Fuldaer Handel begrüßt Initiative der Stadt 

Fuldas Innenstadt.
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Fuldas Innenstadt.

Nach den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz vom 22. März wird in Hessen am 29. März die „Notbremse“ gezogen.

Fulda. „Nach den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz vom 22. März wird in Hessen am 29. März die ‚Notbremse‘ gezogen und die meisten von Ihnen müssen erneut in den Lockdown oder verbleiben weiterhin darin. Wir hatten gehofft, dass wenigstens weiterhin die Möglichkeit des ‚Click & Meet‘ besteht, doch diese Hoffnung hat sich auch zerschlagen. Da sich ‚Click & Collect‘ für die meisten Geschäfte nicht lohnt, kommt dies einer erneuten Geschäftsschließung gleich.

In den vergangenen Wochen hat es überwiegend in den Schulen und Kitas, in Büros, im produzierenden Gewerbe und im privaten Bereich ein erhöhtes Infektionsgeschehen gegeben. Im Einzelhandel, der Gastronomie und der Hotellerie war dies nachweislich nicht der Fall. Trotzdem bleiben alle Bereiche mit einem erhöhten Infektionsgeschehen geöffnet und ausschließlich der Einzelhandel, die Gastronomie und die Hotellerie erneut geschlossen. Diese Vorgehensweise ist nicht nur völlig unlogisch und gesellschaftlich ungerecht, es ist in jedem Fall einfalls- und perspektivlos.

Wir brauchen endlich eine Alternative zum Endloslockdown! Das City Marketing entwickelt deshalb gemeinsam mit der Stadt Fulda ein Coronaperspektivkonzept auf Basis des Tübinger Modells. Kernidee des Konzeptes ist es eine inzidenzunabhängige Öffnung von Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie und Kultur zu ermöglichen. Zugangsvoraussetzung für die Nutzung der Einrichtungen ist ein tagesaktueller negativer Corona-Schnelltest der kostenfrei in einem Schnelltestzentrum gemacht werden kann. Wer negativ getestet wurde, kann demnach an diesem einen Tag alle für das Modellprojekt zugelassenen Einrichtungen nutzen. Die Stadt Fulda hat bereits mehrere Testzentren errichtet und ist hier gegenüber anderen Städten in der Vorreiterrolle.

Um die Kontaktnachverfolgung möglichst effizient zu gestalten und dem berechtigten Wunsch der Kunden nach Datenschutz nachzukommen, soll flächendeckend die Luca-App (oder eine funktionell vergleichbare App) eingesetzt werden. Hierzu laufen bereits Verhandlungen mit dem Hersteller durch das Land Hessen und auch direkt auf Landkreisebene.

Die aktuelle Anpassungsverordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus der hessischen Landesregierung sieht ausdrücklich die Möglichkeit von kommunalen Modellprojekten vor. Diese Modellprojekte sind jedoch genehmigungspflichtig und an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Die Stadt Fulda hat sich inzwischen offiziell beim Land Hessen für das Modellprojekt beworben und wir hoffen, dass dieser Antrag positiv beschieden wird. Unsere Bundeskanzlerin hat in ihrer heutigen Regierungserklärung ebenfalls hohe Erwartungen geweckt, wörtlich sagte sie: ‚Wir sind ein föderaler Staat. Keinem Bürgermeister ist verwehrt, das zu tun, was in Tübingen passiert.‘ “

Diese Modellprojekt könnte die Grundlage für eine dauerhafte Öffnungsperspektive für unsere Stadt und ein Rettungsanker für Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie sein. Sicherlich wird es bei der Umsetzung auch Rückschläge geben, aber es wird Zeit das wir neue Strategien umsetzen.

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