CDU-Kreisverband Fulda lehnt "Ehe für alle" ab

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Am Samstag hatte der CDU-Kreisverband Fulda den Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach (rechts) im Propsteihaus zu Gast. Links CDU-Kreisvorsitzender Dr. Walter Arnold.  

Kreisvorsitzender Dr. Walter Arnold: Schutz von Ehe und Familie hat Vorrang

Fulda - Die Bundes-SPD hatte das Thema „Ehe für alle“ am Wochenende recht überraschend zu einer Koalitionsfrage gemacht. Dazu erklärt Dr. Walter Arnold als Vorsitzender für den CDU-Kreisverband Fulda: "Ich wünsche mir in dieser sensiblen Frage, die in letzter Konsequenz auch auf eine Änderung des Grundgesetzes hinauslaufen kann, eine seriöse und ideologiefreie Debatte. Ich stimme Bundeskanzlerin Angela Merkel zu, die am Dienstag zu dieser grundlegenden Gewissensfrage eine breite Diskussion in der CDU Deutschland fordert, bevor es zu einer Entscheidung kommt. Keinesfalls kann das durch eine Ad-hoc-Entscheidung des Deutschen Bundestages in dieser Woche entschieden werden!"

Arnold zeigt sich davon überzeugt, dass es hier keine Parteilinie geben dürfe, sondern dass jeder Abgeordnete des Deutschen Bundestages seine Gewissensentscheidung dazu unbeeinflusst treffen könne. Der CDU-Kreisverband Fulda habe in seiner „Fuldaer Erklärung“ ein klares Bekenntnis zu den Grundwerten der Partei abgelegt und das zum Ausdruck gebracht, was er für bedeutsam halte: Eine der Freiheit und der Selbstverantwortung verpflichtete CDU, die ein klares Profil habe und sich gleichermaßen an ihren Wurzeln orientiere: christlich-sozial, konservativ und liberal.

Arnold weiter: "Wir wollen gerade auch den christlichen Werten verpflichtete Menschen weiterhin in unserer Partei ein Zuhause geben. Der CDU-Kreisverband Fulda akzeptiert, dass verschiedene Formen familiären Zusammenlebens zur gesellschaftlichen Wirklichkeit geworden sind. Gleichwohl sprechen wir uns nach wie vor für ein Familienmodell aus, das sich in verheirateten Eltern – Mutter und Vater - und ihren Kindern ausdrückt. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind zwar juristisch im Partnerschaftsgesetz der Ehe gleichgestellt, aber eine Gleichrangigkeit zum Institut der Ehe gemäß Art. 6 GG lehnen wir ab. Der Schutz von Ehe und Familie hat Vorrang. Eine ,Ehe für alle' kann es somit unserer Ansicht nach nicht geben. Dem ist auch heute nichts hinzu zu fügen."

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