Freiwillige Quarantäne bei Warn-App-Warnung?

Wenn die „Corona-Warn-App“ warnt, gilt es, vorsichtig zu sein – aber nicht in Panik zu geraten
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Wenn die „Corona-Warn-App“ warnt, gilt es, vorsichtig zu sein – aber nicht in Panik zu geraten

Was zu tun ist, wenn die „Corona-Warn-App“ ein „Erhöhtes Risiko“ anzeigt.

Osthessen Rund 40 Millionen Downloads verzeichnet die Bundesregierung bei der „Corona Warn App“. Diese Smartphone-App wurde entwickelt, um Infektionsketten schneller unterbrechen zu können. Seit September 2020 sollen laut Bundesregierung mehr als zehn Millionen Nutzer der App über Risikokontakte informiert worden sein.

Wenn ein App-Nutzer Kontakt zu einer mit COVID-19 infizierten Person hatte, warnt die App und zeigt ein „Erhöhtes Risiko“ an. Es wird auch angezeigt, an welchem Tag die Risikobegegnung stattgefunden hat.

Was ist zu tun, wenn gewarnt wird? „Die Corona-Warn-App informiert Sie lediglich darüber, dass Sie Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, während diese aller Wahrscheinlichkeit nach ansteckend war. Das bedeutet nicht, dass Sie sich auch tatsächlich angesteckt haben, jedoch, dass ein Risiko besteht“, so die „Verbraucherzentrale Hessen“.

Die App selbst gibt die Empfehlung, sich möglichst direkt nach Hause zu begeben und Kontakt zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der bundesweit einheitlichen Nummer 116117 oder dem Hausarzt aufzunehmen. Gleiches empfiehlt auch der Landkreis Fulda auf seiner Internetseite.

Auf der Website der „Corona-Warn-App“ (www.coronawarn.app) des „Robert-Koch-Instituts“ wird geraten, sich bei einer roten Warnung in eine freiwillige Quarantäne zu begeben. „Verzichten Sie nach Möglichkeit auf Besuche und Aktivitäten, bei denen Sie mit anderen Menschen zusammenkommen. Lassen Sie sich Lebensmittel liefern oder bitten Sie jemanden, die Einkäufe zu erledigen, meiden Sie öffentliche Verkehrsmittel so gut es geht und verzichten Sie auf Flug- und Zugreisen“, so das RKI. Sollte Homeoffice möglich sein, sollte man mit seinem Arbeitgeber sprechen, bei Krankheitssymptomen auf jeden Fall Kontakt mit dem Hausarzt aufnehmen.

Das „RKI“ empfiehlt, bei roter Warnung einen Corona-Test zu machen. Dies müsse nicht notwendigerweise ein (kostenloser) PCR-Test sein. Bis das Ergebnis des Tests feststeht, sollte man sich laut „RKI“an die Handlungsempfehlungen halten.

Sollte das Ergebnis eine Antigen-Schnelltests positiv sein, ist ein PCR-Test beim Hausarzt oder in einem Testzentrum laut „RKI“ angeraten. „Sobald Ihr Schnelltest- oder PCR-Testergebnis vorliegt, teilen Sie es möglichst schnell mit der ,Corona-Warn-App‘. So können Sie Ihre Kontakte warnen und dazu beitragen, die Infektionskette schnell zu beenden“, so das „RKI“.

Per Bluetooth erkennen sich Smartphones, auf denen die App installiert ist, und tauschen eine bestimmte Zahlenkombination aus. Diese IDs werden auf jedem Gerät alle 24 Stunden neu erstellt. Hat eine Person in ihrer App angegeben, dass sie positiv getestet wurde, werden alle Personen, mit denen der Infizierte in den vergangenen 14 Tagen Kontakt hatte – das kann auch in einem Zug oder einem Restaurant gewesen sein – von der App gewarnt.

Das „RKI“ empfiehlt übrigens, die „Corona-Warn-App“ in Testzentren kurzzeitig abzuschalten. Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass dort in den Warteschlagen infizierte Menschen stehen. Damit soll laut „RKI“ auch verhindert werden, dass mit der aktuellen Omikron-Welle die Testzentren und Labore überlastet werden.

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