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"Jugend forscht": Preis der Bundeskanzlerin für zwei Fuldaer

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Anna Fleck und Adrian Fleck gewinnen Auszeichnung für Entwicklung eines speziellen Gelenkschutzes, etwa für den Motorradsport

Fulda - Die Siegerinnen und Sieger des 53. Bundesfinales von "Jugend forscht" stehen fest. Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung sowie Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Jugend forscht e. V., hat am Wochenende in Darmstadt Deutschlands beste Jungforscher und ihre herausragenden Leistungen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) ausgezeichnet. Darunter sind mit Anna Fleck und Adrian Fleck auch zwei Preisträger aus Fulda.

Bei der Siegerehrung im darmstadtium gratulierte die Ministerin den Preisträgern und ermutigte sie dazu, weiter für ein besseres Leben in Deutschland und der Welt zu forschen: „Ich gratuliere allen Preisträgern von Herzen zu ihren herausragenden wissenschaftlichen Leistungen. Sie zeigen eindrucksvoll, wie viel Talent, Wissensdurst und Schaffenskraft in unseren Nachwuchswissenschaftlern steckt. Wir brauchen in Deutschland junge Menschen, die den Mut haben, Neues zu denken. Menschen, die Ideen und den festen Willen haben, daraus etwas Gutes für jeden Bürger unserer Gesellschaft zu schaffen. Ich freue mich für jeden Einzelnen der Preisträger. Sie haben den vollen Rückenwind unseres Landes, um ihren vielversprechenden Weg in der Wissenschaft und Forschung mutig voranzugehen.“

Der diesjährige Bundeswettbewerb, an dem 182 Jungforscher mit 105 Projekten teilnahmen, wurde gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und dem Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck, das in diesem Jahr 350-jähriges Jubiläum feiert.

Anna Fleck (16) und Adrian Fleck (19) aus dem Fuldaer Stadtteil Istergiesel wurden mit dem Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit ausgezeichnet. Die beiden entwickelten aus Speisestärke einen speziellen Gelenkschutz etwa für den Motorradsport. Die Effektivität ihres neuartigen Protektors im Hinblick auf Energieabsorption und Haltbarkeit testeten sie mithilfe eines selbst konzipierten Messverfahrens. Anna ist Schülerin des Marianums, Adrian besucht die Ferdinand-Braun-Schule.

Hintergrund: Beim Inlineskaten oder im Motorsport – Protektoren schützen Rücken, Schultern und Gelen ke, was insbesondere bei Stürzen unerlässlich ist. Meist besteht die Schutzausrüstung aus starrem Kunststoff und schränkt daher die Bewegungsfreiheit des Sportlers ein. Nicht so der Protektor von Anna und Adrian Fleck: Er besteht aus einer weichen Silikonhülle, die mit einer stärkehaltigen Flüssigkeit gefüllt ist. Diese erstarrt bei hoher Krafteinwirkung zum Feststoff und schützt so zuverlässig vor Verletzungen. Die Geschwister haben nicht nur die ungewöhnliche, sogenannte nicht-newtonsche Eigenschaft der Speisestärke-Flüssigkeit genutzt und optimiert, sie entwickelten zudem eine Messapparatur, mit der sie die Effektivität ihres „FleckProtecs“ mit der von handelsüblichen Produkten verglichen.

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