Galerie: Menschen der Region präsentieren ihre Erinnerungen zu ihrem ersten Auto

„Kaufdatum und Zulassung waren am 4. September 1969. Seitdem ist mein VW-Käfer auf mich zugelassen und wird jetzt nur noch im Sommer gefahren.“      
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„Kaufdatum und Zulassung waren am 4. September 1969. Seitdem ist mein VW-Käfer auf mich zugelassen und wird jetzt nur noch im Sommer gefahren.“      

Vor einigen Wochen haben wir Leserinnen und Leser gefragt, welche Erinnerungen sie an ihr erstes Auto haben. Daraufhin haben zahlreiche Fotos und Geschichten die Redaktion erreicht. Die schönsten Einsendungen präsentieren wir Ihnen hier und in der aktuellen Ausgabe von FULDA AKTUELL.

„Mein erstes Auto, 1971, war ein gebrauchter Opel Kadett A. 1000 ccm und 40 PS.  Den Führerschein habe ich mit etwa 18 Jahren gemacht und ein Vierteljahr später, habe ich mir das Auto für 900 DM gekauft. Das Auto hat mir zwei Jahre treue Dienste geleistet, auch wenn ich an dem alten Schätzchen sehr viel schrauben musste.“
Fulda „Ich wohnte 1965 noch in Fulda und wurde nach Lauterbach versetzt. Dort machte ich den Führerschein. Nach bestandener Prüfung sagte ich zu meinen Freund Jürgen : ‘Komm mit, ich will jetzt ein Auto kaufen‘. Der erwiderte: ‚Da musst du erst mal einen Führerschein machen‘. Ich zog den Schein aus der Tasche und fragte: ‚Meinst du diesen grauen Lappen?‘ In der Maberzeller Straße, kurz vorm Viadukt, fand ich dann diesen NSU/Fiat -Neckar-Spezial. Er war vier Jahre alt, hatte 3000 Kilometer drauf und der Vorbesitzer war ein Frisör.“
„Mein erstes Auto war ein Opel Ascona B 1.6 mit 60 PS. Ich habe das Auto 1987 von meiner Cousine gekauft, doch er hat den ersten Winter leider nicht überlebt.“ 
„Mein Käfer hat nach fast 20-jähriger Laufzeit den Geist aufgegeben. Angemeldet wurde er im März 1959 und abgemeldet im September 1978. Die Vorbesitzerin war meine ältere Schwester Peggy.“
„Mein Opa Oskar Sippel (83) hat den Artikel ‚Und Ihr erstes Auto?‘ von ‚Fulda aktuell‘ begeisternd gelesen und von seinem ersten Auto erzählt.  Als er 18 Jahre alt war, ist er im Jahr 1956 einen Opel Rekord mit Weißwand- Reifen, grünen Ledersitzen und Lenkradschaltung gefahren.  Mit dem Auto hat er seine Jugend verbracht und seine Frau kennengelernt. Deswegen verbindet er viele schöne Erinnerungen mit seinem Opel Rekord. Außerdem ist mein Opa richtig stolz damals schon so ein Auto gehabt zu haben.“
„Mein erstes Auto erwarb ich 1964 im Alter von 19 Jahren. Es war ein DKW, Baujahr 1953 mit 27 PS. Es war nicht schnell, maximal 100 Kilometer pro Stunde. Dafür hatte ich den Luxus eines Autoradios, was damals noch eine Seltenheit war. Leider nahm mir ein anderer Autofahrer die Vorfahrt und mein tolles Auto war Schrott. Es war ein großer Verlust für mich, da ich mir kein anderes Fahrzeug kaufen konnte. Inzwischen bin ich 77 Jahre und fahre immer noch gern. Zur Zeit besitze ich mein 37. Auto und fahre seit 44 Jahren ohne Unfall – Und nicht nur Kurzstrecken, sondern auch nach Hamburg, Frankfurt oder ins Ausland.“
Voller Stolz das erste Auto: Erwin Vey 1960, 24 Jahre alt mit seiner zukünftigen Ehefrau Gisela und seiner Isetta „Knutschkugel“.
