Wie Rechtsradikalismus, Rassismus und Antifeminismus zusammenhängen

                                                                                          
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Jana Kisner begleitete den Auftakt musikalisch
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Gundula Danzer, Ingrid Möller-Münch und Hiltrud Wahl (von links) sind seit 30 Jahren bei der Frauenwoche dabei und wurden von Katharina Rossbach, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Fulda, geehrt.
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30. Fuldaer Frauenwoche  am Samstag im Fürstensaal eröffnet

Fulda- Bereits zum 30. Mal findet in diesem Jahr die Frauenwoche in Fulda statt, die am Samstag  im Fürstensaal des Stadtschlosses eröffnet wurde. „Wir wollen Mut machen, den Weg der Emanzipation weiterzugehen, den Frauen vor über 100 Jahren eingeschlagen haben“, so Katharina Rossbach, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Fulda, in ihrer Begrüßung. Bis zum 17. März findet ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Führungen und weiteren Veranstaltungen statt.

Den Titel der diesjährigen Frauenwoche „Die Demokratie ist weiblich“ hatten die Organisatorinnen bereits im vergangenen Jahr noch unter dem Eindruck des rechtsextrem motivierten Mordes am Regierungspräsidenten Walter Lübke gewählt. Und so war die Wahl des Eröffnungsvortrags nur folgerichtig: Die Politikwissenschaftlerin Dr. Dorothee Beck zeigte die gefährlichen Zusammenhänge zwischen Rechtspopulismus, Rassismus und Antifeminismus aus wissenschaftlicher Sicht auf und beeindruckte damit ihre Zuhörer nachhaltig.

Ihre Kernaussage: Antifeminismus, also die Ablehnung der Gleichberechtigung von Mann und Frau, und Rechtsextremismus, also die Ablehnung einer freien und toleranten Gesellschaft, verstärken sich gegenseitig. An den Beispielen rechtsextrem motivierter Attentäter beispielsweise in Hanau und Halle zeigte sie auf, wie diese Argumentationen aus beiden Bereichen als Rechtfertigung für ihre furchtbaren Taten nutzten. 

Die Gefahr: über sogenannte Diskursbrücken, also Anknüpfungspunkte an gesellschaftliche Diskussionen, werden solche Argumentationen in die gesellschaftliche Mitte getragen und sind damit eine Gefahr für unsere Demokratie. Was dagegen helfe, so Beck: Wachsam sein, Diskursbrücken erkennen und einreißen. Haltung zeigen gegenüber rassistischen und antifeministischen Aussagen und Solidarität üben mit denjenigen, die sich öffentlich gegen Rassismus und Antifeministen einsetzen und die dafür bedroht und angegriffen werden.

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