Frühjahrssynode

Henry Eulers Dekanats-Bild auf Frhjahrssynode vorgestelltVogelsbergkreis. Ein Hirsch grast hinter der Sickendorfer Kirche. Bis vor kurzem stand

Henry Eulers Dekanats-Bild auf Frhjahrssynode vorgestellt

Vogelsbergkreis. Ein Hirsch grast hinter der Sickendorfer Kirche. Bis vor kurzem stand er noch auf grnem Feld, doch die Bauarbeiten auf der neuen Kunstpostkarte des Lauterbacher Knstlers Henry Euler, die jetzt im Rahmen der Frhjahrstagung den Synodalen des Evangelischen Dekanats Vogelsberg vorgestellt wurde, waren vorbildlich.

Doch von Anfang an: Im vergangenen Herbst suchte der ffentlichkeitsbeauftragte des Dekanats, Ralf Drschner, eine Ansichtskarte fr Freunde in Berlin. Vor einem Postkartenstnder am Lauterbacher Marktplatz entdeckte er die Motive Eulers, die ihm fr die Grostdter als sehr geeignet erschienen. Zurck im Bro kam Drschner die Idee, den Maler anzusprechen, ob er sich vorstellen knne, ein Bild mit den vielen groen und kleinen Kirchen im Dekanat zu realisieren. Henry Euler zeigte sich sofort bereit und machte sich an die Arbeit. Glcklicherweise sind im Bildarchiv der ffentlichkeitsarbeit die Abbildungen der allermeisten Gotteshuser vorhanden gewesen.

Auf diese Weise konnte sich der Knstler einen ersten Eindruck verschaffen, was alles auf dem annhernd DIN-A-3 groen Blatt unterzubringen wre. Allerdings machte er sich im Laufe der Arbeit doch noch einmal selbst auf den Weg, und schaute sich die eine oder andere der Kirchen vor Ort an. Vor einigen Wochen war das Blatt dann vorlufig fertig gestellt und Euler bergab es im Dekanatsbro zur Abnahme. Dekan Dr. Volker Jung, der die Idee von Anfang an untersttzt hatte, schlug vor, das Werk den Pfarrerinnen und Pfarrern bei der Dekanatskonferenz zu prsentieren, um vor dem Druck etwaige Fehler beseitigen und Ergnzungen vornehmen zu knnen.

Deshalb wurde der eingangs erwhnte Hirsch aus dem Blickfeld des Betrachters gerckt, denn an seiner Stelle musste Euler die Sickendorfer Kirche, die im Eifer des Gefechts vergessen worden war, mit Pinsel und Farbe erbauen. Der Wetterhahn auf der Engelrder Kirche flog davon, denn auf der realen Kirchturmspitze befindet sich ein groes Kreuz, aber kein solcher Vogel. Und schlielich holte Euler die EKD-Kirchenfahne ber der Herbsteiner Kirche ein, und hisste dafr die der Landeskirche mit dem bekannten Facettenkreuz.

Die anschlieende Zusammenarbeit mit der Lauterbacher Druckerei Mergard gestaltete sich auerordentlich erfreulich, denn der Familienbetrieb machte es sich zur Herzenssache, das Optimum aus der Bildvorlage herauszukitzeln. In wenigen Tagen ging die Arbeit ber die Bhne, denn es war vorgesehen, das Produkt auf der Synodaltagung in Allmenrod vorzustellen. Und so kam es, dass der Maler Henry Euler als Gast der Synode einiges zu tun hatte, denn viele der Gemeindevertreter wollten sich ein signiertes Exemplar der Dekanatskarte sichern.

Neben den Kirchenbauten ist auf dem Bild, das zum Spazierengehen mit den Augen frmlich einldt, allerhand zu entdecken. Auf Anregung des ffentlichkeitsbeauftragen hat Henry Euler in seiner bekannt herzlich-pfiffigen Art die Feste des Kirchenjahres dargestellt, und auch das Abendmahl, die Taufe, eine Hochzeit vor der Kirche in Landenhausen und eine Beerdigung auf dem Meicheser Totenkppel sind zu sehen. Vor der Lauterbacher Stadtkirche (auf deren Turm die Christkindwieger bei der Arbeit sind) hat sich ein Orchester eingefunden, weiter im Norden ist ein Blserchor zu sehen und die Nieder-Mooser Orgel steht fr die berregional bekannten Konzerte. Im Schlitzerland findet der Betrachter unter anderem die mittelalterlichen Fresken in der Fraurombacher Kirche. Und ber allem kreist in einem kleinen Flugzeug, an dem das Transparent mit der Aufschrift Dekanat Vogelsberg flattert, Kirchenprsident Dr. Steinacker.

Die Aufnahme der Idee gestaltete sich ausgesprochen positiv. Die Pfarrerinnen und Pfarrer des Dekanats bestellten bereits einige hundert Karten vor, die von Interessierten in den jeweiligen Pfarrmtern erworben werden knnen. Auerdem gibt es die Karten ab nchster Woche im Lauterbacher Dekanatsbro in der Hintergasse. Und es gibt bereits weitere Ideen, wie das Bild fr die ffentlichkeitsarbeit nutzbar gemacht werden kann.

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