Garten-Idylle in Fuldas Innenstadt in Gefahr

Der Garten von Ursula Bernhardt in der Fuldaer Innenstadt ist ein idyllischer Ort, den man erst wahrnimmt, wenn man hinter die Mauern blickt.
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Der Garten von Ursula Bernhardt in der Fuldaer Innenstadt ist ein idyllischer Ort, den man erst wahrnimmt, wenn man hinter die Mauern blickt.
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Der Garten von Ursula Bernhardt in der Fuldaer Innenstadt ist ein idyllischer Ort, den man erst wahrnimmt, wenn man hinter die Mauern blickt.

Ursula Bernhardt hat wegen eines geplanten Neubaus auf dem Nachbargrundstück Angst um ihren „Sehnsuchtsort“ an der Fuldaer Stadtmauer

Fulda - Ursula Bernhardt ist Künstlerin. Und Lehrerin für Kunst und Sport an der Freiherr-vom-Stein-Schule. Galeristin ist sie auch. Die Galerie „Kunst im Kutscherhaus“ ist in Fulda bekannt für Ausstellungen lokaler und überregionaler Künstler. Und sie ist Haus- und Gartenbesitzerin in der Fuldaer Innenstadt. Genauer gesagt, gehört ihr die seit 1906 bestehende und in Familienbesitz befindliche „Kunstschmiede Bernhardt“ in der Schlachthausgasse, die sie 1997 von ihrem Vater geerbt hat. Das Gebäude ist auch ihr Elternhaus, das sie gemeinsam mit ihrer Mutter bewohnt.

Ausgang aller künstlerischer Aktivitäten

Was man von außen nicht sieht: Hinter dem Gebäude erstreckt sich ein heimeliger, idyllischer Garten bis zur historischen Stadtmauer an der Dalbergstraße. „Dieser Garten war der Ausgangspunkt für alle meine künstlerischen Aktivitäten“, sagt Bernhardt. Ort für Programme mit Musik und Kabarett, für die Ausstellungen von Außenskulpturen, ein Teil des Fuldaer „Gartenkultur­- Pfades“ und ein Rückzugsort bei „Pausen, Höfe und Genüsse“ ist der Garten, den man von der Straße aus nicht sieht. Und dieses Idyll ist nun in Gefahr, so die Künstlerin. Denn das Nachbargrundstück, auf dem sich bisher nur ein paar Garagen befinden, soll bebaut werden.

Mehrere Probleme

„Es ist wohl geplant, ein mindestens dreistöckiges Haus mit mehreren Eigentumswohnungen und einer Tiefgarage zu errichten“, erzählt sie. Das führe zu mehreren Problemen. Bernhardt, die vom Bauherrn als direkte Nachbarin Einblick in die Baupläne erhalten hat, macht sich Sorgen, dass durch die Ausschachtung der Tiefgarage der Grundwasserspiegel sinken könnte. Auch ein das Stadtbild prägender Baum auf ihrem Grundstück müsste dem Tiefgaragenbau wohl weichen, befürchtet Bernhardt. Durch die Bauarbeiten könnte auch die Bausubstanz ihres Hauses, das mehrere Jahrzehnte alt ist, beschädigt werden. Noch mehr liegt ihr aber ihr Garten am Herzen, in dem sie bereits als Kind herumgetollte.

Keine Sonne mehr

„Die Berechnung der Sonneneinstrahlung zeigt, dass der Garten kaum noch einen Sonnenstrahl abbekommen würde“, sagt Bernhardt. Es sei bereits jetzt aufgrund der Lage eher ein Schattengarten, aber bei noch weniger Sonne befürchtet die Künstlerin Vermoosung, Verringerung der Pflanzenvielfalt und vor allem Dunkelheit. Gleiches gilt auch für ihr Elternhaus, denn Licht würde das Gebäude in Teilen nicht mehr erreichen. „Ursprünglich sollte das neue Gebäude direkt an unser Haus gebaut werden“, so die Hausbesitzerin. In das Wohnzimmer ihrer Mutter würde dann nur noch durch einen Lichtschacht Helligkeit dringen. „Im Grundbuch ist eingetragen, dass an unser Haus nicht direkt angebaut werden darf. Soweit ich mitbekommen habe, wurden die ersten Baupläne auf mein Betreiben hin geändert, so dass nun mehrere Meter zwischen unserem Haus und dem Neubau eingeplant wurden“, sagt sie.

Das Baugrundstück sei klein, so dass dort nur in die Höhe gebaut werden könne. „Die Bauherren werden darauf achten, dass alle Vorschriften eingehalten werden. Aber es gibt im Baurecht dehnbare Paragraphen“, befürchtet die Künstlerin. „Im schlimmsten Fall muss ich auf nachbarschaftliche Rücksichtnahme pochen. Denn wie es bisher aussieht, soll es eine übermäßige Auslastung des Grundstücks geben, die mit nachbarschaftlicher Rücksicht nicht mehr viel zu tun hat.“, sagt sie.

Beim Bauamt nachgehakt

Garten und Haus stehen laut Ursula Bernhardt unter Ensembleschutz. Sie weiß auch nicht, was es mit dem kleinen gemauerten Häuschen auf sich hat, das offensichtlich einmal einen Durchgang zum jüngst ausgegrabenen Turm an der Stadtmauer hatte. „Für den Neubau müsste dieses Häuschen weichen“, vermutet sie. Sie habe beim städtischen Bauamt nachgehakt, doch dort sei ihr mitgeteilt worden, dass das kleine gemauerte Haus nicht unter Denkmalschutz stehe.

Klarstellen möchte Bernhardt, dass es sie nicht stört, dass das Nachbargrundstück bebaut wird. „Aber die Höhe des geplanten Neubaus bereitet mir schlaflose Nächte.“ Wie bereits erwähnt, liegt ihr der Garten ganz besonders am Herzen. „Er hat seine Ursprünglichkeit erhalten und ist ein Rückzugsort im Alltagstrubel. Nicht nur für mich, sondern für alle, die den Garten an der Stadtmauer besuchen“, ist Bernhardt sicher.

Aus diesem Grund hat sie die Ausstellung „Sehnsuchtsorte“ in der Galerie initiiert. Maler wie Peter Blum, Kurt Haug, Veronika und Alexander Zyzik stellen dort Werke aus, die mit Sehnsucht zu tun haben. „Und mein Garten ist mein Sehnsuchtsort“, sagt die Künstlerin.

Nachfrage beim Stadtbaurat

„Es liegt kein Antrag zu dem genannten Bauprojekt vor. Bislang gab es nur Vorgespräche zu einer grundsätzlichen Erneuerung der Nachbarliegenschaft“, sagt Fuldas Stadtbaurat Daniel Schreiner auf Anfrage unserer Zeitung. Was die Grünfläche zwischen Stadtmauer und Dalbergstraße betrifft, „werden nach Abschluss der Grabungen und Fertigstellung der Sanierungsplanung der Stadtmauer derzeit erste Planungsschritte durch mehrere Büros vollzogen. Die Ergebnisse werden im Sommer vorliegen und dann durch uns bewertet“, so Schreiner.

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