Gastronom spricht über Wiedereröffnungs-Freude

Die Inhaber der Gaststätte „Heimat“ in Fulda: Felix Wessling und Paul Pawlowski-Rothenbücher.
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Die Inhaber der Gaststätte „Heimat“ in Fulda: Felix Wessling und Paul Pawlowski-Rothenbücher.

Gastronom Paul Pawlowski-Rothenbücher, Mitinhaber der „Heimat“, spricht über Wiedereröffnungs-Freude aber auch über Schwierigkeiten die durch Corona entstanden sind.

Fulda. Die Inzidenzzahlen sinken, das Wetter ist großartig und Geschäfte und Gastronomie können nach langer Pause wieder öffnen. FULDA AKTUELL hat mit Paul Pawlowski-Rothenbücher, Mitinhaber der „Heimat“ in Fulda, gesprochen und gefragt, wie sich die neu gewonnene Freiheit für ihn und seine Gäste anfühlt.

FULDA AKTUELL: Ihr habt endlich wieder geöffnet. Wie ist es so seit der Wiedereröffnung?

PAUL PAWLOWSKI-ROTHENBÜCHER: Es fühlt sich sehr schön an. Wir sind nicht nur Gastronomen, sondern auch Gastgeber. Und ein Gastgeber ohne Gäste kann seiner Passion nicht nachgehen. Es fühlt sich aber natürlich anders an als vorher. Nach sieben Monaten, in denen wir geschlossen hatten, war es jetzt vom Gefühl her wie eine Neueröffnung. Alle Systeme müssen wieder neu hochgefahren werden, Arbeitsabläufe müssen neu erarbeitet werden und vor allem muss das Team auch wieder auf ein Level gebracht werden.

Unter anderem haben wir unsere Karte stark eingeschränkt. Dadurch vereinfachen wir uns die Arbeitsabläufe. Wir bieten keine Speisen an, außer zwei Tagessuppen. Einfach auch, um die Lage erstmal richtig einzuschätzen, damit– falls doch wieder geschlossen werden müsste – die Lager nicht voller Lebensmittel sind.

FA: Wie verhalten sich Eure Gäste?

P-R: Die meisten Gäste haben vollstes Verständnis für alle Maßnahmen. Man merkt einfach, das sie sich freuen, wieder irgendwo mit Freunden sitzen zu können, das Wetter zu genießen und ein kühles Getränk zu trinken. Wer sich unsicher ist mit den verschiedenen Regeln und noch Fragen hat, kann immer auf uns zukommen. Außerdem haben wir auch große Aushänge, wo auch noch mal alles erklärt ist.

FA: Welche Sicherheitsregeln gibt es?

P-R: Wir haben natürlich zum Schutz die Kontaktdatenerfassung, Maskenpflicht und in unserem Innenbereich die „Drei-G-Regel: genesen, getestet, geimpft. Dazu kommen auch noch die Abstands- und die Zehn-Personen- oder zwei Haushalte-Regel.

FA: Gibt es für euch als Gastronomen noch Dinge, in denen Ihr Euch in eurem Job eingeschränkt fühlt?

P-R: Die Maskenpflicht draußen für die Mitarbeiter ist wirklich anstrengend. Bei 30 Grad Außentemperatur und zwei Stockwerken, die man rauf und runter laufen muss, um Getränke aufzufüllen, ist das schon eine große Belastung.

FA:Wie schaut Ihr in die Zukunft? Was wünscht Ihr Euch?

P-R: Wir würden uns freuen, wieder ganz normal arbeiten zu können. Und es wäre auch schön, wieder Feste mit einfacheren Regeln feiern zu können, ohne Tanzverbot und Co. Aber das wichtigste für uns ist es, Mitarbeiter zu finden. Wir würden uns total freuen, wenn wir wieder gute, motivierte Mitarbeiter hätten, die Lust und Spaß haben an der Gastronomie.

Die Unsicherheit ist aber immer noch da. Und man fragt sich, wie sich die Lage zum Herbst hin entwickelt. Deshalb wurden wir in der Corona-Zeit auch kreativ und haben uns versucht, noch andere Standbeine aufzubauen. Wir vertreiben jetzt zum Beispiel selbst Getränke. Wir versuchen in jeder Hinsicht kreativ und am Ball zu bleiben. Wir wünschen uns auch, dass die Leute weiterhin Verständnis für die Situation haben, wenn es manchmal ein bisschen länger dauert oder das Sortiment eingeschränkt ist. Und irgendwann muss auch das ein Ende haben und wir freuen uns schon gemeinsam wieder zu feiern, zu tanzen und uns in den Armen zu liegen.

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