"R+S Group" stellt Weichen für die Zukunft

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Gruppenbild nach der Pressekonferenz (von links): Markus Röhner, Ralph Burkhardt und Rainer Bauer.

"Vision und Unternehmenswerte komplett neu entwickelt" /  Im Einsatz bei  Terminal-Bau am Flughafen Frankfurt

Fulda - Die "R+S Group AG" mit ihrem Hauptsitz in Fulda will frischer und dynamischer werden und hat daher in den vergangenen 15 Monaten wichtige Weichen für die Zukunft gestellt und entscheidende Schritte für die veränderten Anforderungen von Markt und Wettbewerb eingeleitet. So die Kernaussage des Vorstandsvorsitzenden Ralph Burkhardt, mit der er am Dienstagvormittag eine Pressekonferenz einleitete.

Daran nahmen auch Vorstand Rainer Bauer und Gesellschafter Markus Röhner sowie der frühere Staatssekretär im hessischen Sozialministerium und ehemalige Fuldaer Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel teil. Dieser wird mit seiner gerade gegründeten Beratungsfirma "WALS", in der sein Sohn Geschäftsführer ist, die "R+S Group" vornehmlich darin unterstützen, über die Grenzen der Region hinaus Führungs- und Fachkräfte an das Unternehmen zu binden ("Fulda aktuell" berichtete bereits).

Im Fokus der Neustrukturierung der "R+S Group", die laut Röhner ein "Familienunternehmen ist und bleibt", stehen die 3.800 Mitarbeiter sowie die Kunden. Burkhardt: "Wer Stabilität und Synergien will, der braucht eine klare Richtung. Deshalb haben wir unsere Vision und die Unternehmenswerte komplett neu entwickelt". Auch der Auftritt nach außen habe ein neues Gesicht, was unter anderem an der neuen Website deutlich werde.

Waren es bislang sieben Säulen, fußt die "R+S Group" künftig auf drei Sparten: Kerngeschäft ist die Gebäudetechnik. Sie nimmt eine bedeutende Rolle ein und ist in der "R+S Solutions" verankert, dem technischen Ressort des Konzerns. In der zweiten Sparte "NEWA" befindet sich das gesamte Handelsgeschäft mit Elektro-Großhandel und Endkunden-Geschäft. „In einer digitalen Welt mit globalem Wettbewerb verändern sich die Bedürfnisse unserer Kunden und damit auch die Anforderungen an uns.“ Unter dem Dach der "R+S POWER Solutions" sind schließlich Personallösungen sowie Industrie- und Dienstleistungen untergebracht.

Im Zuge der neuen Struktur ist es laut Burkhardt auch zu Veränderungen im Vorstand der "R+S Group AG" gekommen. Neben dem 48-jährigen Vorstandsvorsitzenden  steht der 52 Jahre alte Bauer als Vorstand an der Spitze des Konzerns. „Damit haben wir das Leitungsgremium seit Mai 2018 von sechs auf zunächst drei und jetzt zum Jahresbeginn auf zwei Köpfe verkleinert und, wie angekündigt, auch verjüngt. Das war gemeinsame Zielsetzung mit dem Aufsichtsrat und den Gesellschaftern. Ende 2018 ist, ebenfalls geplant, Armin Alt aus der Führungsriege ausgeschieden“, sagt Burkhardt und ergänzt: „Wir werden im Vorstand künftig von einem erweiterten Managementteam unterstützt und haben die operativen Einheiten gestärkt.“

 Firmengründer, Mehrheitsgesellschafter und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Röhner  hat sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. Seine Aufgabe liegt darin, sich um Zukunftsmärkte und strategische Themen zu kümmern. „Diese Entscheidung habe ich für mich persönlich getroffen. Sie war wohl überlegt und über einen längeren Zeitraum gut vorbereitet“, betont der 57-Jährige und sagt: „Der Plan geht auf. Unsere Neuausrichtung, die absolut nach Zeitplan läuft, ist der erste sichtbare Beweis dafür.“ Das Verhältnis zu Burkhardt sei äußerst harmonisch

Noch etwas ist Burkhardt und Bauer sehr wichtig: "Wissen, was an der Basis los ist. Deshalb legen wir den Fokus auf unsere Mitarbeiter. Sie sind die Herzkammer der ,R+S Group' und für unseren gemeinsamen Erfolg verantwortlich.“ Der smarte und dynamische Auftritt im Web, bei Social Media sowie den internen und externen Publikationen soll die Arbeitgebermarke weiter voranbringen und das Profil des Unternehmens schärfen.

Zwei bedeutende und sehr komplexe Projekte wickelt die "R+S Group"  aktuell in der Region ab. Dazu zählen der Neubau des OP- und Notfallzentrums am Klinikum Fulda und die neue CI-Factory mit Logistik-Tower von Engelbert Strauss an der A 66 bei Schlüchtern. „Beide Großbaustellen - mit einem Gesamtvolumen von über 30 Millionen Euro - sind uns wichtig, denn sie erzeugen bei den Mitarbeitern einen gewissen Werksstolz und unseren Auftraggebern können wir zeigen, welches Know-how und welche Kompetenzen die ,R+S Group' besitzt“, sagt Burkhardt.

Ein Highlight im Jahr 2019 soll der Start für das Projekt „Flugsteig G im neuen Terminal 3“ der Fraport AG in Frankfurt am Main sein. „Dass wir uns hier im internationalen Wettbewerb erfolgreich durchsetzen konnten, freut uns sehr, denn unser Auftrag ist die Ausführung der Elektrotechnik in diesem Gebäude, von der Brandmeldeanlage bis zur Informationstechnik.“ Der Vorstandsvorsitzende rechnet damit, dass in der Spitze bis zu 150 Mitarbeiter der Niederlassungen Fulda, Hanau und Mannheim dort gleichzeitig zum Einsatz kommen. „Das ist erstmalig und ein Rekord.“ Die Bauzeit beträgt 29 Monate, das Auftragsvolumen beträgt 26,2 Millionen Euro. Erstmals tritt "R+S" als ARGE mit der "Lindner AG" aus Arnstorf (Bayern) sowie weiteren Partnern auf.

Mit 3.800 Mitarbeitern an 30 Standorten erwirtschaftet die "R+S Group AG" ein Jahresvolumen von rund 400 Millionen Euro Umsatz. „Unsere Auftragslage hat aktuell eine Reichweite von knapp 14 Monaten im Voraus“, berichtet Finanz-Vorstand  Bauer und erklärt: „Damit sind wir für 2019 bestens aufgestellt. Die Herausforderung besteht nun darin, Fach- und Führungskräfte in ausreichender Zahl zu generieren, um die komplexen Projekte, die uns vom regionalen Markt abheben, abwickeln zu können. Dieses Phänomen beschäftigt nicht nur die ,R+S Group', sondern die gesamte Branche.“

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