Fulda ist offiziell Deutschlands erste Sternenstadt

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann, Dr. Andreas Hänel (IDA), Staatsministerin Priska Hinz, Stadtbaurat Daniel Schreiner, Sternenpark-Rhön-Koordinatorin Sabine Frank, Geschäftsführer RhönEnergie Fulda.  

Im Beisein von Staatsministerin Priska Hinz wurde heute die Auszeichnung von der International Dark Sky Association übergeben.

Fulda - Fulda ist seit dem heutigen Samstag auch ganz offiziell Deutschlands erste "Sternenstadt". Ein Vertreter der in den USA beheimateten International Dark Sky Association (IDA) überreichte die entsprechende Auszeichnung ("Dark Sky Community") im Beisein von Hessens Umweltministerin Priska Hinz bei einem Festakt im Fuldaer Stadtschloss an Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Stadtbaurat Daniel Schreiner. Die IDA würdigt mit dem Titel die Anstrengungen Fuldas im Kampf gegen die sogenannte Lichtverschmutzung. Ziel der Initiative ist es, den Nachthimmel wieder für mehr Menschen erlebbar zu machen.

Umweltministerin Hinz gratulierte der Stadt zu der internationalen Auszeichnung. "Die in Fulda gefundenen Lösungen zeigen, dass ein großer Teil der Lichtverschmutzung mit einfachen Mitteln vermeidbar ist: Zum Beispiel mit dem vermehrten Einsatz von LED- Leuchten und der gleichzeitigen Abschirmung und dem Dimmen von Straßenlaternen in der Stadt. Fulda ist damit Vorreiter – nicht nur in Hessen, sondern in ganz Deutschland!“, sagte Umweltministerin Priska Hinz. Fulda ist die erste Kommune in Deutschland, die den Titel tragen darf. Weltweit ist Fulda die zweitgrößte Sternenstadt.

Oberbürgermeister Dr. Wingenfeld wies auf die Komplexität der Bewerbung hin und sprach von einem "Kraftakt", den die Stadt mit Bravour bewältigt habe. Gleichzeitig versicherte er, dass in der "Sternenstadt" nachts niemand im Dunkeln über die Straße gehen müsse. "Wir verfolgen intelligente Lösungen bei der Beleuchtung von Flächen, Wegen und Gebäuden, die keine Einbußen bei der Sicherheit mit sich bringen."

Auch Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der "RhönEnergie Fulda", betonte, nachhaltiger Umgang mit Licht sei das Gebot der Stunde. „Als technischer Dienstleister haben wir die veränderten Anforderungen an öffentliches Licht angenommen und verinnerlicht. Da der hessische Teil des Sternenparks Rhön größtenteils in unserem Netzgebiet liegt, sind wir mit den Zielen der IDA bereits vertraut. Das haben die vielen von uns in den vergangenen Jahren umgesetzten nachhaltigen Maßnahmen gezeigt.“

Die Auszeichnung Fuldas fiel mit dem Tag der internationalen "Earth Hour" zusammen, an dem seit 2007 durch das Abschalten der Beleuchtung von Sehenswürdigkeiten weltweit ein symbolisches Zeichen für den Klimaschutz gesetzt werden soll. Seit einigen Jahren hat die "Earth Hour" zusätzlich noch eine Bedeutung als Mahnung gegen die Lichtverschmutzung bekommen.

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