Die CDU-Fraktion im Kreistag verfügt über 43 Sitze.

Der Verwaltungsjurist Schmitt tritt damit die Nachfolge von Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) an, der im August als Oberbürgermeister ins Fuldaer Stadtschloss wechselt. Schmitt tritt sein Amt am 15. August dieses Jahres an und bleibt bis zum 14. August 2021 Erster Kreisbeigeordneter. In seiner Bewerbungsrede vor dem Plenum hatte er bereits einige Einblicke in das gegeben, was er als Vizelandrat im Kreis Fulda in Angriff nehmen möchte: Demografischer Wandel, Naturschutz, Tourismus und eine "Willkommenskultur für Flüchtlinge” waren wesentliche Themen.

Im ersten Wahlgang erreichte Schmitt die Mehrheit und wurde direkt nach der Wahl vom Kreistagsvorsitzenden Franz Rupprecht vereidigt. Landrat Woide verlas die Ernennungsurkunde.Frederik Schmitt ist Jahrgang 1980 und stammt aus Petersberg. Er ist Kreistagsmitglied, Mitglied im Umweltausschuss, Mitglied im "JU”-Landesvorstand und stellvertretender Vorsitzender der CDU Petersberg. Weiterhin engagiert er sich als Mitglied bei der "SG Steinau” und ist Leiter der Passionsspielgruppe sowie der Kirchenband Steinhaus/Steinau. Er studierte in Würzburg und arbeitete im Hessischen Innenministerium in Wiesbaden und ist derzeit Personalchef am Regierungspräsidium in Kassel. Er wurde vor kurzem zum Regierungsdirektor befördert. Die CDU-Kreistagsfraktion hatte den 34-Jährigen im Juni mit 90 Prozent der Stimmen als Bewerber vorgeschlagen, nachdem der zweite CDU-Kandidat Dr. Jan Gerhard seine Kandidatur zurückgezogen hatte. Schmitt ist mit Ester Schmitt-Eckart verheiratet, hat einen zweijährigen Sohn und lebt in Petersberg.

In der Debatte vor der schriftlichen und geheimen Wahl in der Fliedener TV-Turnhalle hatten Vertreter aller Parteien Statements abgegeben. Dr. Norbert Herr (CDU) sagte: "Frederik Schmitt ist der einzige der Bewerber, der alle Voraussetzungen erfüllt hat. Er hat das 1. und 2. Staatsexamen abgelegt und zudem entspricht er den Vorstellungen unseres Landrats Bernd Woide. Wir trauen ihm zu, ein guter Erster Kreisbeigeordneter zu sein, der auch unter Belastung gute Arbeit leisten wird.”

Helmut Schmidt (SPD), sagte, dass die SPD-Fraktion den CDU-Vorschlag nicht mittrage. Alja Epp-Naliwaiko (Bündnis’90/Die GRÜNEN) bestätigte, was ihre Fraktion bereits im Vorfeld angekündigt hatte: "Wir werden uns enthalten.” Denn viele der Grünen-Kollegen würden Schmitt nicht kennen. Zudem sagte Epp-Naliwajko: "Die Mehrheitsverhältnisse sind klar. Wir sehen keine Notwendigkeit, ihn zu unterstützen, damit er gewinnt.”

Mario Klotzsche (FDP) sprach an, dass Schmitt zwar ein "offener Geist, dem man gut zuhören” könne sei, seine Fraktion den Vorschlag jedoch nicht unterstützen würde. Thomas Grünkorn (CWE) hätte sich eine Auswahl gewünscht und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass der neue Erste Kreisbeigeordnete die Vorschläge der CWE aufnehmen werde.

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