Im Pitztal: Fuldas höchster Punkt auf 2.519 Metern

DAV Sektion Fulda  hat  im Pitztal eine neue Wegmarke am Fuldaer Höhenweg in Form einer stilisierten Lilie eingeweiht

Fulda/Pitztal - Das österreichische Pitztal hat seit  Samstag eine Fulda-Lilie und Fulda einen neuen höchsten Punkt: Die Sektion Fulda des Deutschen Alpenvereins hat  im Pitztal eine neue Wegmarke am Fuldaer Höhenweg in Form einer stilisierten Lilie eingeweiht - und damit Fuldas höchsten Punkt auf 2.519 Metern ausgerufen.

2019 hat die DAV Sektion Fulda gleich doppelten Grund zum Feiern, denn: zum einen begeht der DAV Hauptverband in München sein 150-jähriges Jubiläum und zum anderen feiert Fulda - die Heimatstadt des Vereins - ihr 1.275-jähriges Stadtjubiläum. Diese beiden Jubiläen würdigen und zukünftig an sie erinnern wird nun eine neue Wegmarke am Fuldaer Höhenweg im Pitztal.

Bei der feierlichen Einweihung am Samstag waren bei bestem Bergwetter neben ehrenamtlich Aktiven der Sektion auch Fuldas Oberbürgermeister a.D. Gerhard Möller, Thomas Neuner vom Pitztaler Tourismusverband und die Hüttenwirte des Taschachhauses Christoph und Barbara Eder zugegen. „Es ist eine besondere Ehre für uns, diese Wegmarke am Fuldaer Höhenweg errichten zu dürfen und damit an die Verbundenheit zwischen unserer Sektion und dem Pitztal sowie unserer Sektion und ihrer Heimatstadt Fulda zu erinnern.“, so Michael Rutkowski,  Vorsitzender der DAV Sektion Fulda, bei der feierlichen Eröffnung des zwei Meter hohen und gut eine Tonne schweren Monumentes, gestaltet von den Gebrüdern von Keitz aus Harmerz.

"Gleichzeitig wollen wir mit der Wegmarke im Besonderen unser gemeinsames Bemühen unterstreichen, die Schönheit der Bergwelt auf naturverträgliche Weise für die Bergwanderer zu erschließen“, so Rutkowski weiter. Denn zum Verweilen und Bestaunen der umliegenden Berg- und Gletscherwelt am Hinteren Eiskastenbach lädt auch eine umlaufende Sitzbank ein, die Teil der neuen Wegmarke ist und den Wanderer zum Innehalten in dieser wunderschönen Natur einladen soll. Zum Abschluss seiner Worte dankte Rutkowski insbesondere Manfred Hagemann, Bernhard Klingebiel und Hermann Vogel und damit den ehrenamtlich Aktiven der Sektion, die die Entstehung des Monumentes - von der ersten Idee bis zum Aufbau im Pitztal - begleitet hatten.

Gerhard Möller überbrachte in seiner Ansprache die Grüße der Stadt Fulda und insbesondere des amtierenden Oberbürgermeisters Dr. Heiko Wingenfeld. Er bedankte sich bei der DAV Sektion Fulda für das vorbildliche Engagement am Fuldaer Höhenweg und bezeichnete diesen Beitrag der Sektion zum Stadtjubiläum als außergewöhnlich und wünschte, dass die Lilie nun viele Wanderer auf Fulda aufmerksam mache.

Thomas Neuner vom Pitztaler Tourismusverband berichtete von der großen Beliebtheit des Fuldaer Höhenweges bei den Pitztal-Urlaubern. Danach trugen sich die Anwesenden in das Wegmarkenbuch ein, das bereits seit dem Aufbau der Wegmarke  rege genutzt wurde. An diesem Tag wurde die Lilie an ihren Platz gebracht und aus insgesamt vier Teilen zusammengesetzt, nachdem sie von der Fuldaer Spedition Brähler sicher ins Pitztal gebracht wurde.

Eigens zur Eröffnung der Wegmarke war die DAV Sektion Fulda mit knapp 30 ehrenamtlich Aktiven angereist und gemeinsam zum Taschachhaus am Talende aufgestiegen, von wo aus man den Standort der Wegmarke nach einer knapp einstündigen Wanderung erreicht. In verschiedenen Bergtouren hatten die Mitgereisten zudem die Möglichkeit, die Schönheit der umliegenden Berg- und Gletscherwelt zu erkunden.

1958 kam in der DAV Sektion Fulda die Idee auf, den Namen Fulda über einen neuen Höhenweg in den Alpen bekannt zu machen. Im Jahr 1959 trat dann die DAV Sektion Frankfurt mit der Bitte an die Fuldaer heran, sich um einen Weg zwischen der Riffelseehütte und dem Taschachhaus im Pitztal zu kümmern. Dem folgte der Beschluss der Fuldaer, den Weg als Geburtstagsgeschenk für die Sektion Frankfurt zu bauen. Der Weg sollte zur Bergheimat der Fuldaer Sektion werden und wurde durch Arbeitseinsätze der Gruppen der Sektion und der Jugendgruppe erbaut. Am 10. September 1960 erfolgte die Einweihung und Erstbegehung des Fuldaer Höhenweges

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

"Drei Punkte sind immer unser Ziel"

Redaktionsgespräch mit Trainer Sedat Gören und Torjäger Dominik Rummel von der "SG Barockstadt Fulda-Lehnerz"
"Drei Punkte sind immer unser Ziel"

Klartext: Nur Bares ist Wahres?

Fulda aktuell-Redakteurin Antonia Schmidt beschäftigt sich mit dem Thema bargeldloses Bezahlen.
Klartext: Nur Bares ist Wahres?

Kommunikativer Kandidat: Benjamin Tschesnok im Gespräch

Der einzige Hünfelder Bürgermeisterkandidat Benjamin Tschesnok spricht über Familie, Pläne und die Kommunalpolitik.
Kommunikativer Kandidat: Benjamin Tschesnok im Gespräch

Neue Strategie auf der Suche nach Auszubildenden

Traditionelle Lehrabschlussfeier der IHK Fulda in Künzell / Überregionale Nachwuchsoffensive startet
Neue Strategie auf der Suche nach Auszubildenden

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.