Das Friseurhandwerk benötigt kreative Talente

Fulda. 9 junge Nachwuchstalente, deren Eltern und Freund sowie Vertreter der Ausbildungsbetriebe konnte Obermeister Michael Weber auf der Freisprech

Fulda.9 junge Nachwuchstalente, deren Eltern und Freund sowie Vertreter der Ausbildungsbetriebe konnte Obermeister Michael Weber auf der Freisprechungsfeier der Friseur-Innung Fulda in der Propstei Johannesberg begrüßen. Weber beglückwünschte sie zur bestanden Gesellenprüfung. Dies sei eine Leistung, worauf sie stolz sein könnten und  die es heute Abend zu würdigen gälte. Allerdings wies der Obermeister auch daraufhin, dass 19 junge Gesellinnen und Gesellen zur Sicherung des Nachwuchses im Fuldaer Friseurhandwerk eigentlich zu wenig seien. Auch im Friseurhandwerk würde der Fachkräftemangel so langsam offensichtlich  werden.

Manfred Schüler, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Fulda, beschäftigte sich in seiner Festrede insbesondere mit der privaten und beruflichen Zukunft der jungen Gesellinnen und Gesellen. "Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, wie Ihr weiterer persönlicher Lebensweg aussehen soll und wo Sie in 20 Jahren stehen möchten?", richtete  Schüler seine Frage an den Friseurnachwuchs. Er hoffe, dass jeder der frischgebackenen Nachwuchsgesellinnen und Gesellen den Beruf aus ehrlicher Überzeugung gewählt habe. Der Friseurberuf sei kein Schreibtischjob, sondern ein Beruf, der gestalterisches Talent und viel Kreativität erfordere. Natürlich gäbe es, wie in jedem anderen Beruf, auch mal Phasen, wo der Beruf einem weniger Spaß mache, dennoch sollte man sich dadurch nicht entmutigen  und die Freude und den Schneid abkaufen lassen. Wer seinen Beruf lebe und sein Können ständig weiter entwickle, bräuchte sich um seine berufliche Zukunft keine Sorgen zu machen, so Schüler. Denn auch im Friseurhandwerk würden in Zukunft gute Fachkräfte händeringend gesucht.

Stefan Otterbein, Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses, dankte allen ehrenamtlich Beteiligten für die gute und reibungslose Durchführung der Gesellenprüfung. Zum zweiten Mal sei  die so genannte gestreckte Gesellenprüfung durchgeführt worden, bei der bereits das Ergebnis der ehemaligen Zwischenprüfung, die jetzt nach der neuen Prüfungsordnung Gesellenprüfung Teil 1 heißt,  mit 25 Prozent in das Endergebnis eingehe. Dies hätte sich bewährt, so Otterbein, da die Auszubildenden von Beginn an besser motiviert seien. Als Prüfungsbeste ausgezeichnet wurde Selina Abel aus dem Ausbildungsbetrieb Monika Dechant in Hünfeld.

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