Fulda wird Hessentagsstadt 2021

Die Fuldaer Delegation in Wiesbaden bei der Verkündung der Entscheidung, dass Fulda 2021 den Hessentag ausrichtet.
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Die Fuldaer Delegation in Wiesbaden bei der Verkündung der Entscheidung, dass Fulda 2021 den Hessentag ausrichtet.
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Die Fuldaer Delegation in Wiesbaden bei der Verkündung der Entscheidung, dass Fulda 2021 den Hessentag ausrichtet.

Heute Mittag verkündete Ministerpräsident Volker Bouffier in Wiesbaden, dass Fulda den Hessentag im Jahr 2021 ausrichten wird.

Fulda/Wiesbaden - Die Entscheidung ist gefallen, und Fulda darf sich freuen: Nach 1990 wird es erneut einen Hessentag in der Barockstadt geben, und zwar im Jahr 2021. Darüber informierte Ministerpräsident Volker Bouffier am Dienstagmittag die Mitglieder einer Delegation, die - angeführt von Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld - per Bus nach Wiesbaden aufgebrochen waren.

Rückschau: Bereits am 11. November 2017 hatte sich eine Delegation mit Wingenfeld, Heiko Wingenfeld, Bürgermeister Dag Wehner,Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann und fast 50 Vertretern aus Kommunalpolitik, Bildung, Kultur und Vereinen auf den Weg in die Landeshauptstadt gemacht. Dort wurden die entsprechenden Bewerbungsunterlagen für den Hessentag 2021 offiziell an Staatsminister Axel Wintermeyer übergeben.

 

"Wohlwollende Prüfung"

Dieser hatte den Fuldaern eine "wohlwollende Prüfung" und eine Entscheidung "in einem überschaubaren Zeitraum" zugesagt. Der Hessentag sei eine sehr gute Möglichkeit, das Gemeinschaftsgefühl in einer Stadt zu stärken und die Infrastruktur zu verbessern. "Der Hessentag dauert nur zehn Tage, entfaltet seine Wirkung aber über zehn Jahre", so der Staatsminister. Das Land Hessen lege großen Wert darauf, dass der Hessentag durch eine breite Mehrheit in der Bevölkerung unterstützt werde. Gerade deshalb sei er auch sehr erfreut über die Größe der Fuldaer Delegation, die eine "deutliche Botschaft" sende.

Ministerpräsident Volker Bouffier: „Mit Charme, Motivation und Bürgerengagement zum Veranstaltungsdreiklang“ - Offizielle Pressemitteilung

Der Hessentag 2021 findet in Fulda statt. Die Entscheidung des Kabinetts gab Ministerpräsident Volker Bouffier gemeinsam mit dem Chef der Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, heute in Wiesbaden bekannt. „Die osthessische Barockstadt bringt alle wichtigen Voraussetzungen mit, um nach 1990 erneut eine gute Gastgeberin für das Landesfest zu sein. Mit Charme, Motivation und Bürgerengagement schafft die Stadt Fulda mit dem Hessentag 2021, den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 1275-jährigen Bestehen im Jahr 2019 und der Ausrichtung der Landesgartenschau 2023 einen Veranstaltungsdreiklang, der die Stadtentwicklung und das Gemeinschaftsgefühl in der Bürgerschaft sehr stark positiv prägen wird“, sagte Volker Bouffier. Gemeinsam mit dem Staatskanzleichef überreichte der Regierungschef dem Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld, im Hessischen Landtag den offiziellen Bescheid zur Ausrichtung des 61. Landesfestes. 2021 wird das Land Hessen auch seinen 75. Geburtstag feiern.

„Die Stärkung des Wir-Gefühls, die Investitionen in die Infrastruktur, Hunderttausende von Besuchern und eine hohe mediale Aufmerksamkeit mit einem Imagegewinn für die Hochschul- und Musicalstadt – von all diesen positiven Effekten des Hessentags wird Fulda und die ganze Region zwischen Rhön und Vogelsberg auf Jahrzehnte hinaus profitieren“, so Staatsminister Axel Wintermeyer.

 

Wingenfeld hocherfreut

Fuldas Oberbürgermeister Wingenfeld zeigte sich hocherfreut über die Zusage aus Wiesbaden und die erfolgreiche Bewerbung, die ein „Gemeinschaftswerk von Initiative aus der Stadtverwaltung und begeistertem Bürgerengagement“ gewesen sei. Der nun mögliche Dreiklang von besonderen Ereignissen in den Jahren 2019, 2021 und 2023 biete die „einmalige Chance, durch ein konzertiertes Vorgehen die Fördermöglichkeiten aufeinander abzustimmen und so im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger nachhaltig in die Stadtentwicklung zu investieren“, so Wingenfeld. „Der Hessentag 1990 ist uns in äußerst positiver Erinnerung geblieben, auch weil er einen enormen Entwicklungsschub für Fulda und die ganze Region bedeutet hat“, so der Oberbürgermeister. Damals besuchten 700.000 Besucherinnen und Besucher das Landesfest – viele davon waren über die neu geöffnete Grenze aus der damaligen DDR gekommen. Fulda wurde wieder zum wichtigen Bindeglied zwischen West und Ost. Wie 1990 wolle sich Fulda auch 2023 als guter Gastgeber präsentieren, „der Besucher aus dem engeren und weiteren Umkreis anzieht und von der Attraktivität unser schönen Stadt überzeugen wird“.

 

Barocke Bauwerke

Die mehr als 68.000 Einwohner zählende Bischofsstadt ist geprägt durch ihre zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Kunstschätze aus der langen Stadtgeschichte. Besonders beeindruckend sind die barocken Bauwerke wie der Dom St. Salvator, das 1721 vollendete Stadtschloss, die Orangerie und das Adelspalais. Zudem weist die größte Stadt im wirtschaftsstarken Osthessen wie kaum eine andere Stadt in Deutschland eine hohe Gaststätten- und Restaurantdichte auf.

„Das Landesfest hat sich seit seiner Gründung 1961 stetig fortentwickelt und der Zeit angepasst, aber es erfüllt heute mehr denn je auch seine ursprüngliche Aufgabe: zu integrieren und zusammenzuführen“, sagte Staatskanzleichef Wintermeyer. „Mit dem neuen Konzept ‚Hessentag der Zukunft‘ passt sich das Landesfest als wesentlicher Impulsgeber einer nachhaltigen Stadtentwicklung den Rahmenbedingungen der Ausrichter-Kommune an. Ziel ist es, die Gesamtausgaben für das Land und die Stadt zu senken, was durch eine frühzeitige Planung wie in Fulda erreicht werden kann. Für die Durchführung des Hessentages im Jahr 2021 stellt das Land 8,5 Millionen Euro zur Verfügung, davon können bis zu zwei Millionen Euro für ein möglicherweise entstehendes Defizit verwendet werden. Die Bewerbungen vieler Städte zeigen, dass das Konzept des Hessentags erfolgreich ist. Aus dem Landesfest entwickelt sich stets Positives für Stadt und Region. Ich bin mir sicher, auch für Fulda wird die starke Marke Hessentag ein Gewinn sein.“

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