Friedens-Bischof: Fuldas Oberhirte Heinz Josef Algermissen ist 70

Fulda. "Pax christi" ist froh und dankbar, "dass wir Sie als Präsidenten haben, der die christliche Berufung für ein prophetisches Ze

Fulda. "Pax christi" ist froh und dankbar, "dass wir Sie als Präsidenten haben, der die christliche Berufung für ein prophetisches Zeugnis in unserer Zeit so mutig annimmt und ihr so deutlich Ausdruck gibt", heißt es im Glückwunschschreiben der Vizepräsidentin Wiltrud Rösch-Metzler an Bischof Heinz Josef Algermissen, der am gestrigen Freitag, 15. Februar, seinen 70. Geburtstag feierte. Seit 2002 ist Fuldas Oberhirte "pax christi"-Präsident.

Algermissen wurde am 15. Februar 1943 in Hermeskeil bei Trier geboren. Bereits während seiner Zeit als Studentenseelsorger an der Gesamthochschule Paderborn (1974 bis 1979) kam er in Kontakt mit "pax christi". Als Präsident der deutschen Sektion der Internationalen Katholischen Friedensbewegung "pax christi" setzt sich Algermissen seit nunmehr über zehn Jahren neben den vielfältigen Aufgaben in seiner Diözese Fulda für Friedensthemen ein.

Im Juli 1996 wurde Algermissen von Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Labicum (einem erloschenen Bischofssitz in Italien) und Weihbischof in Paderborn ernannt. Die Bischofsweihe empfing er am 21. September 1996 durch Erzbischof Dr. Johannes Joachim Degenhardt. In der Deutschen Bischofskonferenz gehört Algermissen der Liturgiekommission und der Ökumenekommission an. Am 20. Juni 2001 wurde Algermissen von Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Fulda ernannt und am 23. September in sein Amt eingeführt. Im September 2002 wurde er zum Präsidenten von pax christi gewählt. Seit 2003 ist er Komtur mit Stern im Ritterorden von Hl. Grab zu Jerusalem.

Fuldas Bischof mahnt seit Jahren den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und die Abrüstung der Atomwaffen an. Er kritisiert Rüstungsexporte aus Deutschland in Krisenregionen und die hohen Militärausgaben in unserem Land und in unserer Welt. Er tritt ein für einen gerechten Frieden in Israel und Palästina und unterstützt das Glaubens- und Friedenszeugnis der Christen im Heiligen Land. Mit "pax christi" hat Algermissen die Konzentrationslager Auschwitz und Birkenau besucht und an die Verantwortung des deutschen Volkes gegenüber dem jüdischen und polnischen erinnert. Algermissens Tätigkeit als Vizepräsident des von "pax christi" mitgegründeten "Maximilian-Kolbe-Werks" lässt ihn für ehemalige polnische Zwangsarbeiter eintreten.

Sein besonderes Anliegen ist der entschiedene Einsatz gegen jede Form von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. In der Deutschen Bischofskonferenz ist Algermissen der Anwalt für Friedensarbeit und Friedenspolitik und für eine politische Spiritualität, die sich der Gewalt in der Welt stellt und diese aus dem Frieden Christi heraus zu überwinden sucht. Der Oberhirte erhofft sich eine Weiterentwicklung des Bischofskonferenzpapiers "Gerechter Friede", das die Spaltung der Welt durch Terrorakte und Antiterrorkriege thematisiert und an ihrer Versöhnung arbeitet. Neue Entwicklungen wie Drohnen sind dazugekommen und sollten in einer deutlichen Sprache eingeordnet werden.

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