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Fulda hat erstmals mehr als 69.000 Einwohner

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OB Wingenfeld sieht dies als Beleg für die gute wirtschaftliche Lage, die Attraktivität und die Lebensqualität

Fulda - Erstmals in ihrer Geschichte hat die Stadt Fulda mehr als 69.000 Einwohner. Nach jüngsten Zahlen aus dem Melderegister der Stadt waren Anfang Dezember genau 69.153 Personen in Fulda gemeldet – nach 68.435 im Dezember 2017.

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld zeigte sich erfreut angesichts der Zahlen und betonte: „Wir sind eine wachsende Stadt – das ist ein Indiz für die gute wirtschaftliche Lage, die Attraktivität und die Lebensqualität unserer Stadt und der Region. Gleichzeitig bedeutet das Wachstum natürlich erhebliche Herausforderungen für die Anpassung der Infrastruktur, beispielsweise bei der Schaffung von Wohnraum oder von Kita-Plätzen.“ Gleichwohl äußerte sich Wingenfeld zuversichtlich, dass es gelingen werde, das dynamische Wachstum so zu steuern, dass die Stadt in ihrer Struktur überschaubar und lebenswert bleibe.

Seit der Wiedervereinigung 1990 entwickelt sich die Einwohnerzahl Fuldas kontinuierlich nach oben: von 56.497 im Jahr 1990 über 60.389 im Jahr 1995 zu 62.877 im Dezember 2000. Fünf Jahre später waren es bereits 64.533. Einen kleinen Sprung auf 67.959 Einwohner machte die Melderegister-Statistik im Dezember 2015 – im Zeichen des Zustroms von Flüchtlingen. Die Zahlen differieren grundsätzlich geringfügig gegenüber der Statistik des Hessischen Statistischen Landesamts, das die Ergebnisse der Volkszählung 1987 beziehungsweise des Zensus 2011 fortbeschreibt beziehungsweise hochrechnet, während das Einwohnermelderegister die tatsächlich gemeldeten Personen jeweils aktuell erhebt.

Historisch haben sich die Einwohnerzahlen in Schüben entwickelt: Während die Zahl in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis 1871 bei 8500 bis 9500 Personen lag, stieg die Einwohnerzahl in der Gründerzeit sprunghaft an: 1885 waren es bereits 12.284 und bei der Volkszählung im Jahr 1905 schon 20.419. Nach der Eingemeindung von Horas, Neuenberg und Teilen Künzells 1939 wuchs die Einwohnerzahl auf 33.963.

Bei der Volkszählung 1950 war die 40.000er Marke durchbrochen, doch in den 1960er Jahren stagnierte die Zahl bei rund 45.000. Erst die Gebietsreform 1972 mit der Eingemeindung von 24 ehemals selbstständigen Gemeinden ließ die Einwohnerzahl kurzzeitig über die Marke von 60.000 schnellen (1972: 60.293). Doch in der Folge war die Entwicklung wieder rückläufig, der Tiefpunkt war im Dezember 1987 mit 54.116 erreicht. Seither aber steht fast in jedem Jahr wieder ein Plus vor der Einwohnerbilanz.

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