Das Fuldaer "Kaufhaus mit Herz" gibt es seit einem Jahr 

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Einrichtung in der Einhardstraße 56 am Aschenberg wird von "AWO" und "Diakonie" als gemeinnütziges Projekt betrieben

Fulda - Not sehen und handeln“ – unter diesem Leitgedanken eröffnete vor einem Jahr das „Kaufhaus mit Herz“ in der Fuldaer Einhardstraße 56. In Zusammenarbeit von „AWO“ und „Diakonie“, die das Kaufhaus mit Kleidung und Haushaltswäsche ergänzen, wurde mitten am Aschenberg ein Ort der günstigen Kaufgelegenheit und zwischenmenschlichen Begegnung geschaffen. Ergänzt wird das Angebot im Kaufhaus durch eine Änderungsschneiderei und den „DHL“- Paketshop. Hunderte Sachspenden wurden im vergangenen Jahr abgeliefert oder vom Abholservice direkt bei den Spendern abgeholt.

„Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um unseren Spendern für die Hilfen und unseren Kunden für die Treue zu danken“, erklärt Mitarbeiter Frank Menningen. Grundsätzlich verfolgt die „AWO“ mit dem Betrieb der Einrichtung drei Ziele: Zum einen soll Beziehern des Arbeitslosengeldes II eine sinnvolle Beschäftigung mit dem Ziel der Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt angeboten werden. „Die Arbeit bringt die Kollegen nach vorne. Sie macht selbstbewusster und gibt Mut“, berichtet Bereichsleiter Thomas Desch über die Arbeit im Lager, in der Beratung und hinter der Kasse.

Zum anderen können Menschen mit wenig Geld Möbel, Kleidung, Haushaltswäsche und andere Gegenstände des täglichen Lebens günstig erwerben. Darüber hinaus gibt es einen ökologischen Aspekt. Die Projekte dienen auch dazu, gut erhaltene Gebrauchsgegenstände und Kleidung im Kreislauf der Nutzung zu halten. Eine Schrankwand, Eiche Massivholz – im „Kaufhaus mit Herz“ in der Einhardstraße ist das nicht zu haben.

Leiter und Mitgründer Desch lehnt es rundweg ab, eine solche Spende zum Weiterverkauf entgegenzunehmen: „Das wird ein Ladenhüter.“ Helle, kleine Möbel sind gefragt. Denn heute kommen längst nicht mehr nur sozial Bedürftige, um sich mit günstigen Möbeln einzudecken wie noch vor Jahren. „Eine bunte Mischung quer durch die Bevölkerung trifft bei uns aufeinander“ sagt Mitarbeiter Menningen.

Damit räumt er auch gleich mit einem häufigen Missverständnis auf. „Zu uns kann jeder kommen, unabhängig vom Verdienst und ohne Nachweise. Von jungen Eltern über Studenten, Alleinstehenden bis zu Rentnern kommen Kunden auf der Suche nach Schnäppchen – oder auch Sammlerstücken.

Das „Kaufhaus mit Herz“ wird von der „AWO“ und der „Diakonie“ als gemeinnütziges Projekt ohne Gewinn betrieben. Jeder kann zum Gelingen beitragen, indem man Sachspenden abgibt oder telefonisch anfragt unter 0661/20696028.

Ohne ehrenamtliche Helfer aber geht es nicht, die zur Unterstützung sehr willkommen sind. „Die einen machen dies, die anderen etwas anderes. Es ist ein Geben und Nehmen und macht die besondere Gemeinschaft aus“, findet Menningen. „Das ist ein Erfahrungsschatz, auf den man zurückgreifen kann.“

 Das „Kaufhaus mit Herz“ ist Montags bis Freitags zwischen 9 und 13 Uhr sowie zwischen 15 und 18 Uhr geöffnet.

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