Generationenstudie von IHK Fulda und Kreishandwerkerschaft Fulda 

Wie ticken die Generationen Y und Z in Bezug auf die Gesellschaft und welche Vorstellungen haben sie von der Arbeitswelt?   

Fulda - Wie ticken die Generationen Y (Geburtsjahrgänge 1985 bis 1994) und Z (Geburtsjahrgänge 1995 bis 2000) in der Region und was erwarten sie von ihren Arbeitgebern? Antworten auf diese Fragen liefert ein Projekt der Industrie- und Handelskammer Fulda und der Kreishandwerkerschaft Fulda gemeinsam mit Stefan Jehn, Geschäftsführer „Führungs- und Organisationsentwickler“, sowie Anja Thies, Professorin für Personalmanagement an der Hochschule Fulda.

In zwei Workshops wurden 45 junge Menschen aus Fuldaer Unternehmen befragt. „Auch wenn die Auswertung nicht den Anspruch auf Repräsentativität erhebt, erlaubt sie einen spannenden Einblick in die Vorstellungen der Generationen Y und Z in der Region und ihre Sicht auf die Arbeitswelt“, erläutert Melanie Schäfer, Projektverantwortliche der IHK Fulda.

Wichtigstes Ergebnis der Studie

Für beide Generationen ist ein gutes Arbeitsklima das A und O. Es lohnt sich daher für Unternehmen zu analysieren, was getan werden kann, damit sich alle Altersstufen wohlfühlen und ihrer Tätigkeit mit Freude nachgehen.

Erste Anlaufstelle: Homepage

Sowohl die Befragten der Generation Y als auch der Generation Z wollen sich vorrangig mit Hilfe digitaler Medien über Ausbildungsplätze beziehungsweise vakante Stellen informieren. Dazu zählen Homepages, Online-Jobbörsen oder Soziale Medien. Eine spannende Website mit vielen Infos und Einblicken in den Unternehmensalltag sowie Fotos von Mitarbeitern und dem Arbeitsumfeld macht einen positiven Eindruck.

Der erste Eindruck zählt

Großer Wert wird auf eine gute Willkommenskultur gelegt. Frühzeitig alle Infos und Unterlagen zu erhalten und auch vor Arbeitsantritt zu Firmenevents geladen zu werden – das sehen die jungen Leute als selbstverständlich an. Für ihren Einstieg in ein Unternehmen wünschen sie sich vor allem Schulungen, die Begleitung durch einen erfahrenen Kollegen sowie genügend Raum, um sich mit anderen Azubis auszutauschen.

Was motiviert Y und Z?

Auf die Frage, was die Workshop-Teilnehmer motivieren würde, eine Stelle anzunehmen, wurde vorrangig die Vergütung genannt. Mitwirkungsmöglichkeiten, unternehmerischer Freiraum, Weiterbildungschancen und klare, langfristige Perspektiven sind ebenfalls wichtig. Bei den Jüngeren spielt zudem ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Abwechslungsreichtum, selbstständigem Arbeiten und flachen Organisationsstrukturen eine große Rolle. Hinzu kommt der Wunsch nach weniger Stress, viel Freizeit und Urlaub.

 Der optimale Chef 

Von ihren Vorgesetzten erwarten beide Generationen vor allem, Vorbild zu sein. Weitere wichtige Faktoren sind Kompetenz in der Kommunikation und Vertrauenswürdigkeit. Die Vertreter von Z betonen vor allem den Wunsch nach Toleranz und Wertschätzung.

„Die Unternehmen in der Region tun bereits viel für die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter, wie die Arbeit in unseren Arbeitskreisen zeigt“, meint Melanie Schäfer. Gerade kleinere Unternehmen könnten mit der Nähe zum Vorgesetzten und kurzen Entscheidungswegen punkten.

Weitere Ergebnisse unter www.ihk-fulda.de, Dokumentennummer 4127880.

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