"Azubi-Region": Fuldaer Vorzeige-Projekt zur Fachkräftesicherung

Sommerreise des Demografie-Beauftragten, Staatsminister Wintermeyer, nach Fulda

Fulda - Die Region Fulda braucht dringend Azubi-Nachwuchs. Es kommen rund 2,5 offene Lehrstellen auf einen Bewerber. Um das zu ändern, werben Politik und Wirtschaft mit der Kampagne „Azubi Region Fulda“ überregional um Auszubildende. Auf seiner Sommerreise hat sich der Chef der Hessischen Staatskanzlei und Demografie-Beauftragte der Hessischen Landesregierung, Staatsminister Axel Wintermeyer, am Dienstag über das Projekt der  Wirtschaftsförderungsgesellschaft informiert. Es ist eine von sechs Initiativen, die für den mit 24.000 Euro dotierten Hessischen Demografie-Preis nominiert sind, der im September in Wiesbaden verliehen wird.

„Viele junge Menschen zieht es in die Ballungsräume, was dazu führt, dass die Einwohnerzahl in ländlichen Regionen zurückgeht. Dies ist eine große Herausforderung, die auch die Arbeitswelt betrifft. Die Unternehmen vor Ort sind dringend auf Fachkräfte angewiesen. Die ,Azubi Region Fulda‘ ist ein Vorzeige-Projekt zur Fachkräftesicherung. Sie wirbt überregional, um Jugendliche gezielt von den guten Karrierechancen und den langfristigen Perspektiven im Landkreis Fulda zu überzeugen. Solche Initiativen sorgen dafür, dass unsere ländlichen Regionen attraktiv und zukunftsfähig bleiben“, betonte Wintermeyer.

„Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer Schritt für dich“: So wirbt die Region Fulda um Nachwuchskräfte auf ihrer Azubi-Internetseite. 23 Partnerunternehmen haben sich der Initiative angeschlossen, die im vergangenen Jahr gemeinsam von der Stadt und dem Landkreis Fulda, der Industrie- und Handelskammer, der Kreishandwerkerschaft und regionalen Unternehmen gestartet wurde. Vor allem im Netz wird geworben – auf Instagram, Facebook oder YouTube.

Damit der Kurs stimmt für die Einsteiger ins Berufsleben und die Unternehmen, gibt es Julian Bolz, den Azubi-Navigator. Er beantwortet Fragen und vermittelt so genannte #trydays. Das sind Schnupper-Tage für Jugendliche, die nicht aus der Umgebung kommen. Sie können Betriebe besichtigen, an einer Stadtführung teilnehmen und den deutschlandweit ersten Azubi-Campus „pings“ besuchen – ein Ort zum Wohnen, Arbeiten, Lernen und vor allem Leben.

„Die beruflichen Chancen haben großen Einfluss auf die Wohnortentscheidung und es ist wichtig zu zeigen, welche Wirtschafts- und Innovationskraft die Unternehmen in ländlichen Regionen haben. Politik und Wirtschaft müssen an einem Strang ziehen – wie hier in Fulda. Dies stärkt die ländlichen Regionen und ist gut für unser Land. Ich bin sicher, dass die ‚Azubi Region Fulda‘ einiges bewirken kann. Deshalb ist das Projekt für den Demografie-Preis nominiert“, sagte der Demografie-Beauftragte Wintermeyer.

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