„Ich habe den VW Käfer gebraucht 1955 für 1800 DM bei der Firma ‚Kahrmann‘ in Fulda gekauft. Er hatte 21 PS und 20.000 Kilometer waren auf dem Tacho. Mit ihm habe ich viele Urlaubsreisen quer durch Europa unternommen und viele schöne Erinnerungen an diese Reisen. Die erste Reise ging 1957 nach Italien. Das Bild ist vom Petersplatz in Rom, auf dem man damals noch parken konnte. Ich habe das Auto sechs Jahre lang gefahren und mit einem Tachostand von 100.000 Kilometern weiterverkauft.“
„Als ich im Juli 1971 meinen Führerschein machte, bot sich mir die Gelegenheit einen Ford Taunus 17 M P3, Baujahr 1964 (Badewanne) zu kaufen. Mein Führerschein kostete damals 350 DM. Der Ford kostete als leichter Unfallwagen 450 DM. Da ich bei ‚Fa. Sorg‘ als Karosserie-Lehrling arbeitete, konnte ich mir dieses Fahrzeug mit gebrauchten Teilen wieder reparieren. Nach der Reparatur war ich dann stolzer Besitzer einer ‚Badewanne‘.“
Auch Michael Schwabe, Verlagsleiter unseres Zeitungsverlags „Fulda aktuell“ hat uns sein erstes Auto zukommen lassen: „Wie die Zeit vergeht. Es war 1988, mein erstes Auto, ein Peugeot 104 in Sand-Beige. Aus heutiger Sicht ist nicht nur die Farbe peinlich, aber damals war ich enorm stolz auf mein Auto. Mein Elternhaus verfügte seinerzeit leider nicht über die finanziellen Mittel, um mir den Führerschein oder gar ein Auto zu kaufen. Also habe ich nebenbei in verschiedenen Aushilfsjobs - natürlich auch als Zeitungszusteller - gearbeitet, um mir den Wunsch nach Mobilität zu ermöglichen. Satte 43 PS, ein Start-Choke und 135er „Breitbereifung“ – irgendwie nostalgisch, urkomisch und der heutigen Jugend kaum vermittelbar. Ich erinnere mich noch an das „Ausstelldach“ , das ich nachträglich mit einem Freund mittels einer Flex-Trennscheibe aus dem Dach geschnitten und eingebaut habe (Klimaanlage gab es nicht), die Hutablage wich einer Holzfaserplatte mit tollen Blaupunkt-Lautsprechern und der Kühlergrill wurde mit Hammerschlag-Silberlack optisch aufbereitet. Meine erste große Reise führte mich dann nach Wien – immer nur zwischen den LKWs auf der Autobahn, weil der Wagen sehr schwerlich die 120 Kilometer pro Stunde Spitzengeschwindigkeit erreichte. Doch stolz und glücklich war ich zu jeder Zeit mit meinem ersten Auto – es war kein Statussymbol mit „PS-protziger“-Optik und sorgte beim weiblichen Geschlecht, besonders vor der Diskothek, eher für mitleidiges Lächeln. Aber für mich war der Peugeot mein ganzer Stolz und und bot mir Freiheit und Unabhängigkeit.“
„Mein erstes Auto war der NSU 1200 TT, Baujahr 1970, 1177ccm und 65 PS. Er war ausgestattet mit Überrollbügel und diversen Verbesserungen für Autoslalom (Fahrwerk, H-Gurte , Schalensitze). Vorher war er bereits zwei mal im Familienbesitz und wurde als erstes Auto zurückgekauft. Das Bild ist aus April 1981.“
„Im Frühjahr 1963 trat ich meinen Dienst beim Bundesgrenzschutz in Fulda an. Für die Fahrt von Dortmund nach Fulda benutzte ich mein Motorrad, eine 250er DKW. Spätere Heimfahrten nach Dortmund (zirka 280 Kilometer) waren wetterbedingt nicht immer angenehm.  In der Maberzeller Straße (Ford Sorg) fand ich mein erstes Auto – einen gebrauchten BMW 600 für 500 DM. Dieses Auto hat mich trockenen Fußes häufig nach Dortmund und zurück gebracht. Ich erinnere mich gern an diese Zeit.“      
