Geschäftsführerin Jutta Ressel im Interview.

Friseure im Unmut über Schließungen

Friseure sind seit Monaten geschlossen.
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Friseure sind seit Monaten geschlossen.

Geschäftsführerin Jutta Ressel möchte endlich wieder ihre Friseursalons öffnen können.

Fulda. Neben dem Einzelhandel und der Gastronomie müssen auch Friseure weiterhin geschlossen bleiben. Für viele Friseure ist dies eine harte Zeit. „Fulda aktuell“ hat mit Jutta Ressel, Geschäftsführerin der „Ressel GmbH“, „Cutting Crew“ und „Haargalerie“ gesprochen.

FULDA AKTUELL: Wie stellt sich für Sie die aktuelle (Corona) - Situation da?

JUTTA RESSEL: Die aktuelle Situation stellt sich als sehr fragwürdig dar und man kann nicht mehr alles nachvollziehen. Die hygienischen Maßnahmen bei den Friseuren wurden nach dem ersten Lockdown von allen Kollegen aus der Innung eingehalten und praktiziert. Aus der aktuellen Situation jetzt, sehen wir das Problem, dass durch sogenannte Heimbesuche oder auch eventuell im Hinterzimmer die hygienischen Maßnahmen nicht eingehalten werden. Uns ärgert es, dass wir sehr viel frisch gestylte Haare erkennen und auch in der politischen Ebene wenig Gehör finden.

Den Irrglauben, das schon Soforthilfen geflossen sind zerplatzt momentan wie eine Seifenblase. Und auch Ängste der Mitarbeiter werden deutlich.

FA: Welche beruflichen Möglichkeiten gab es in der Zeit?

RESSEL: Berufliche Möglichkeiten gab es in der Pandemie nicht, es sei denn, dass sich die Mitarbeiter in ‚Hybrid Seminaren‘ weiterbilden konnten. Ein Dankeschön an unseren Partner Kao, die das möglich gemacht haben. Auch die Ausbildung der Auszubildende ist nur in begrenzter Form möglich. Und auch das ist ein Problem.

FA: Wie haben Ihre Mitarbeiter und Kunden auf den Lockdown reagiert?

RESSEL: Diese Schließung die innerhalb von zwei Tagen vollzogen worden ist, war und ist ein Alptraum für unsere Mitarbeiter und auch für die Kunden. Ich finde Friseure, der Einzelhandel und auch die Gastronomie haben die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen von Anfang an gut umgesetzt.

Der erste Lockdown und auch der zweite Lockdown ist nicht die Strategie, die wir für die Wirtschaft brauchen. Gerade die genannten Berufszweige haben dazu beigetragen, dass es ein kontrolliertes Miteinander gab.

FA: Wie haben Sie die Zeit verbracht in der Sie nicht arbeiten konnten?

RESSEL: Wir haben unsere Energie in Weiterbildungen, Abwicklung und Organisation für die Eröffnung gesteckt.

FA: Haben Sie die Hoffnung das ab dem 15. Februar Lockerungen kommen könnten?

RESSEL: Wir hegen keine Hoffnung, sondern sind bereit für den Start am 15. Februar. Jetzt heißt es, dass wir es nur zusammen schaffen.

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