"Gamescom": Die Spiele-Messe in Köln

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Köln. Die Spiele-Messe in Köln zog wieder Tausende Besucher an, hier ein Rückblick zu den Neuheiten und der Stimmung auf der Messe.

Köln. Vom 13. bis 17. August gastierte die weltgrößte Computerspiele-Messe "Gamescom" in der schönen Domstadt Köln. Mehr Besucher, mehr Aussteller, mehr Fläche – die "Gamescom 2014" war die Messe der Superlative.

Über 700 Firmen und Aussteller stellten ihre neuesten Produkte rund um das PC-, Konsolen- und Mobile-Gaming vor. Hinzu kamen Hardware- und Merchandise-Anbieter wie beispielsweise die Firma "Toy Palace GmbH" des Eichenzeller Unternehmers Marco Russe, der sich auf die Vermarktung von Action-Toys, Figuren und Büsten zu Spielen und Kino-Blockbustern spezialisiert hat.

Angesichts der mehr als 335.000 Besucher aus 88 Ländern ein perfektes Umfeld, um zielgerichtet Fans, Gaming-Enthusiasten  und Sammlern die neuesten Artikel, auch abseits des Online-Shops, vorzustellen. Die weltgrößten Entwicklerstudios, Softwareschmieden und Hardware-Hersteller ließen  ihre Muskeln um die Gunst der Konsumenten, Fachbesucher und Presse spielen. Höher, größer, lauter und atemberaubender – ja teilweise sogar unfassbar, was sich einige Firmen einfallen ließen, um beim potentiellen Kunden und letztlich bei auch der  ersten Presse-Einschätzung positiv Gehör zu finden. Nehmen wir als Beispiel die riesige "Gaming-Arena" zum Online-Spiel "League of Legends", in der - wie bei aktuellen Handball- und Basketball-Arenen - mehrere tausend Fans Sitzplatz-Tribünen zum Zuschauen der "European-League" vorfanden – eine wahre Stadion-Atmosphäre mit Gänsehaut-Feeling. Oder auch die umjubelten Stände der kommenden Gaming-Blockbuster, bei denen Fans bis zu drei Stunden in Warteschlangen anstanden, um letztlich nur fünf Minuten selber das begehrte Spiel zu testen.

Geduldsprobe

Leider geriet die Messe auch zur Geduldsprobe: Der Besucherandrang war insgesamt einfach viel zu hoch, die üppig dimensionierten Messehallen brachen aus allen Nähten, und von einem entspannten Blick auf neue Spiele konnte schon lange keine Rede mehr sein. Selbst der Presse- und Fachbesuchertag war, bezogen auf die Masse an Interessenten, ein sehr fragwürdiger Messeauftakt, unter dem die Qualität der Informationsbeschaffung, die letztliche Berichterstattung und auch die wichtigen Fachbesucher-Gespräche der Industrie leiden.

Wenn sich gestandene Journalisten mit auflagenstarken Print- und Online-Medien hinter zehn bis vierzehnjährigen Kindern in Warteschlagen am "Pressetag" einreihen müssen, um nach 45 Minuten des Wartens endlich ein Foto beziehungsweise Kurzvideo zu einem Game machen zu können, dann muss an dieser Stelle die Frage nach derSinnhaftigkeit eines Presse- und Fachbesuchertags in Richtung der Messeorganisation- und Leitung in Köln gestellt werden. Hier muss dringend nachgearbeitet werden, um eine wertige Berichterstattung für die Leserschaft in Print und online sicher zu stellen!

Neuheiten

Nachdem im vergangenem Jahr sowohl "Sony" als auch "Microsoft" die neuen "NextGen-Modelle" ihrer Spiele-Konsolen vorstellten, war es in diesem Jahr sehr spannend zu sehen, was die Entwicklungsstudios für das anstehende Herbst- sowie das Weihnachtsgeschäft mit der neuen Hardware anstellen können.

Eines vorweg: Sensationell und atemberaubend schön, ultra realistisch sowie faszinierend, was heutzutage auf einer Heimkonsole wie der "Playstation 4" ("Sony") oder der "Xbox One" ("Microsoft") an Unterhaltungswerten geboten wird. Autorennspiele gleichen mehr denn je einer Live-Übertragung im TV , gleiches gilt für Fußballsimulationen. Abenteuerspiele sind nicht mehr weit entfernt von interaktiv erlebaren Kinoblockbustern und gleichzeitig steigt der Social-Media-Aspekt und die damit verbun­­dene Vernetzung der Anwender untereinander.

Bei all der schönen und glitzernden Spielewelt dürfen und sollten wir nicht den korrekten und kontrollierten Umgang mit eben dieser außer Acht lassen.Alles in Maßen - besonders bei kleineren Kindern und schulpflichtigen Teenagern. Aus elterlicher Sicht dem Nachwuchs das virtuelle Spiel zu untersagen, ist im Jahr 2014 sicherlich nicht zeitgemäß. Unsere Kinder wachsen mit modernen Medien, Smartphones, "Facebook" und Computerspielen in einer unglaublich vernetzten Welt auf und müssen lernen, damit vernünftig umzugehen und so ist es auch Aufgabe und Auftrag von Erziehungsberechtigten sowie Lehrkräften an den Schulen, offen mit dem Thema Computerspiele & Co. umzugehen, es in der zeitlichen Nutzung sinnvoll einzuschränken und zugleich aufzuklären.

Wenn dies gelingt, so geht von der faszinierend-virtuellen Spielewelt auch keine Gefahr für unsere Jugend aus – sie ist vielmehr Ausdrucksweise, Zeitvertreib und Hobby einer neuen digitalen Generation.­Die "Gamescom" in Köln ist als führende Gaming-Messe Europas in Sachen Publikumsströme und Ausstellerkapazität an ihre Grenzen gestoßen und sollte für das kommende Jahr die Besucherzahlen auf akzeptablem Niveau halten und Fachbesuchern sowie Journalisten die Möglichkeit zur Ausübung ihrer Arbeit geben.Trotz der kritischen Anmerkungen gab es natürlich besondere Spiele zu sehen, die wir Ihnen, verehrte Leser, Konsolen- und Computerspieler, im nebenstehenden Kasten ganz besonders empfehlen möchten.

Vorbestellungen

Ab sofort hält der örtliche Elektronik-Fachhandel für den einen oder anderen Spiele-Blockbuster sehr interessante Vorbestellungsmöglichkeiten parat, die besondere Goodies, Zusatzinhalte oder auch preisliche Vorteile bieten, so "Media Markt"-Bereichsleiter (Entertainment) Christian Henkelmann, der bereits einen genaueren Blick auf die kommende Konsolen-Spiele-Generation in Köln hatte. Als Branchenkenner und bedingt durch die täglichen Beratung und den Umgang mit seiner Kundschaft weiß Henkelmann um die Hoffnung und vor allem Wünsche der Computerspieler und schätzt die Qualität des kommenden Spiele-Lineups im Herbst/Winter dieses Jahres so hoch wie noch nie ein.

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