„Die Fotos von dem in Arnsberg gebauten Kleinschnittger sind vom Jahre 1955. Das Cabrio war rot, 125 cm/3 , keinen Rückwärtsgang, keine Türen, einen Zuganlasser und einen handbetriebenen Scheibenwischer, trotzdem wunderschön und mit 16 Jahren zu fahren. Mein Vater baute mir ein festes Verdeck und einen Skihalter, so war es im Winter wärmer.“
„Mein erstes Auto war ein Nissan / Datsun 120 Y mit 1200 ccm und bärenstarken 54 PS. Schon zwei Monate vor meinem 18. Geburtstag und der Führerscheinprüfung legte ich mir das Auto zu, und konnte es kaum erwarten, endlich damit fahren zu dürfen. Das war im Jahre 1982. Der Datsun sah aus wie eine eingelaufene Corvette. Er hatte vorne runde Scheinwerfer und ein Fießheck, außerdem verchromte Radkappen. Die Mädels standen damals ‚Schlange‘ bei dieser coolen ‚kleinen Corvette‘. Mein Kumpel hatte das gleiche Fahrzeug, auch in der gleichen Farbe (ein helles blasses gelb). Den Datsun hatte ich nicht sehr lange, da ich dann aufs Motorradfahren umgestiegen bin. Aber es war eine geile Zeit.“
„Mein erstes Auto war eine BMW Isetta. Das Auto teilte ich mir mit einem Freund, jeder hatte das Auto abwechselnd für eine Woche. Also mussten die Ausflüge und Disco-Besuche mit der Freundin immer in die Auto-Woche fallen. Die Isetta stand in einer Scheune, und war 1969 schon ein ‚Oldie‘. Ich war noch Schüler und mein Freund in einer Lehre bei ‚Ford Sorg‘. Für 300 DM erwarben wir das gute Stück und mit Hilfe der Väter wurde es dann wieder instandgesetzt. Die Fotos entstanden auf einer gemeinsamen Reise nach Jugoslawien (heute Istrien). Die Fahrt dauerte über zwei Tage. Am ersten Tag fuhren wir nach München und übernachteten dort bei Verwandten. Der zweite Tag führte uns dann nach Grado in Italien, wo wir am Strand schliefen. Am dritten Tag erreichten wir unseren Campingplatz in Istrien.“
„Unser Schätzchen Goggomobil Glas Isar T700 Baujahr1960 hat uns die schönsten Familenausflüge ermöglicht, zum Beispiel 1968 an den Rhein.“
„Hallo,mein erstes Auto war ein Mercedes 190 D, Baujahr 1959, mit Lenkradschaltung. Nach bestandener Führerscheinprüfung im Jahr 1968 kaufte ich diesen Wagen von meinem Nachbar, einem Viehhändler. Ich habe ihn bis 1972, also 4 Jahre lang gefahren. Mit ihm fuhren meine Frau und ich auch zur kirchlichen Trauung in den Nachbarort . Es war für mich als junger Mann schon ein ungewöhnliches Fahrzeug, da die jungen Leute doch lieber ein sportliches Auto fahren wollten. Vielleicht bin ich deshalb auch beruflich zu Mercedes gewechselt.“
„Da ich Ende der siebziger Jahre von Amerika (ein Jahr lebte ich dort) in den Kreis Alsfeld zog, brauchte ich Arbeit, Führerschein und natürlich einen fahrbaren Untersatz. Geld musste erst noch verdient werden und so entschloss ich mich den kleinen NSU Prinz mit 30 PS für damalige 500 DM zu kaufen. Klar, erst nach bestandener Führerscheinprüfung, die normal ablief mich aber ein Heidengeld kostete (zirka 2.500 DM). Mit dem NSU fuhr ich nicht nur täglich zur Arbeit nach Stadtallendorf in die ‚Ferrero‘, sondern auch alle vierzehn Tage zu meinem Freund nach Göttingen. Natürlich, die Kasseler Berge hinauf, überholten mich in schöner Regelmäßigkeit die ‚dicken Brummis‘ mit lauten Gehupe, was mir etwas peinlich war. Heute kann ich sehr entspannt darüber lachen. Nach einem Jahr trennte ich mich von meinem Auto und ‚vermachte‘ es meinem jüngeren Bruder, der noch eine längere Zeit mit dem ‚Kleinen‘ herum fuhr.“
