In Fulda erschossener Flüchtling: Neue Entwicklung wegen Video?

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Der Ort des Geschehens im Fuldaer Münsterfeld 

Fulda - Anfang Februar war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft Fulda das Ermittlungsverfahren gegen den Beamten einstellen wird, der im April 2018 im Fuldaer Münsterfeld einen 19 Jahre alten afghanischen Flüchtling tödlich verletzt hatte. Vier Kugeln hatten den jungen Mann getroffen, zwei davon waren tödlich.

Alle Schüsse waren aus der Waffe eines Polizeibeamten abgegeben worden, weil der 19-Jährige vor einer Bäckerei randaliert hatte und anschließend mit einem Polizeischlagstock flüchtete. Die Staatsanwaltschaft hatte Notwehr als gegeben angesehen.

Nun scheint es eine neue Entwicklung zu geben: Wie "hessenschau.de" am Freitag berichtet, sei ein Video aufgetaucht, das von Augenzeugen kurz vor den tödlichen Schüssen aufgenommen worden sei. Dieses Video liege dem hr vor. Die Staatsanwaltschaft wolle nun das Video auswerten und Experten des Landeskriminalamts sollen die Aufnahmen mit technischen Verfahren besser erkennbar machen.

Dem hr gegenüber habe der Anwalt des Polizeibeamten gesagt, man sehe die bisherige Darstellung der Notwehrhandlung bestätigt, zeige das Video doch die hohe Aggressivität des Flüchtlings. Auch der Fuldaer Staatsanwalt Harry Wilke zeigt sich davon überzeugt, dass das Handyvideo nur das bestätige, was  bereits ermittelt worden sei.

Vor allem aber suchten die Ermittler jetzt diejenigen, die das Geschehen aus einem Auto heraus gefilmt haben. Denn die hätten sich selbst noch gar nicht gemeldet.

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