Freiwillige Feuerwehr: Immer einsatzbereit

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Fulda. Wenn es irgendwo brennt, kommt die Feuerwehr, doch nur die wenigsten wissen, dass viele der Feuerwehrleute ehrenamtlich tätig sind.

Fulda. Wenn  es irgendwo brennt, kommt die Feuerwehr. Wenn der Keller überflutet ist, kommt die Feuerwehr. Wenn es einen schweren Autounfall gibt, kommt die Feuerwehr. Schon jedes Kind weiß das und kennt die Notrufnummer "112". Doch nur die wenigsten wissen, dass viele der Feuerwehrleute, die zu einem Einsatzort kommen, ehrenamtlich tätig sind.

Im "Feuerwehr-Stützpunkt Fulda-Nord", in der Daimler-Benz-Straße 3, gibt es rund 60 Feuerwehrleute. Sie alle sind ehrenamtlich tätig, üben einen ganz normalen Beruf aus. Doch, sobald der Pieper geht, müssen sie von ihrer Arbeit weg, Feiern zwischendurch verlassen oder verpassen den Balletauftritt ihrer Töchter. Denn: Sie sind Feuerwehrleute mit Leib und Seele und wenn es piept, heißt es, dass ihre Hilfe benötigt wird. "Wir sind natürlich schon eingeschränkter in unserem Leben, weil es ja immer sein kann, dass wir ausrücken müssen. Aber wir machen das gerne", erklärt Jürgen Dietrich, Wehrfürer der "Feuerwehr Fulda-Nord".

Ganz allein schafft die Freiwillige Feuerwehr all die Arbeit natürlich nicht. "Die hauptamtlichen Kräfte arbeiten ganz eng, Hand in Hand, mit der Freiwilligen Feuerwehr zusammen", erklärt Bernd Gottschalk, Vize-Chef der Feuerwehr Fulda. "Finanziell wäre es gar nicht machbar, nur hauptamtliche Kräfte zu haben. Natürlich wird geschaut, dass bei kleineren Einsätzen nur die hauptamtlichen Kräfte eingesetzt werden, damit die Ehrenamtlichen nicht andauernd aus ihrem Alltag heraus gerissen werden. Äste auf der Straße oder brennende Mülleimer übernehmen wir zum Beispiel. Man kann sagen, der eine könnte nicht ohne den anderen."

Einen großen Unterschied zwischen ehren- und hauptamtlichen Feuerwehrkräften gibt es am Einsatzort nicht. "Wir haben die gleiche Ausrüstung, ähnliche Qualifikationen, und können ganz genau so helfen, wie hauptberufliche Feuerwehrkräfte", erklärt Uwe Sauer, stellvertretender Wehrleiter der "Feuerwehr Fulda-Nord".

Die Ansprüche an Feuerwehrleute sind extrem hoch – auch an die Freiwilligen: Zwei Jahre Grundausbildung, am besten noch eine Atemschutzausbildung, regelmäßige körperliche Untersuchungen und vieles mehr.

Jugendfeuerwehr

Die meisten Feuerwehrleute haben schon als Kind oder Teenager in der Jugendfeuerwehr mitgewirkt. So auch Uwe Sauer, Jürgen Dietrich und Bernd Gottschalk."Auch bei uns gibt es eine Jugendfeuerwehr. Immer donnerstags um 18 Uhr treffen sich die Kinder und Jugendlichen bei uns auf dem Stützpunkt. Neben Feuerwehrtechnischer Ausbildung stehen auch Spiel und Spaß auf dem Dienstplan. Außerdem ist die Teilnahme an Wettkämpfen ein Bestandteil der Jugendarbeit. Jeder ab zehn Jahren kann mitmachen", erklärt Dietrich. "Die Zahlen in der Jugendfeuerwehr sind leider insgesamt rückläufig, somit freuen wir uns über jeden, der zu uns kommt und den wir vielleicht mit unserer Leidenschaft für die Feuerwehr anstecken können", sagt Sauer.

Tag der offenen Tür

Am Samstag, 6. September, veranstaltet die "Feuerwehr Fulda-Nord" einen "Bayerischen Abend" mit Live-Musik und zünftigem Essen. Am Sonntag, 7. September, gibt es einen Tag der offenen Tür. Ab 10 Uhr können sich Interessierte die Fahrzeuge und Gerätschaften der Feuerwehr anschauen, es gibt Vorführungen der Jugendfeuerwehr, Kinderschminken und einen Spieleparcours.

Weitere Informationen zur "Freiwilligen Feuerwehr Fulda-Nord" gibt es auch im Internet unter www.feuerwehr-fulda-nord.de .

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