Fusion der Giganten: „Karstadt“ und „Galeria Kaufhof“ bald unter einem Firmendach

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„Karstadt“ und „Galeria Kaufhof“ fusionieren. Noch ist nicht klar, welche Auswirkungen das auf die beiden Häuser in Fulda haben wird, die sich am Universitätsplatz gegenüber liegen.

In Fulda stehen sich die Kaufhäuser "Karstadt" und "Galeria Kaufhof" fast direkt gegenüber. Welche Auswirkungen hat die beinahe besiegelte Fusion für die Barockstadt?

Fulda. Jetzt ist es sicher: Die beiden Kaufhausketten „Karstadt“ und „Galeria Kaufhof“ fusionieren. Laut der „Deutschen Presseagentur“ ist offiziell von einer „Fusion unter Gleichen“ die Rede, doch liegen 50,01 Prozent bei „Signa“ von „Karstadt“-Eigentümer René Benko, die „Hudson’s Bay Company“ (HBC, „Galeria Kaufhof“) hält dann 49,99 Prozent der Anteile. Der Fusion müssen die zuständigen Kartellämter noch zustimmen. Seit Ende 2015 die „HBC“ die „Kaufhof“-Warenhauskette übernommen hat, kämpft das Unternehmen laut Medienberichten mit Umsatzrückgängen. Auch „Karstadt“ ist noch nicht lange aus den roten Zahlen heraus. „Karstadt“-Chef Stephan Fanderl soll das zusammengeschlossene Unternehmen leiten.

Statement Wingenfelds

Welche Auswirkungen die Fusion auf die beiden Kaufhäuser hat, die sich am Fuldaer Universitätsplatz gegenüber liegen, ist noch nicht klar. „Sowohl ,Karstadt’ als auch ,Kaufhof’, der im Fuldaer Volksmund oft noch ,Kerber’ genannt wird, sind echte Institutionen in Fulda. Die Fusion ist daher für uns ein bedauerlicher, aber doch nachvollziehbarer und nicht unerwarteter Schritt“, sagt Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld auf Nachfrage von „Fulda aktuell“. „Der Zusammenschluss ist für die Stadt sicherlich mit Risiken, aber auch mit Chancen verbunden. Der Standort Fulda bietet den Vorteil, dass beide Immobilien sich in hervorragender Lage befinden und in einem guten Zustand sind“, so der OB weiter. Die Stadt werde die Beurteilung des Zusammenschlusses von den konkreten Plänen abhängig machen, „die sicherlich in den nächsten Monaten entwickelt werden“, sagt Wingenfeld.

243 Standorte in Europa

Insgesamt wird die neue Riesen-Kaufhauskette in ganz Europa 243 Standorte haben. Die Mitarbeiterzahl wird bei 32.000 Menschen liegen. „Die Fusion darf nicht zu Lasten der Arbeitnehmer gehen“, sagte der „Karstadt“-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Jürgen Ettl nach Bekanntwerden der Fusion. In der Fuldaer Filiale von „Galeria Kaufhof“ arbeiten rund 90 Mitarbeiter, bei „Karstadt“ in Fulda sind es etwa 100.

„Der Universitätsplatz, an dem beide Standorte liegen, ist ein attraktives Quartier und Fulda kann mit guten Daten in punkto Kaufkraft punkten“, ist Oberbürgermeister Wingenfeld überzeugt.

„Karstadt“ und „Galeria Kaufhof“ fusionieren.
Noch ist nicht klar, welche Auswirkungen das auf die beiden Häuser in Fulda haben wird, die sich am Universitätsplatz gegenüber liegen.

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