Erfolg für Fuldaer Musikvideo in den USA

Sascha Loffl und Freunde haben ein Werk für die Band "They Might Be Giants" produziert, das sehr gut ankam

Fulda - Großer Erfolg für den Fuldaer Sascha Loffl und ein von ihm produziertes Musikvideo: Dieses ist bei einem Wettbewerb in den USA ganz vorne gelandet. Loffl: „Die US-Band ,They Might Be Giants’ hatte für das offizielle Musikvideo des Liedes ,I Left My Body’ einen Wettbewerb ausgeschrieben. Ich habe mitgemacht und ein Musikvideo produziert, das es letztendlich unter die Gewinner geschafft hat, und nun eines der drei offiziellen Musikvideos ist“.

Loffl hatte erst wenige Wochen vor dem Abgabeschluss vom Wettbewerb erfahren, daher wurde das Projekt mit kleinstmöglichem Aufwand Hals über Kopf angegangen. „Glücklicherweise fanden sich genügend Freunde, die Lust und Zeit hatten, spontan ein paar Stunden am Abend nach der Arbeit oder am Wochenende zu opfern, um vor oder hinter der Kamera zu agieren. Es gab kein detailliertes Drehbuch, sondern es wurde vielmehr lediglich die Grundstimmung der Handlung und der grundsätzliche Ablauf einer Szene definiert, und dann dementsprechend improvisiert“. Ein Glücksgriff sei dabei auch „Freddy“ gewesen, der Border Collie einer Arbeitskollegin. Dieser sei wunderbar zutraulich und hervorragend dressiert, und durch die Tierfotografie seines Frauchens auch schon daran gewöhnt, gezielt vor der Kamera zu agieren.

Als stilistische Orientierung für das Musikvideo wünschte sich die Band, dass auf keinen Fall einfach bebildert werden solle, was man im Liedtext hört. Das wäre auch schwierig geworden, da der Text sehr bildhaft und oft auch verwirrend und zusammenhanglos erscheint. Loffl: „Es gab also einen erheblichen Interpretationsspielraum, und dementsprechend sollte vielmehr ein Zugang zur grundsätzlichen Idee und Stimmung des Liedes gefunden werden, und diese ,eher poetisch als erzählerisch’ abbilden. Dies kann naturgemäß alles und nichts bedeuten, und stellt darüber hinaus einen höchst subjektiven Bereich des Filmemachens dar“. Er habe einen Ansatz einer bewusst banalen Szenerie verfolgt, der beim Zuschauer im Verlauf erst eine sympathische Verwirrung durch scheinbar absurde Handlungselemente auslöst und schlussendlich einen aha-Effekt bietet, wobei die Auflösung selbst noch Interpretationsspielraum lässt.

 Was ihn sehr freue, ist, dass diese zugrunde liegende kreative Strategie und Wunschvorstellung, wie das Musikvideo stilistisch und von der Stimmung her im besten Fall auf den Zuschauer wirken soll, offenbar voll aufgegangen ist. Dies bringen auch Kommentare unter dem Video auf dem offiziellen „They Might Be Giants“-YouTube-Kanal (über 50.000 Abonnenten) auf den Punk: „I was confused at first but once the meaning hit me, i really started to appreciate it!“. Da es der größte Erfolg beim Filmemachen ist, wenn Zuschauer das Ergebnis genießen und wertschätzen, sei das natürlich Balsam für die Filmemacher-Seele).

Loffl war bereits mit drei vorherigen Produktionen (zwei Kurzfilme und ein Musikvideo) auf diversen internationalen Kurzfilmfestivals vertreten, doch dieser Wettbewerb war der erste, bei dem neben der ideellen Auszeichnung als Bonus auch noch eine materielle ausgelobt wurde: Neben einem Preisgeld gab es professionelle Filmemacher-Software im Wert von insgesamt fast 4.700 US-Dollar. Das Software-Paket optimiere technische Abläufe von Filmprojekten und erleichtere die Umsetzung von visuellen Effekten.

Für einen weiteren Kurzfilm finden in nächster Zeit die letzten Nachdreharbeiten statt: „Doppelmord“ ist ein skurriler Kurzfilm über ein zerstrittenes Ehepaar, das seine Unstimmigkeiten mehr als einmal durch blutige Maßnahmen mit letalem Ausgang klärt. Als Schauspieler sind bekannte Namen aus den Fuldaer Musicals dabei: Sascha Kurth, Larissa Windegger und Torsten Paul. Weitere Ideen für Kurzfilme und Musikvideos sind bereits ausgearbeitet. Das Gewinner-Musikvideo ist auf dem offiziellen „You Tube“-Kanal der Band „They Might Be Giants“ zu sehen.

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