Frei gesprochen

Fulda. Dass Leistung die Voraussetzung fr Erfolg ist, das wird heute in unserer Gesellschaft leider immer wieder in Frage gestellt

Fulda. Dass Leistung die Voraussetzung fr Erfolg ist, das wird heute in unserer Gesellschaft leider immer wieder in Frage gestellt, so Ralf Gutperl, Obermeister der Maler-Innung Fulda-Hnfeld anlsslich der Freisprechungsfeier des Maler-Nachwuchses im Deutschen Feuerwehrmuseum in Fulda. Und wenn Politiker und Gewerkschaften forderten, dass Leistung sich wieder lohnen msse, so Gutperl weiter, untermauerten sie damit etwas, was eigentlich selbstverstndlich sein sollte, dass nmlich jene, die arbeiteten, Anspruch auf ein hheres Entgelt haben sollten als jene, die nicht arbeiteten.

Gutperl beglckwnschte die jungen Leute zu ihrer tollen Leistung. Sie htten es verdient jetzt auch zu feiern und sie knnten stolz darauf sein, was sie geleistet htten. Um aber ein solches Ziel zu erreichen, msse man sich anstrengen. Das gelte nicht nur fr sportliche Erfolge, sondern auch fr Schule und Ausbildung. Gutperl appellierte an die jungen Leute, sich drei Dinge im Leben zu bewahren. Erstens sollten sie sich ihren Leistungswillen erhalten. Denn nur wer den Willen habe, etwas zu erreichen, der wrde es letztlich auch schaffen.

Zweitens sollten sie ihre Leistungsfhigkeit erhalten. Damit seien nicht nur solch selbstverstndliche Dinge wie krperliche Fitness und gesunde Lebensweise gemeint, sondern mindestens genauso die Fitness im Kopf. Denn auch beim Wissen und Knnen gelte: Mit der Leistungsfhigkeit sei es schnell vorbei, wenn man sie nicht weiterentwickeln, wenn man nachlassen und sich hngen lassen wrde. Die beruflichen Perspektiven seien zwar so gut wie selten zuvor. Aber den steigenden Leistungsanforderungen im Beruf knne man nur gewachsen bleiben, wenn man sich stndig weiterbilden wrde.

Und drittens empfahl Gutperl den jungen Leuten, Leistungstrger zu werden. Hierfr zitierte er J.F. Kennedy, der mal gesagt habe: Fragt nicht, was euer Land fr euch tun kann, sondern fragt, was ihr fr euer Land tun knnt. Das gelte auch fr sie, den Nachwuchs fr das Handwerk, so Gutperl. Wir alle fnden es heute selbstverstndlich, ber ein dichtes Sozialnetz, ber gute Straen, Schulen, Kindergrten, Krankenhuser und vieles andere mehr zu verfgen. An all das habe man sich gewhnt, und dennoch wrden an den Staat und die Gesellschaft immer neue Forderungen gestellt. Aber nur wer viel leisten wrde, knne sich auch viel leisten. Was wir aber bruchten, wren nicht stndig neue Leistungsantrge, sondern mehr Leistungstrger. Menschen die Initiative zeigten, die mehr als nur Eigenleistung fr sich selbst und die Steuern fr den Statt erbrchten, die sich darber hinaus einsetzen fr andere Menschen, die in Vereinen, Organisationen und Parteien ehrenamtlich ttig seien. Das Motto msse lauten: Tragen statt klagen, wagen statt wegschauen.

Dank richtete Gutperl abschlieend an die Ausbildungsbetriebe, an die Eltern der Nachwuchsgesellinnen und gesellen sowie an die Ferdinand-Braun-Schule, die letztlich alle ihren Teil zum Erfolg der jungen Leute beigetragen htten. Gruworte berbrachten Ekkehard Kratzer, Schulleiter der Ferdinand-Braun-Schule Fulda sowie Dietmar Weidenbrner von der Kreishandwerkerschaft Fulda. Als prfungsbeste Gesellen geehrt wurden als Maler David Kraus aus dem Ausbildungsbetrieb Elke Gass in Gersfeld-Mosbach sowie als Fahrzeuglackierer Timo Langer aus dem Ausbildungsbetrieb Michael Aha in Hnfeld.

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