Frischer Wind bei FFH mit Evren und Horst

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Seit Anfang des Jahres hat Hit-Radio FFH ein neues Morningshow-Team.

Bad Vilbel. Der Zeitpuffer von einer Stunde war nicht ganz verkehrt. Denn der Staupilot zeigte fast permanent auf "rot".  Um 8.30 Uhr war die Ankunft im FFH-Funkhaus geplant – und es klappte tatsächlich noch auf die Minute genau, obwohl uns der morgendliche Berufsverkehr auf den letzten drei Kilometern vor Bad Vilbel doch einige Nerven und vor allem Zeit kostete.

Die (Warte-) Zeit verkürzten, versüßten und verschönerten  uns Evren und "der Horst":  Im Autoradio lief deren FFH-Morningshow. Ab 8.35 Uhr hatten wir dann das Vergnügen, die letzten Minuten der bis 9 Uhr dauernden Morgensendung live miterleben zu dürfen. Geboten wurden gute Laune pur und hochinteressante Informationen aus erster Hand. "Es ist spannend zu sehen, wie hier die Informationen aus den sechs Regionalstudios aus ganz Hessen gebündelt ankommen, gefiltert und mundgerecht für die Livesendung aufbereitet werden – quasi Just in time-Journalismus, der sich von dem Redaktionsalltag eines Printmediums wie unserer Wochenzeitung wesentlich unterscheidet,", sagte "Fulda aktuell"- Objektleiter Michael Schwabe zu FFH-Pressesprecher Dominik Kuhn, der den Besuch im Studio und das anschließende Pressefrühstück in der FFH-Kantine mit Evren, "dem Horst" und "Wettergott Gudd" auf den Weg gebracht und organisiert hatte.

Sympathisch, authentisch, glaubwürdig, einfach ehrlich-echt, eben so, wie sie auch über den Äther ‘rüberkommen, präsentierten sich die beiden Moderatoren und der Wetterfrosch. Evren Gezer, bekennende Offenbacherin mit türkischen Wurzeln und glühender "OFC"-Fußballfan, ist seit 2003 bei FFH und moderierte zuvor diverse Sendungen bei Hessens größtem Privatsender. Auch ist sie Teil des FFH-Comedy-Teams, unter anderem "Ankes Tanke".

Neu im Bunde ist seit Anfang Januar Horst Hoof. Der gebürtige Pfälzer aus Grünstadt kommt von "Radio Hamburg" nach Hessen und wurde 2013 mit dem "Deutschen Radiopreis" in der Kategorie "Beste Morgensendung" ausgezeichnet.

Dritter im Morningteam von FFH-Radio und das kongeniale Moderatoren-Duo optimal ergänzend ist Dr. Martin Gudd. Der Diplom-Meteorologe und gebürtige Fuldaer "macht" kompetent das Wetter für immerhin sechs hessische Regionen, die gleichbedeutend mit den Regionalstudios sind.

Nur eines von vielen Pfunden, mit denen FFH wuchern  kann. Und gerade zur Prime-Time am Morgen zwischen 5 und 9 Uhr möchte man (frau) am Frühstückstisch, im Bad oder auf dem Weg zur Arbeit mit viel Schwung, Spaß, tollen Ideen, aktuellem Service,  Personality-News, Verkehrsmeldungen, Nachrichten und natürlich flotter Musik versorgt und unterhalten werden.

Dafür müssen die Moderatoren und der Wettermann früh  aufstehen und entsprechend zeitig am Abend zu Bett gehen. Um 3.30 Uhr klingelt bei Horst der Wecker, um 4.15 bei Evren. Da ist Martin Gudd schon auf der Piste, der fährt jeden Tag 100 Kilometer über die Autobahn von Bad Kreuznach ins Bad Vilbeler Funkhaus und wieder zurück.

Am Nachmittag ist bei allen Dreien  dann "Powernapping" angesagt, wobei spätestens nach einer halben Stunde bei Martin, nach einer  Stunde bei Horst und um 15 Uhr bei Evren das Nickerchen zwischendurch schon wieder beendet ist. Gudd reichen 30 Minuten Schlaf. Bei Hoof fordern Ehefrau Inke und Goldendoodle-Hund "Mo" ihren zeitlichen Anteil ein. Und Gezers dreijähriger Sohn Bruno will mit Mama nach dem Abholen aus dem Hort durch Pfützen tappen, den Schnee stapfen oder auf dem Spielplatz im Sand buddeln. Und der dreimal wöchentliche Gang ins Fitnesstudio gehört auch noch zum Ausgleichsprogramm von Evren.

Den Dreien ist klar, dass sie trotz ihres relativ strikt getakteten Tagesablaufs an fünf Tagen die Woche ihren Traumjob gefunden haben. Obwohl jeder in Kinder- und Jugendjahren zu Hause "klassisch" vor dem Kassettenrekorder saß, entwickelte sich der Wunsch, hinter dem Mikrofon zu stehen, eher peu a peu und war auch von einigen Zufällen begleitet – ob es ein Praktikum, Studentenjob oder das außergewöhnliche Comedy-Talent war.Doch jede Livesendung wird erst durch die vorbereitenden Arbeiten vieler Kollegen im Hintergrund ermöglicht, lobten  Evren und Horst ihr Morningshow-Team und die Privilegien, die sie bei FFH genießen. "Wir machen die Kür,  60 bis 70 Prozent der Vorarbeiten werden im Hintergrund geleistet." Beginnend mit der redaktionellen Besprechung am Vorabend über die Unterstützung der Regionalreporter bis hin zum Nachrichtenredakteur.