„Ich hatte gerade den Führerschein bestanden, und mein erstes Auto war ein Opelkadett LS, (5 Türer mit 75 PS) mit Fließheck. Er hat damals (1968) 5.000 DM gekostet und ist in Rüsselsheim ein Jahr gelaufen. Mit diesem Auto bin ich zur Arbeit in die ‚Wella‘ nach Hünfeld gefahren. Ich war dort im Werkzeugbau, wo ich auch gelernt habe, beschäftigt. Mitgefahren sind mein Vater (auch bei ‚Wella‘ als Schreiner beschäftigt) und meine beiden Schwestern, die beim Rechtsanwalt Heinemann in Hünfeld in der Stadt beschäftigt waren. Meine damalige Freundin und heutige Frau Marianne Walk aus Soisdorf, hat sich immer sehr gefreut und ihr Herz hat immer höher geschlagen, wenn der weise Kadett um die Kurve kam. Bei dem Auto konnte man sich noch auf die Haube setzen oder stellen, was heute undenkbar ist.  Schweren Herzen´s habe ich das Auto nach 14 Jahren (ohne Unfall), an eine Lehrerin aus Flieden für noch 2.000 DM verkaufen können. Es hingen sehr viele gute Erinnerungen daran.“
„Vom Kleegarten – mein damaliger Wohnort – nach Bronzell mit dem Bus zur Arbeit. Vom Jägerhaus zu Fuß ins geschlossene Rhönbad. Das war für mich damals ein langer Weg, sechs Tage in der Woche. Also brauchte ich ein Auto: Dann sollte es aber auch mein Traumauto sein. Zur damaligen Zeit war eine Frau am Steuer ungewöhnlich – Für mich war es ein Stück Freiheit.  Nach 13 Jahren waren die Reperaturen für den TÜV dann aber zu teuer geworden. Scheiden tut weh, auch noch heute etwas... Heute fahren Autos Tag und Nacht die Straßen entlang und mein heutiger Traum wäre, eine Wohnung ohne Straßenlärm und Abgase.“
„Das war 1958 am Edeka im Kohlhaus“.
„1970 habe ich für 800 DM mein erstes Auto gekauft. Früher habe ich Autos geliebt, sie hatten noch Charakter“.
„Mein erstes Auto war ein gebrauchter Fiat 500. Diesen bekam ich 1959 von meinen Eltern, um möglichst schnell alle 14 Tage von Schlüchtern wieder nach Hause (Mainz) kommen zu können. Die erste große Reise mit dem Kleinen samt voller Campingausrüstung führte mich in die Alpen, wo er zeigen konnte, was in ihm steckt. Heute fahre ich nach vielen anderen Autos mit 86 Jahren, als mein letztes Auto, seit 2009 wieder einen Fiat 500. Ich bin glücklich und zufrieden und nicht neidisch, wenn sich der Kleine auf dem Parkplatz zwischen zwei SUVs versteckt.“
„Mein erstes Auto war ein NSU Prinz 4, hellgrau, 600 ccm und 30 PS. Das Auto brachte mich nicht nur täglich zur Arbeit, sondern ich fuhr mit ihm auch in den Uralub: Bodensee und Chimsee waren unsere Ziele. ‚Unsere‘ bedeutet in dem Fall meine damalige Freundin (immer noch meine Frau), meine Schwiegermutter und ich. Da die Zeiten vor 55 bis 56 Jahren noch etwas anders waren, hatte selbst so ein Kleinwagen, für junge Leute viele Vorteile. Zuhause musste man sich meist das Zimmer mit dem Bruder teilen, hier hatte man ein wneig Privatsphäre.“

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