Fuldaer bei Palliativkonferenz im Vatikan mit dabei

Palliativstiftungs-Vorstand Dr. Thomas Sitte und Geschäftsführerin Elke Hohmann in Rom: Kongress hat am Mittwoch begonnen

Global denken: Dazu hat Papst Franziskus im Zusammenhang mit der weltweiten Palliativversorgung aufgerufen. Aus diesem Grund hat er die internationale Expertengruppe "PAL-LIFE" ins Leben gerufen, die von der "Deutschen PalliativStiftung" mit Sitz in Fulda mitinitiiert wurde. Die erste von der Arbeitsgruppe organisierte Konferenz findet ab Mittwoch im Vatikan statt. Dort werden Empfehlungen vorgestellt, die für alle Einrichtungen der Krankenversorgung der katholischen Kirche gelten sollen. Daran nehmen auch der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Palliativstiftung, Dr. Thomas Sitte, und Geschäftsführerin Elke Hohmann teil.

Seit Dienstag sind beide im Vatikan. Bereits 2011 gab es mehrere Schreiben der Stiftung an Papst Benedikt mit der Bitte, die Versorgung weltweit zu unterstützen. Im Februar 2014 war Sitte bei einer Audienz des Papstes Franziskus, bei der er ihm seine Anliegen vortragen durfte. Danach gab es erste Gespräche mit der Päpstlichen Akademie für das Leben.

Im Herbst 2016 begleitet Sitte dann Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit, in den Vatikan als einziger Experte. Gröhe hob damals Sittes Engagement für den Aufbau von Hospizarbeit und Palliativversorgung und gegen Beihilfe zur Selbsttötung hervor. Nach diesen ersten Gesprächen machte Franziskus schnell deutlich, dass er zeitnah Ergebnisse sehen wolle. Daraufhin wurde eine Arbeitsgruppe berufen, bei der eine handvoll Experten – darunter Sitte – erste Konzepte ausarbeiteten, sodass im März 2017 schließlich das erste größere Treffen mit 12 Experten aus der ganzen Welt organisiert wurde.

 „Unsere Vision ist es, dass jeder Mensch palliativ versorgt werden kann , wenn er es braucht. Denn noch immer haben rund zwei Drittel der Menschen keinen ausreichenden Zugang zu Schmerzmitteln“, erklärt der Mediziner Sitte. Dass die Deutsche PalliativStiftung dabei einen solchen Stellenwert hat, sei eine große Ehre. „Nie hätte ich es erwartet, einmal ein kleines Rad in einem so mächtigen Getriebe zu werden. Wir können global etwas bewegen“, sagt Sitte optimistisch.

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