"Wirtschaftsregion Fulda weiter voranbringen"

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Gelöste Stimmung: Dr. Christian Gebhardt und Stefan Schunck.
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Redaktionsgespräch bei „Fulda aktuell“: „IHK“-Präsident Dr. Christian Gebhardt (Zweiter von rechts) und „IHK“-Hauptgeschäftsführer Stefan Schunck (rechts) gemeinsam mit „Fulda aktuell“-Objektleiter Michael Schwabe (Mitte), Mediaberater Andreas Duchrow und Redaktionsleiter Bertram Lenz (links).

Redaktionsgespräch mit dem neuen Fuldaer IHK-Präsidenten Dr. Christian Gebhardt

Fulda  - Seit zehn Tagen hat die „Industrie- und Handelskammer“ (IHK) Fulda einen neuen Präsidenten: Dr. Christian Gebhardt wurde von der „IHK“-Vollversammlung einstimmig zum Nachfolger von Bernhard Juchheim bestimmt. Zugleich wurde das neue Präsidium gewählt, dem Anika Wuttke, Michael Döppner, Thomas Gutberlet und Roland Vollmer angehören. Gebhardt ist 59 Jahre alt und Geschäftsführender Gesellschafter der „G+M Steuerberatung Dr. Gebhardt & Moritz Steuerberatungsgesellschaft mbH“. Am Donnerstag war er zusammen mit dem Hauptgeschäftsführer der „IHK Fulda“, Stefan Schunck, zu Gast bei „Fulda aktuell“.

Das Gebäude in der Heinrichstraße 79 ist Gebhardt vertraut, war sein Steuerberatungsbüro doch einst in der dritten Etage beheimatet. Schunck und er kennen sich im Übrigen schon viele Jahre, beginnend mit der gemeinsamen Zeit an der Fuldaer Freiherr-vom-Stein-Schule, und schwelgen in Erinnerungen, sobald das Stichwort „Sexta D“ fällt.

Dass Schunck, wie angekündigt, zum Sommer 2020 aus seinem Amt als Hauptgeschäftsführer ausscheiden wird, tut Gebhardt „persönlich sehr Leid“. Er hätte gerne noch mit Schunck zusammengearbeitet. Gleichwohl habe er Verständnis für dessen persönliche Entscheidung, in die er im Vorfeld gemeinsam mit seinem Vorgänger Bernhard Juchheim eingeweiht worden war. Mit dem angekündigten Rückzug des „IHK“-Hauptgeschäftsführers befasste sich am vergangenen Donnerstagnachmittag auch das „IHK“-Präsidium.

Als Kernthema seiner künftigen Tätigkeit als Präsident formuliert Gebhardt unter anderem, dass er die „erfolgreiche und konstruktive Arbeit“ der „IHK Fulda“ fortführen möchte. Dass die „IHK“ funktioniert, habe man an der Wahlbeteiligung zur Vollversammlung gesehen, die die stärkste in Hessen gewesen sei. Zudem sei die Kammer ein Gremium, dessen Stimme gehört und dessen Rat geschätzt werde. „Und ich möchte zusammen mit meinen Präsidiumskollegen daran arbeiten, dass verstärkt über die Wirtschaft an sich aufgeklärt wird“. Diese sollte als etwas gesehen werden, was die Basis der Gesellschaft insgesamt darstellt. Dazu gehöre auch, Verständnis für die Unternehmen zu wecken, die mitunter mit Neid zu kämpfen haben, „dieser typisch deutschen Eigenschaft“.

Der begeisterte Hobbysegler und „Bayern München“-Fan ist stolz auf die Wirtschaftskraft dieser Region, in der die Menschen sehr vertraut miteinander und wertorientiert seien. Gleichwohl sei es wichtig, daran zu arbeiten, den osthessischen Wirtschaftsraum weiter voranzubringen: „Wir haben eine sehr gute Infrastruktur, attraktive Arbeitsplätze sowie ein lebenswertes Umfeld mitsamt hervorragendem Schul- und Ausbildungsangebot. Dies ist wichtig gerade angesichts der Herausforderungen, vor die uns der Facharbeitermangel stellt. Wenn wir gut ausgebildete Kräfte holen wollen, dann muss das Gesamtpaket stimmen. Also das Angebot für die ganze Familie. Dies bedeutet, dass berufliche Rahmenbedingungen ebenso stimmen müssen wie beispielsweise bezahlbarer Wohnraum.“

Eine flächendeckend funktionierende Versorgung mit Breitband ist schließlich ein weiteres Thema, das Gebhardt sehr am Herzen liegt. Den Ist-Zustand in unserer Region vergleicht er dann mit Hiddensee, wo er sehr gerne Urlaub macht.

Und da schneidet die Ostseeinsel doch um Einiges besser ab. Dort ist zwar der private Pkw-Verkehr verboten, dafür klappt es aber auch mit dem Internet.

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