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Klimastreik am 25. März auch in Fulda

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Fridays for Future in Fulda.
Fridays for Future in Fulda. © Göbel

Fridays for Future beteiligt sich am 215. März und zieht Bilanz der ersten 100 Tage der Koalition

Fulda. „Fridays for Future Fulda“ kündigt an, sich am 25. März am zehnten globalen Klimastreik zu beteiligen. Die weltweite Bewegung streikt 2022 bereits im vierten Jahr. Auch in Fulda finden bereits seit Anfang 2019 Klimaproteste statt.

Die Aktivistinnen und Aktivisten fordern die Regierungen weltweit auf, die Erderhitzung auf 1,5 Grad gegenüber vorindustriellen Niveau zu begrenzen und Profite einiger Konzerne nicht über das Leben von Menschen zu stellen. „Fridays for Future Deutschland“ wird außerdem am 25. März Bilanz über die ersten 100 Tage der Regierung ziehen, nachdem kurz nach der Bundestagswahl Forderungen an die Ampel-Koalition gestellt wurden.

„Eine Regierung, die einen fossilen Energieträger durch den nächsten ersetzt und schulterzuckend die Klimaziele für die nächste Jahre abschreibt, hat die Dringlichkeit der Klimakrise offensichtlich nicht verstanden. Deswegen gehen wir zum wiederholten Mal in Fulda zum globalen Klimastreik auf die Straße, um global einzufordern, was für eine klimagerechte Welt notwendig ist”, sagt Kira Bönisch aus Fulda.

Zuletzt kritisierte „Fridays for Future“ die Bundesregierung für ihren Umgang mit den Taxonomie-Plänen der EU. Die Bewegung hatte eine klare Ablehnung der Einstufung von fossilem Gas als nachhaltigen Energieträger gefordert. Dem war die Bundesregierung in ihrer Stellungnahme zur Taxonomie nicht nachgekommen. In Fulda setzen sich die Aktivisten unter anderem für eine Autofreie Innenstadt, Klimaneutralität, den Ausbau der Radwege und einen besseren ÖPNV ein.

International kritisiert die Bewegung unter dem Motto #PeopleNotProfit , dass ambitionierte Klimapolitik häufig zugunsten von Konzerninteressen ausgebremst wird und die Perspektiven und Forderungen von Menschen aus schon heute stark von der Klimakrise betroffenen Staaten meist nicht in klimapolitische Entscheidungen einbezogen werden.

Selina Ruhl erklärt: „Wir streiken, damit Menschenleben wichtiger werden als Gaskonzerne, Wälder wichtiger als ein Kohletagebau und gerechte Lebensverhältnisse wichtiger als die Gewinne einiger Autofirmen. Intakte Ökosysteme können wir nur durch sofortige Emissionsreduktion erhalten – es wird Zeit, dass Regierungen weltweit dementsprechend handeln.”

Der Streik wird unter den gegebenen Corona-Maßnahmen stattfinden. Nähere Informationen zur Aktion wird die Ortsgruppe bald bekannt geben

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