Frühzeitig berufliche Praxis kennen lernen

Landrat Bernd Woide zu Besuch bei Maschinen- und Anlagenbauer K. Ley im Eiterfelder GewerbegebietEiterfeld. Landrat Bernd Woide hat auf die Notwendigk

Landrat Bernd Woide zu Besuch bei Maschinen- und Anlagenbauer K. Ley im Eiterfelder Gewerbegebiet

Eiterfeld. Landrat Bernd Woide hat auf die Notwendigkeit hingewiesen, betriebliche und schulische Ausbildung strker miteinander zu verzahnen. Dadurch knnten gerade leistungsschwchere Jugendliche leichter an den Arbeitsmarkt herangefhrt werden.

Beim Besuch der Firma K. Ley GmbH & Co KG Maschinen- und Anlagenbau warb Landrat Woide fr seinen Vorschlag, verbindliche Partnerschaften zwischen Schule und Betrieb zu begrnden. Dieses Modell lasse sich auch auf den Hochschulbereich beispielsweise im Hinblick auf Kooperationsmglichkeiten bei Ingenieurstudiengngen bertragen.

Nach den Vorstellungen von Landrat Woide wrden sich die teilnehmenden Betriebe verpflichten, eine bestimmte Anzahl von Ausbildungspltzen fr Abgnger der jeweiligen Schule zur Verfgung zu stellen. Dies gelte auch fr die Betreuung von Praktikanten. Im Gegenzug verpflichteten sich die Schulen, mit den Betrieben abgestimmte Lerninhalte zu vermitteln. Wenn diese Ausbildungsziele nicht erreicht worden seien, erfolge eine Nachschulung. Die Partnerschaft schliee weiterhin regelmige Betriebsfhrungen von Schulklassen, den Erfahrungsaustausch mit Lehrkrften und eventuell Sponsoring ein.

Landrat Woide verspricht sich von der frheren Heranfhrung an die berufliche Praxis einen Klebeeffekt. Es liege auch im Interesse der jeweiligen Betriebe, bereits mit lngerem zeitlichen Vorlauf festzustellen, wer am besten zu ihnen passe. Dies muss nicht immer der von der Papierform her Strkste sei. Geschftsfhrer Bertold Kirchner, der ber gute Kontakte seines Unternehmens zur Lichtbergschule berichtete, bekrftigte diese Einschtzung des Landrats mit dem Hinweis, dass fr ihn Freude am Beruf, Belastbarkeit und das persnliche Umfeld hufig eine hhere Aussagekraft htten als Schulnoten.

Auszubildende unser wertvollstes Gut

Die Firma K. Ley, die Lager-, Druck-, Vakuum- und Rhrbehlter sowie Wrmetauscher und Sonderkonstruktionen fr die Umwelt- und chemische Industrie herstellt, wurde 1954 gegrndet und hat ihren Betriebssitz im Eiterfelder Gewerbegebiet. Sie beschftigt rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Ausbildungsquote liegt bei ber zehn Prozent. Bislang wurden rund 220 Jugendliche ausgebildet. In jedem Jahr kommen drei bis vier Auszubildende hinzu, die Geschftsfhrer Kirchner auch angesichts des sich immer strker abzeichnenden Fachkrftemangels als unser wertvollstes Gut bezeichnete.

Das mittelstndische Unternehmen legt Wert auf eine breit gefcherte Ausbildung. Deshalb verfolgt man die Tendenz zur immer frheren Spezialisierung mit etwas Sorge. Geschftsfhrer Kirchner und Prokuristin ..... Gesang machten dies am Beispiel des technischen Zeichners deutlich, der zu Gunsten des Produktdesigners ins Hintertreffen gerate. Landrat Woide sprach sich in diesem Zusammenhang gegen Bestrebungen des hessischen Kultusministeriums aus, im Berufschulbereich aus kurzsichtigen Kostenberlegungen Landesfachklassen zu bilden und diese an zentralen Orten zu konzentrieren.

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