"Kein Thema": Freiensteinaus Bürgermeister Sascha Spielberger tritt nochmal an

Wahl voraussichtlich am 23. August / "Überrascht, wie schnell die sechs Jahre vorbei gegangen sind"

Freiensteinau - Seit nunmehr sechs Jahren im Amt, will es Sascha Spielberger, nochmals wissen: Der Bürgermeister von Freiensteinau im Vogelsbergkreis kandidiert erneut für das Amt des Verwaltungschefs im „Blauen Eck“. Dies bestätigte der 43-Jährige im Gespräch mit „Fulda aktuell“. 2014 hatte sich Spielberger in einer Stichwahl mit 72,3 Prozent der abgegebenen Stimmen deutlich gegen seinen Kontrahenten Andreas Schwenz durchgesetzt, der auf 27,7 Prozent Zustimmung gekommen war.

Der im Freiensteinauer Ortsteil Gunzenau aufgewachsene Spielberger hatte mit seiner Frau zwar in Freigericht gelebt, arbeitete aber schon lange im Rathaus Freiensteinau. Zuletzt als Leiter des Hauptamts unter dem früheren Bürgermeister Friedel Kopp, als dessen Wunschkandidat er vor sechs Jahren galt. Die Wahl werde aller Voraussicht nach am 23. August stattfinden, sagte Spielberger, der inzwischen wieder in Gunzenau zu Hause ist, eine eventuelle Stichwahl zwei Wochen später, am 6. September. Ein weiterer Kandidat ist bislang noch nicht öffentlich geworden.

Dass er erneut antreten werde, sei für ihn eigentlich kein Thema gewesen. „Vielmehr bin ich überrascht darüber, wie schnell die sechs Jahre vergangen sind“. Auch diesmal wolle er als parteiunabhängiger Kandidat ins Rennen gehen, so der 43-Jährige, der die Atmosphäre in allen Gremien der Gemeindevertretung des „Blauen Ecks“ lobend erwähnte – wohl wissend, dass dies nicht immer so gewesen war. Nun aber stünden themenbezogene Diskussionen auf der Tagesordnung, und es würden auch fraktionsübergreifende Entscheidungen gefällt.

Wenn er vom Wähler mit einem erneuten Auftrag für weitere sechs Jahre ausgestattet werde, dann wolle er den Prozess fortsetzen, der eingeleitet worden sei. „In erster Linie will ich weiter daran arbeiten, dass sich unsere Gemeinde so attraktiv präsentiert, dass einer Landflucht entgegengewirkt wird“. Dazu zähle unter anderem die ärztliche Versorgung. Gerade in diesem Punkt wurden in jüngster Zeit wichtige Schritte eingeleitet, wie die Einrichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ). Der Vogelsbergkreis hatte mit Freiensteinau und Grebenhain die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft für ein solches MVZ beschlossen.

Wichtig für ein attraktives und funktionierendes Gemeinwesen sei auch die entsprechende Infrastruktur. Dazu gehörten die Breitbandversorgung ebenso wie der Öffentliche Personennahverkehr. Und auch bei  der Schaffung von Wohnraum sei Freiensteinau auf einem guten Weg, so Spielberger.

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