"Fulda stellt sich quer" - Anti-Pegida-Demo

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Rund 800 Menschen haben heute ein Zeichen gesetzt und gegen Fremdenhass und für Toleranz demonstriert.

Fulda.Trotz eisiger Kälte kamen rund 800 Menschen mit bunten Fahnen, Transparenten und Plakaten, um für ein "buntes Fulda" zu demonstrieren. OB Gerhard Möller, OB-Kandidat Dr. Heiko Wingenfeld, OB-Kandidatin und MdB Birgit Kömpel und auch Fuldas Bürgermeister Dag Wehner ließen es sich nicht nehmen, die Demonstration tatkräftig zu unterstützen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) unterbrach sogar ihre Sitzung im Hotel und Kongresszentrum Esperanto, um an der Demo teilzunehmen.Ausländer und Deutsche schritten Seite an Seite durch Fuldas Straßen.

Mehr als 45 demokratische Organisationen, Vereine, Parteien und Schulen hatten zu der Demo aufgerufen."Wir wollten ein Zeichen setzen, dass ,Fugida’ in Fulda nicht erwünscht ist", so Andreas Goerke, einer der Verantwortlichen. Seit geraumer Zeit forcieren die rechten Gruppierungen "Keine Moschee in Fulda”, die "Identitären” und vor allem die neugegründete Ortsgruppe von "Politically Incorrect” ihre Aktivitäten in den sozialen Netzwerken. Bürger aus Fulda haben an den "Pegida”-Demonstrationen in Kassel und an den Hooligan-Aufmärschen in Köln und Hannover teilgenommen. "Wir sehen die Gefahr dass sich in den kommenden Wochen in Fulda eine ,Pegida’-Bewegung entwickeln wird”, so Goerke weiter.

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Montagsdemo in Würzburg von weniger Teilnehmern besucht

Würzburg. Die Montagsdemonstrationen, die mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten bei der Stadt Würzburg angezeigt worden waren, sind beendet. Die Veranstaltungen waren diesmal von weniger Teilnehmern als in der Vorwoche besucht worden. Der Marsch vom Hauptbahnhof zum Unteren Markt und die Friedenswache am Vierröhrenbrunnen verliefen störungsfrei und friedlich.Einige Veranstaltungsteilnehmer wurden bei kleineren Auseinandersetzungen am Rande des Aufzuges Neubaustraße/Peterplatz verletzt und mussten ambulant betreut werden. Es kam auch zweimal zum Einsatz eines Schlagstockes durch Absperrkräfte an den Sperrgittern. Dabei wurden aber nach bisherigen Erkenntnissen keine Personen verletzt. Insgesamt zeigte sich, dass das Konzept der Würzburger Polizei zur Verhütung von Störungen friedlicher Demonstrationen aufging.

Die Veranstaltung "Solidarität leben – weltweit" begann am Bahnhof gegen 17:30 Uhr mit etwa 500 Teilnehmern und endete gegen 18:30 Uhr am Unteren Markt mit etwa 800 Personen. Dort hatten mehrere Redner vor friedlichen Menschen gesprochen. Zu Störungen durch Teilnehmer des späteren Aufzugs "Gegen Glaubenskriege auf Deutschem Boden" kam es nicht.

Die Mahnwache "Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit" am Vierröhrenbrunnen war von einigen Menschen besucht und blieb erwartungsgemäß ohne Störungen.

Im Vorfeld des Aufzuges "Gegen Glaubenskriege auf Deutschem Boden"  von der Neubaustraße zum Peterplatz kam es im ostwärtigen Bereich der Neubaustraße zu einem Versuch von Gegendemonstranten, Teilnehmer des Aufzuges durch Bildung einer Menschenkette am Betreten des Versammlungsortes zu hindern. Die anreisenden Teilnehmer des Aufzuges versuchten aber dennoch, mit Gewalt diese Menschenkette zu durchbrechen, obwohl ihnen von den Polizeikräften ein kleiner Umweg zum Erreichen ihres Zieles angeboten worden war. Polizeikräfte mussten die beiden Parteien durch Schieben und Drücken auseinanderhalten. Dabei kam es zu einem Einsatz eines Schlagstockes gegen einen Gegendemonstranten, um weitere körperliche Übergriffe zu verhindern. Hierbei wurde nach bisherigen Erkenntnissen jedoch niemand verletzt.

Im Verlauf der Abschlusskundgebung kam es am Peterplatz zu Festnahmen. Ein Demonstrationsteilnehmer wurde nach dem Zeigen beleidigender Gesten gegen Polizeibeamte vorübergehend festgenommen. Versuche von anderen Versammlungsteilnehmern, den Festgenommenen zu befreien, wurden sofort durch die Polizei unterbunden, wobei es zu einer Festnahme und auch zum Einsatz eines Schlagstockes kam. Der Beleidiger führte noch ein bei einer Demonstration verbotenes Reizstoffsprühgerät mit sich, was eine Anzeige nach sich ziehen wird. Die beteiligten Personen wurden nach Feststellung ihrer Personalien wieder entlassen.

Gegen einen Versammlungsteilnehmer wird wegen des Verdachtes des Zeigens verfassungswidriger Kennzeichen ermittelt. Eine Demonstrationsteilnehmerin wurde von einer unbekannten Person in den Finger gebissen und vor Ort ambulant versorgt. Die Veranstaltung am Peterplatz endete gegen 20:15 Uhr. Die Zahl der Teilnehmer blieb mit 120 Menschen ebenso wie die Zahl der Gegendemonstranten mit 250 unterdessen gleich.

Nach Ende der Kundgebung wurden zwei Versammlungsteilnehmer am Sanderring von fünf Gegendemonstranten mit Steinen angegriffen und verletzt. Die Täter flüchteten zunächst. Zwei Tatverdächtige wurden dann aber rasch aufgrund der Beschreibung  durch die Geschädigten im Bereich der Ringparkanlage von den Einsatzkräften festgenommen. Die Verletzten wurden vor Ort ambulant ärztlich versorgt.

Die Würzburger Polizei bedankt sich bei allen friedlichen Demonstrationsteilnehmern für ihr besonnenes Verhalten und weist erneut darauf hin, dass Straftaten und Störungen von zulässigen Versammlungen konsequent unterbunden oder strafrechtlich verfolgt werden.

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