2019 liegt vor uns wie "Ein weites Feld"

"Fulda aktuell"-Redaktionsleiter Bertram Lenz: Klartext-Kommentar zum neuen Jahr

Fulda - Vorangestellt sei eine Erinnerung an Günter Grass: Das Jahr 2019 liegt wie „Ein weites Feld“ vor uns, das darauf wartet, bestellt zu werden. Ob es uns gelingt, eine gute Ernte einzufahren, liegt letztendlich an jedem Einzelnen. Aber auch daran, ob wir fähig sind, einander zu unterstützen.

Was das Zusammenleben in Stadt und Landkreis Fulda angeht, so habe ich für die nahe Zukunft keine Bedenken, denn hier haben die Menschen in der Vergangenheit stets gezeigt, wie wichtig ihnen die gegenseitige Hilfe ist. Wobei es unbedeutend ist, wo man lebt. So wie im Übrigen auch das aktuelle Gerede einer möglichen Fusion zwischen Fulda, Künzell und Petersberg keine Rolle mehr spielen und Überlegungen, eine „Großstadt Fulda“ formen zu wollen, ins Reich der Fabel gehören sollten.

Vielmehr sollte, um beim Thema „Fusion“ zu bleiben, in den kommenden Monaten von Interesse sein, wie sich das künftige Wirken des neuen Großkonzerns „Karstadt“/“Galeria Kaufhof“ auf die Fuldaer Innenstadt auswirkt und – um einen sportlichen Aspekt anzureißen – wie sich die „SG Barockstadt Fulda-Lehnerz“ in der Hessenliga schlägt beziehungsweise ob es der Mannschaft gelingt, irgendwann vernehmlich an das Tor höherer Spielklassen zu klopfen. Doch das ist nun wirklich Zukunftsmusik und wird wohl erst in drei bis vier Jahren aktuell.

In den anstehenden Monaten dürfen wir uns zunächst einmal auf Großereignisse freuen, die die gesamte osthessische Region betreffen: In erster Linie seien hier natürlich die vielen Veranstaltungen im Rahmen des Fuldaer Jubiläumsjahres genannt, die – da bin ich mir sicher – einmal mehr demonstrieren werden, welch tolle Ergebnisse erzielt werden können, wenn haupt- und ehrenamtlich Tätige gemeinsam an einem Strang ziehen.

Interessant wird aber auch sein, wie unsere Nachbarstadt Bad Hersfeld den „Hessentag“ meistern wird, zumal ja auch die Festspiele stattfinden werden.

Um abschließend noch eine Personalie aufzugreifen: Mit viel Freude und einer hohen Erwartungshaltung sehe ich dem 31. März entgegen, wenn am Nachmittag Dr. Michael Gerber offiziell in sein neues Amt als Bischof von Fulda eingeführt wird. Wer ihn bei seiner ersten Ansprache im Dom erleben durfte, sah, wie er sympathisch und aufgeschlossen auf die Gläubigen zuging und mit schwäbischem Akzent viele freundliche Worte mit ihnen wechselte, der wird gemerkt haben, dass da einem die Leitung der Diözese anvertraut worden ist, den man getrost als Glücksfall bezeichnen kann.

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