Highlights der Moderatoren im Studio und an anderen Locations sind natürlich die Interviews mit den Prominenten dieser Welt. Bei Evren war das eindeutig Anastacia. "Diese Frau strahlt von Innen heraus, hat keine Starallüren, ist absolut authentisch,  lustig,  und hat völlig unbefangen über ihre Krebserkrankung gesprochen." Aber auch ein gemeinsames Schminken mit Bülent Ceylan in der Toilettenanlage der "Commerzbank-Arena" ist – mit gewissen Einschränkungen und Abstrichen ­ – in diese Kategorie einzuordnen. Bei Hoof waren es Stargeiger David Garrett  und Smudo, die er selbst auf der Gitarre begleiten durfte. Und die gemeinsame Moderation mit Barbara Schöneberger bei der Verleihung des "Deutschen Radiopreises". Außerdem ist "der Horst"  großer Fan von Bosse, der unlängst Evren einmal krankheitsbedingt in der Morning-show vertrat.

Nicht zurückhalten können sich Evren und Horst indes, wenn es um die unmittelbaren Kontakte zu ihren Fans "da draußen" geht. Als (Co-)Moderatoren auf den FFH-Bühnen des Hessentages bei "Just white"  vor 30.000 Leuten oder bei der Moderation eines Musikevents.  "Wenn du deine Hörer triffst, dann ist das ein tolles Gefühl. Wenn du mittendrin bist und die dir sagen: Egal, wo ich durch Hessen fahre, ich sehe eure Plakate. Ich höre euch so gerne im Radio. Selbst wenn die Leute manchmal kritisieren, dieses oder jenes war nicht so gut."Was bleibt ist die Frage an eine mögliche Karriere vor der Kamera. Evren: "Ich möchte nicht weg von FFH. Ich fühle mich hier sauwohl. Das ist wie eine große Familie. Wir haben ein tolles Arbeitsklima. Das Umfeld passt. Selbst auf meine privaten Umstände als Mama wird eingegangen. " Und mit einem Augenzwinkern: "Allenfalls wenn mir RTL eine einstündige Personality-Show anböte, in der ich machen dürfte, was ich wollte, würde ich kurz ins Grübeln geraten."  Und Horst ergänzt:   "Mit dem, was ich gerade mache, bin ich sehr glücklich. Und das möchte ich so lange wie möglich machen."

Media-Analyse: Hit Radio FFH baut Spitzenposition aus

Zwei Mal pro Jahr, im Frühjahr und im Sommer, werden die Einschaltquoten aller deutschen Radiosender veröffentlicht. Um Punkt 9 Uhr gab es heute die aktuellen Zahlen. Die Ergebnisse für den hessischen Radiomarkt sind deutlich: HIT RADIO FFH ist seit 26 Jahren in Folge der meistgehörte Sender des Landes und steigert seine Hörerzahl noch einmal um 8,3 Prozent. Der Privatsender FFH gewinnt und erreicht nun 2,6 Millionen Hörer am Tag und 586.000 Hörer pro Stunde. Wettbewerber hr3 landet abgeschlagen auf Platz 2 mit 321.000 Hörern pro Stunde. planet radio, das junge Programm aus dem Haus der Radio/Tele FFH, ist mit 98.000 Hörern pro Stunde und 681.000 Hörern pro Tag die Nummer 1 im jungen Segment vor hr-you.fm (92.000 Hörer pro Stunde). harmony.fm ("Good times. Good music.") legt um satte 84 Prozent auf 59.000 Hörer pro Stunde (294.000 Hörer pro Tag) zu. Dies sind die Ergebnisse der am 2. März veröffentlichten Media-Analyse.FFH-Geschäftsführer und Programmdirektor Hans-Dieter Hillmoth: "Wir haben alle Ziele erreicht: Nach plus 13 Prozent im Vorjahr bei HIT RADIO FFH jetzt noch mal acht Prozent oben drauf – das ist schwer zu toppen! Ich bin stolz auf die FFH-Mannschaft und unseren Erfolg. Schön, dass die neue FFH-Frühsendung mit "Evren und ihrem Horst" diesen Erfolg als Rückenwind mit auf den Weg nimmt. Unser Ansporn ist es, Radio jeden Tag ein bisschen neu zu erfinden. Hessen ist spannend, wir legen uns für die Menschen hier ins Zeug."Die Programme der Radio/Tele FFH stehen im Wettbewerb mit den sechs Programmen des Hessischen Rundfunks (hr), fünf privaten Radiosendern (Domradio, Radio Bob, Radio Teddy, Klassik Radio, Antenne Frankfurt), sieben nichtkommerziellen Radioangeboten in Hessen sowie nach Hessen einstrahlenden Sendern und mehr als 50.000 Webradios aus aller Welt, die auch in Hessen zu empfangen sind. Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (Zusammenschluss von 260 Unternehmen aus Werbe- und Medienwirtschaft, darunter alle privaten und öffentlich-rechtlichen Radiosender) veröffentlicht zweimal im Jahr das  Ranking der Radiostationen, die Media-Analyse. Dafür wurden in ganz Deutschland 77.266 repräsentativ angelegte Interviews geführt.

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