Fuldaer Schützen-Volksfest auch 2021 wegen der Corona-Pandemie abgesagt

Wegen der Corona-Pandemie haben die Veranstalter auch in diesem Jahr das Schützen-Volksfest auf der Fuldaer Ochsenwiese absagen müssen. Nach 2019 fällt das Sommer-Highlight in der Barockstadt ein zweites Mal Corona zum Opfer. Fotos wie diese aus dem Archiv wird es also in diesem Jahr nicht geben.
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Wegen der Corona-Pandemie haben die Veranstalter auch in diesem Jahr das Schützen-Volksfest auf der Fuldaer Ochsenwiese absagen müssen. Nach 2019 fällt das Sommer-Highlight in der Barockstadt ein zweites Mal Corona zum Opfer. Fotos wie diese aus dem Archiv wird es also in diesem Jahr nicht geben.

Es ist eine traurige Botschaft: Auch in diesem Jahr wird das Fuldaer Schützen-Volksfest auf der Ochsenwiese nicht stattfinden.

Fulda. „Was sich leider schon länger abgezeichnet hat, wurde nun doch endgültig zur Tatsache“, sagt der langjährige Schützen-Volksfest-Generalunternehmer Heiner Distel auf Nachfrage von FULDA AKTUELL.

„Wir haben letzte Woche endgültig die Planungen für die Veranstaltung eingestellt. Bis dahin haben wir immer noch auf ein kleines Impfwunder und weiteren Lockerungen gehofft. Es ist aber nun absehbar, dass sich bis zum geplanten Zeitpunkt keine große Veränderungen ergeben werden, und somit die Auflagen und Hygienemaßnahmen für die Veranstaltung zu viele Einschränkungen mit sich bringen würde um die Veranstaltung sicher und finanziell abgesichert durch zu führen“, so Distel.

Kostenexplosion

Es hätte kein Festzelt gegeben, keine Sonderaktionen wie das Feuerwerk oder die „Ladies Night“ und im Gegenzug hätten Beschränkungen „mit erheblich mehr Sicherheit wie Einzäunung, Personenbeschränkungen, weniger Geschäfte wegen der vorgeschriebenen Abstände, Hygienekonzept an allen Geschäften, mehr Sanitärräume, mehr Sicherheitsdienst für die Dauer von zehn Tagen eine Kostenexplosion erlebt, die nicht zu verantworten gewesen wäre. Abgesehen davon wäre es unter diesen Umständen auch sicherlich kein Schützenfest geworden, wie wir und unsere Besucher es kennen und lieben“, sagt der Generalunternehmer.

„Mir und meiner ganzen Familie tut diese Entscheidung enorm leid. Nicht nur, dass wir unsere Arbeit für die Veranstaltung nun in die Papiertonne entsorgen können. Nein, auch für die Kollegen, die nun schon das zweite Jahr auf lukrative Veranstaltungen wie das Fuldaer Schützenfest verzichten müssen. Das führt natürlich auch zu finanziellen Härtefällen bei einigen Kollegen. Jetzt beginnt wieder das große Hoffen, dass bis zum Herbst wenigstens die Weihnachtsmärkte stattfinden können. Ansonsten wird es in der Branche mehr als bitter.“

„Einige Kollegen können mit ihren kleineren Geschäften, wie beispielsweise einem Kinderkarussell oder einem Mandelstand, temporär in den Innenstädten gastieren. Aber auch da war ja bis vor kurzem wenig Publikum in unterwegs. Für die größeren Fahrgeschäfte wie beispielsweise meinem Auto-Skooter ist aber in den Innenstädten zu wenig Platz. Dieser steht nun seit Oktober 2019 in unserem Lager“, so Distel zur aktuellen Situation der Schausteller-Branche. „Wenn wir es schaffen, dass bis zu den Weihnachtsmärkten viele Menschen geimpft sind und ei Märkte stattfinden können, dann ist für das Jahr 2022 wieder langsam etwas Normalität in Sicht“, so Distel. Die Veranstalter des Fuldaer Schützen-Volksfestes seien vor einem Jahr waren noch fest überzeugt gewesen, dass das Fest 2021 wieder stattfinden könnte. „Nun sind wir mit unseren Prognosen für 2022 etwas vorsichtiger, aber nicht weniger optimistisch“, sagt der Generalunternehmer.

„Die Stadt Fulda bedauert die erneute Absage des Schützenfestes. Nun schon zum zweiten Mal in Folge kann ein Stück gewachsener Fuldaer Tradition nicht gelebt werden. Gleichwohl ist die Absage angesichts der Umstände und der Nicht-Durchführbarkeit von Festen in ähnlicher Größenordnung in diesem Jahr konsequent und nachvollziehbar“, so Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld auf Anfrage unserer Zeitung.

„Mit der Veranstalter-Familie Distel befindet sich die Stadt seit Monaten im engen Austausch, sowohl was die ursprünglichen Pläne anging als auch was aktuell die Überlegungen für mögliche kleinere Ersatz-Events im späteren Jahr betrifft. Wann und wo solche Events konkret stattfinden könnten, ist jedoch noch unklar und hängt noch von diversen Einflussfaktoren ab“, so der Fuldaer OB.

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