Lea aus Fulda begeistert die Jury bei The Taste

Lea Stier ist eine Runde weiter.
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Lea Stier ist eine Runde weiter.

Fulda aktuell im Gespräch mit der 26-Jährigen:

Fulda - Wer am Mittwoch die erste Runde der Kochshow „The Taste 2020“ auf „Sat.1“ geschaut hat, wurde vielleicht hellhörig, als der Name Lea Stier aus Fulda fiel. Die 26-jährige Flugbegleiterin, gebürtig aus Eichenzell, hatte sich in den Vorrunden gegen ihre Mitstreiter durchsetzen können. Im Gespräch mit „Fulda aktuell“ schilderte Lea ihre Einblicke von der Show und skizzierte zudem ihr spannendes Leben. Lea ist Köchin durch und durch: Bereits ihr Abitur absolvierte sie auf der „Eduard Stieler Schule“, mit dem Schwerpunkt „Ernährungswissenschaften“. Danach ging es weiter zum „Ökotrophologiestudium“ auf der „Hochschule Fulda“. Seit sieben Jahren arbeitet die 26-Jährige zwar als Flugbegleiterin bei der „Lufthansa“, verlor ihre Leidenschaft aber nie aus dem Blick. “Im Oktober steht auch schon der Master in ‚Public Health‘ an. Ich sage immer: Es ist nie zu spät weiter zu machen und es macht mir einfach viel Spaß zu studieren“. Nebenbei entwickelte sie unter anderem die Idee, mit einem gemieteten Foodtruck ihre eigenen „Stullen-Kreationen“ zu verkaufen, sprich Brotaufstriche auf geröstetem Brot mit regionalen Zutaten.

„Mit 17 habe ich mit dem Kochen angefangen. Man könnte fast schon sagen, es habe im Fernsehen begonnen“, lacht Lea. „Ich habe bei der Kochshow ‚Küchenschlacht‘ mitgemacht. Ich hatte dort einfach angerufen und gefragt, ob ich mitmachen könne.“ Als jüngste Teilnehmerin kam Lea damals sogar bis ins Finale. „Es war eine super Erfahrung“, erzählt die Hobbyköchin.

„Dort habe ich auch Alfons Schuhbeck (Fernsehkoch und Kochbuch-Autor) kennen gelernt, der mir angeboten hat, mal in die Kochschule nach München zu kommen“. Dieses Angebot nahm sie während ihres Studiums an und verbrachte ihr Praxissemester in München. Dort arbeitete sie im Marketing und in der Kochschule, und konnte so neue Erfahrungen sammeln.

Durch die Coronazeit wurde es für die 26-Jährige schwierig mit ihrem Job als Flugbegleiterin und auch mit ihrem Zweitjob bei „Siemens“ als Kochberaterin. „Ich stelle bei Veranstaltungen und Messen, Produkte von ‚Siemens‘ vor und koche parallel – also eine ‚win win Situation‘. Allerdings fiel auch das wieder in den Event und Veranstaltungsbereich und wurde durch Corona erschwert“. Also suchte Lea nach einer neuen Herausforderung: „Not macht erfinderisch“. So gewann die Studentin im April bereits die Show „Hensslers Countdown – Kochen am Limit“ und bewarb sich anschließend bei „The Taste 2020“.

29 Hobby- aber auch Profiköche aus ganz Deutschland, stellten sich bei der Kochshow auf „Sat.1“ der Jury, die aus den Star-Köchen Alexander Herrmann, Frank Rosin, Tim Raue und Neuzugang Alexander Kumptner, besteht.

Die Jury von "The Taste" mit Moderatorin Angelina Kirsch

Eine Stunde hatten die Kandidaten Zeit, ihre Kreationen auf die Löffel zu bringen. Lea wollte mit ihrem Löffel ein Farb- und Texturspiel kreieren. So kochte sie Kabeljaufilet in einer Weißweinsoße mit Rote Bete-Perlen, Brokkoli und einem Korallenchip. Die Kreation schien gut an zu kommen und so wollten gleich mehrere Starköche die 26-Jährige in ihrem Team. Letztendlich entschied sich Lea für Frank Rosin. „Ich habe gehofft, dass er mich in seinem Team will und daher fiel mir die Entscheidung leicht“.

Von den Erfahrungen aus der ausgestrahlten Show am Mittwoch berichtet Lea: „Es ist super schwer zu kochen, parallel zu sprechen und darauf zu achten, dass man in die richtige Kamera schaut“. „Im Endeffekt sind immer drei Kameras auf dich gerichtet und du weißt am Anfang nicht genau, wo du hin schauen sollst. Aber man kommt dann irgendwann rein und es hat einfach sehr viel Spaß gemacht.“ Weiter erzählt die Flugbegleiterin: „Ich habe am Mittwochabend Freunde eingeladen, um gemeinsam mit ihnen die Show anzusehen. Wenn man sich dann selbst so im Fernsehen sieht, ist das schon erst einmal sehr merkwürdig und mir ist aufgefallen wie aufgeregt ich eigentlich war. Ich habe außerdem, viele nette Nachrichten und Glückwünsche von Freunden und Bekannten bekommen, die mich im Fernsehen gesehen haben und das hat mich auch sehr gefreut.“

Lea entschied sich für Frank Rosin.

Ein spezielles Vorbild hat Lea nicht. So erzählt sie „Fulda aktuell“, dass sie sich von den Menschen in ihrem Umfeld inspirieren lässt: „Kochen ist schon immer ein Teil meines Lebens. Ich glaube, das Kochen habe ich von meiner Mama und das Backen von meiner Oma. Außerdem schätze ich regionale Küche und da ist es Schuhbeck, der mich inspiriert. Er hat mir das ‚Know-how‘ zur richtigen Anwendung von Gewürzen beigebracht. Ich kann ihn nur in den höchsten Tönen loben, er ist wirklich ein herzensguter Mensch, von dem ich viel gelernt habe. Mit dem 50.000-Euro-Gewinn würde Lea sich gerne einen eigenen Foodtruck kaufen, erzählt sie „Fulda aktuell“.

Auf ihrem Insagram-Account „foodarista_by_lea_“ kann man Rezepte und Eindrücke aus Leas Leben gewinnen. „Außerdem schreibe ich seit drei Monaten Rezepte für die Homepage und das Instagram-Profil des „RegioPoints“ um vor allem auch die regionalen Lebensmittel zu pushen.“ Für den Einen oder Anderen könnte das Leben von Lea nach viel Arbeit aussehen. Dazu sagt die 26-Jährige abschließend: Scheint vielleicht alles sehr viel, aber wenn man etwas gerne macht ist es keine Arbeit, es ist Leidenschaft.“

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