Eindrucksvoller Protest gegen drohendes "Wella"-Aus 

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Machtvoller Protest gegen drohende "Wella"-Schließung des "Wella"-Standortes Hünfeld

Eindrucksvoller Protest gegen drohendes "Wella"-Aus 

Fulda - Es war eine eindrucksvolle Demonstration des Protests gegen die drohende Schließung des "Wella"-Standortes Hünfeld. Gegen Ende der traditionellen 1.-Mai-Kundgebung in Fulda, organisiert vom "DGB", dürften sich rund 1000 Teilnehmer am Festplatz beim Feuerwehrmuseum eingefunden haben, um der Hauptrede von "DGB"-Organisationssekretär Rolf Müller zu lauschen. Zu Beginn der Veranstaltung auf dem Bahnhofsvorplatz und dann auf dem Uniplatz war es zunächst nur knapp die Hälfte gewesen, darunter gut 400 Beschäftigte der "Wella" und ihre Familien.

Wie vor Kurzem bekanntgeworden war, plant das Unternehmen "Coty", den Hünfelder "Wella"-Standort zu schließen. Damit sind gut 380 Arbeitsplätze massiv gefährdet. Zur 1.-Mai-Kundgebung nach Fulda waren Beschäftigte aus der gesamten Region gekommen, darunter natürlich aus Hünfeld, aus Burghaun, Eiterfeld, Bad Hersfeld, Rasdorf, Tann, Dermbach, Dipperz, Lauterbach und Fulda. Zum Zeichen des Protests und aus Solidarität mit den Betroffenen trugen viele weiße T-Shirts. Um ihre Verbundenheit mit den "Wellanern" zu zeigen, hatten sich neben dem Hünfelder Bürgermeister Stefan Schwenk und Erstem Stadtrat Theo Flügel auch die beiden Bundestagsabgeordneten Michael Brand und Birgit Kömpel, die Landtagsabgeordneten Sabine Waschke und Dr. Walter Arnold sowie Landrat Bernd Woide zur Kundgebung aufgemacht. Schilder, unter anderem mit der Aufschrift "Management und guter Wille - sonst wird es in Hünfeld stille", unterstrichen die Forderungen.

Bevor die Teilnehmer zum Uniplatz zogen, kritisierte DGB-Kreisvorsitzender Franz-Georg Brandt massiv den US-Konzern "Coty", der von der deutschen Unternehmer- und Milliardärsfamilie Reimann kontrolliert werde. Nur weil man "für ein paar Cent woanders billiger produzieren" wolle, gefährde man die Existenz von 380 Beschäftigten und ihrer Familien. Dies sei "pervers" und habe mit sozialer Marktwirtschaft nichts zu tun. "Jetzt müssen alle zusammenstehen und dem Arbeitgeber die Zähne zeigen", forderte Brandt und appellierte an die Belegschaft, sich nicht willenlos zur Schlachtbank führen zu lassen. Die Solidarität des DGB sei ihnen sicher.

Dafür dankte Norbert Herr, Betriebsratsvorsitzender der "Wella" Hünfeld, der in seine Dankesworte auch die bisherigen Bemühungen der Bundes- und Landespolitiker Brand, Kömpel und Arnold einbezog. So sei es dank Kömpel unter anderem zu einem ersten Kontakt mit Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries gekommen, die wiederum mit den Geschäftsführern in Darmstadt und Genf konferieren wolle. Und dank Arnold habe es ein Gespräch mit Ministerpräsident Volker Bouffier und Bürgermeister Schwenk gegeben, "der für uns ein ganz wichtiger Mitstreiter ist". Herr: "Jede Art der Unterstützung ist wichtig, die einzelnen Regionen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden." Warum der Hünfelder "Wella"-Standort nach rund 73 Jahren aufgegeben werden solle, sei nicht nachvollziehbar und nicht akzeptabel. Mit dieser ersten Aktion bei der 1.-Mai-Kundgebung werde ein erstes Zeichen des Protests gesetzt.     

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